Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: "Jakob der Lügner" wurde von Regisseur und Ko-Autor Peter Kassovitz an Original-Schauplätzen in Osteuropa mit viel Liebe zum authentischen Detail inszeniert. Jurek Beckers Geschichte wird von einem exzellenten Darsteller-Ensemble getragen.
TV Movie 1999-22: Schindlers Liste führte uns den Horror im Ghetto vor Augen, Das Leben ist schön vollbrachte das Kunststück, dem Schrecken einige komische Seiten abzugewinnen. "Jakob der Lügner" gelingt weder das eine noch das andere überzeugend. Das Hauptproblem ist Robin Williams: Eine Überdosis Sentiment stellt den Clown in ihm ruhig. Und so wirkt sein Jakob wie ein Patch Adams mit Tränen in den Augen und Valium im Blut.
film-dienst 1999-22: Anders als Frank Beyer in seiner Erstverfilmung inszeniert Peter Kassovitz den tragikomischen Stoff konkreter, aber auch veräußerlichter, schneller und lauter. Während der Film dadurch verflacht, gelingen Robin Williams und vor allem Armin Mueller-Stahl überzeugende Darstellerleistungen.
Cinema 1999-11: Wieder mal ein unnötiges Remake? Von wegen: Die Holocaust-Tragikomödie mit Robin Williams überzeugt wie schon das DDR-Original durch Klasse, Wehmut und Ehrlichkeit.
TV Today 1999-22: Weit konventioneller als Das Leben ist schön und daher kein Vergleich zu Benignis Geniestreich. Aber dennoch ein sehenswerter, weil kluger und kurioser Film.