Der Vulkan

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Vulkan
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, Frankreich, 1999, FSK 12

Kino Deutschland: 1999-10-21
Laufzeit Kino: 103 Minuten
Kinoverleih D: Arsenal



Szenenfoto Paris, Mitte der 30er Jahre: Fluchtpunkt für Exilanten aus dem Dritten Reich. In einer Atmosphäre von Hoffnung, Furcht, Liebe, Erotik, Kunst und Verrat tanzen die deutschen Flüchtlinge auf dem Vulkan. Unter ihnen sind Kommunisten, Anarchisten und Abenteurer, Gefährdete oder Verlorene wie Martin Korella, ein begabter Dichter mit homo-erotischer Neigung.

Während Martin am Rauschgift zugrunde geht, kämpft seine idealistische Freundin, die Berliner Schauspielerin und Chansonette Mario von Kammer, agitierend und rezitierend gegen Hitler-Deutschland - ein lebensgefährliches Unterfangen, denn auch in Paris sind die Spitzel der Gestapo aktiv.


SzenenfotoDarsteller: Nina Hoss (Marion von Kammer), Meret Becker (Tilly von Kammer), Christian Nickel (Martin Korella), Udo Samel (Professor Benjamin Abel), Sylvester Groth (Hans Hollmann), Katharina Thalbach (Mutter Schwalbe), Stefan Kurt (Walter Konradi), Rainer Strecker (Theo Hummel), Adrien de Van (Marcel), Boris Terral (Kikjou), Heidemarie Rohweder (Frau von Kammer), Elfriede Irrall (Viola)

Regie: Ottokar Runze

Stab: • Produzenten: Ottokar Runze, Antoine de Clermont-Tonnerre • Drehbuch: Rebecca Hughes, Ursula Grützmacher-Tabori, Ottokar Runze • Vorlage: Roman "Der Vulkan" von Klaus Mann • Filmmusik: Dmitrj Schostakowitsch, Friedrich Holländer, Hanns Eisler, Bob Lenox • Kamera: Michael Epp • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Bernd Gaebler • Schnitt: Rebecca Runze • Kostüme: Susanne Braun • Make Up: Renate Mülders-Noske, Karin Otto • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Der Regisseur Ottokar Runze hat das einzigartige Panorama von Exil-Schicksalen mit beträchtlichem Aufwand erfolgreich verfilmt.

TV Today 1999-22: Nina Hoss als Chansonsängerin und Christian Nickel als dubiosser Schwarzhändler sind die herausragenden Darsteller neben Stefan Kurt, Katharina Thalbach, Meret Becker u. a. Regisseur Ottokar Runze ("Hundert Jahre Brecht") verfilmte den gleichnamigen Roman von Klaus Mann ernsthaft und werkgetreu, verfällt aber ständig ins Dozieren. Sein Film ist einfach zu akademisch unnd zu starr, um zu fesseln. Trotz guter Ansätze: ein Film wie ein Stück Schulfernsehen.

Szenenfotofilm-dienst 1999-21: Formal konventionelle Literaturverfilmung, die sehr authentisch das Zeitkolorit rekonstruiert und ihre politischen Botschaften nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger unterstreicht, sondern durch die überzeugend gestalteten und gespielten Charaktere vermittelt.


SzenenfotoBemerkungen

Klaus Mann (1906 - 1949) hat seinen großen autobiografischen Emigrations-Roman "Der Vulkan" 1939 in einem New Yorker Hotelzimmer niedergeschrieben. Veröffentlicht wurde er, wie schon der drei Jahre zuvor entstandene "Mephisto", in einem kleinen Amsterdamer Verlag. Zu Klaus Manns Lebzeiten wurde kein einziges seiner Werke im Nachkriegs-Deutschland veröffentlicht.

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