Mein liebster Feind

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Mein liebster Feind
Genre: Dokumentarfilm
Farbe, Deutschland, England, 1999, FSK 12

Kino Deutschland: 1999-10-07
Laufzeit Kino: 99 Minuten
Kinoverleih D: Zephir Film



Szenenfoto aus 'Fitzcarraldo' Aufgrund einer Kette von Zufällen lebte der 13-jährige Schüler Werner Herzog für einige Monate in derselben Wohnung wie Klaus Kinski. Die ersten 48 Stunden nutzte Kinski unverzüglich zur systematischen Verwüstung des gesamten Mobiliars.

Damit ist einer von zahllosen noch folgenden Tobsuchtsanfällen vorüber. Herzog weiß, was ihn erwartet, als er Jahre später mit ihm zum ersten Mal für den Film "Aguirre, der Zorn Gottes" zusammen arbeitet. Vier weitere Filme sollten folgen.


SzenenfotoDarsteller: Klaus Kinski, Claudia Cardinale, Eva Mattes, Beat Presser, Guillermo Rios, Andrés Vicente, Justo Gonzales, Benino Moreno Plácido, Baron von der Recke

Regie: Werner Herzog

Stab: • Produzenten: Lucki Stipetic für Werner Herzog Filmproduktion / Zephir Film / Café Productions London • Drehbuch: Werner Herzog • Vorlage: - • Filmmusik: Popol Vuh • Kamera: Peter Zeitlinger • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: - • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Eric Spitzer • Toneffektschnitt: Josh Rosen, Hubertus Rath • Stunts: - •


Szenenfoto aus 'Nosferatu'Filmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Mein liebster Feind" ist ein Film über die für Außenstehende immer rätselhaft gebliebene Hassliebe von Werner Herzog und Klaus Kinski zueinander, über das tiefe Vertrauen, das Schauspieler und Regisseur miteinander verband, und die Mordpläne, die sie gleichzeitig gegeneinander schmiedeten.

Kultur Spiegel 1999-10: Kinski tobt, Kinski schreit: Fünf Kinofilme hat der Regisseur Werner Herzog in den siebziger und achtziger Jahren mit dem genialischen Egomanen gedreht, in Urwäldern und Wüsten, oft unter Lebensgefahr. Sieben Jahre nach Kinskis Tod ist Herzog an diese Schauplätze zurückgekehrt. Dabei ist ihm eine überraschend humorvolle Hommage an einen schwierigen Star gelungen. Und eine Liebeserklärung an das Kino.

TV Movie 1999-21: Sehr persönlich geriet die faszinierende Rückschau des Regisseurs Herzog, es schwingen sowohl Zorn als auch Zärtlichkeit mit. Eines wird durch den unterhaltsamen Mix aus Making-Of-Szenen, Zeitzeugen-Interviews und Filmausschnitten sonnenklar: Es geht nicht nur um einen Irren - hier hatten sich zwei Verrückte gesucht und gefunden.

film-dienst 1999-20: Der Filmemacher setzt sich zugleich selbst deutlich in Szene, so dass dies nicht nur ein Film über einen außergewöhnlichen Schauspieler und Menschen wurde, sondern auch über eine von Machtkämpfen und Eitelkeit überschattete Männerfreundschaft. Als Dokument des dahingeschiedenen deutschen Autorenfilms von hohem Wert.

Rhein-Zeitung 1999-10-06: Sie waren ein Traumteam des deutschen Films. Werner Herzog und Klaus Kinski rangen sich gegenseitig Klasse-Streifen wie "Fitzcarraldo", "Nosferatu" oder "Woyzek" ab. Regisseur Herzog hat die künstlerische Beziehung acht Jahre nach dem Tod "seines" Darstellers zum Thema eines außergewöhnlichen Dokumentarfilms gemacht.

Der Spiegel 1999-40: Trauerarbeit, die sich in Spaß verwandelt. (...) So gewinnt seine Huldigung für den genialen Unhold, mit allerlei unveröffentlichtem Material gefüttert, erstaunlichen Unterhaltungswert.

TV Spielfilm 1999-21: Die Geschichte einer unmöglichen Beziehung zwischen Genie und Wahnsinn. Faszinierend!

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1999 Zephir Film © 1994 - 2010 Dirk Jasper