Der Unfalltod ihres Sohnes führt Manuela nach Barcelona, in jene Stadt, die sie vor 18 Jahren wegen einer verkorksten Liebesgeschichte fluchtartig verlassen hatte. Den Vater ihres Sohnes wieder zu finden ist keine Kleinigkeit, nicht zuletzt, weil der seit langem nur noch Kleider trägt und sich inzwischen Lola nennt.
Auf der Suche nach dem Ex trifft die Verzweifelte auf andere Frauen, biologische wie nachgerüstete, die Hilfe noch nötiger brauchen als sie selbst. Da ist die Schauspielerin Huma mit ihrer drogensüchtigen Geliebten, eine HIV-infizierte schwangere Nonne und die transsexuelle Agrado.
Schon bald hält Manuelas "Großfamilie" sie so in Atem, dass ihr kaum Zeit für Trauer bleibt. Und am Ende steht ein Neuanfang ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs stehen im Mittelpunkt von Pedro Almodóvar mit viel Wärme, Ironie und Witz inszenierten 13. Film "Alles über meine Mutter". Der eindeutige Liebling des Publikums und Favorit der Presse wurde 1999 in Cannes mit dem Regiepreis bedacht.
TV Today 1999-23: Pedro Almodóvar präsentiert eine Fülle an Geschichten und Figuren. Wieder geht es um Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Doch so kompromisslos ernsthaft erzählte der Spanier noch nie. dass das nicht bierernst oder überfrachtet wirkt, liegt auch an den grandiosen Darstellerinnen wie Cacilia Roth (Manuella) und Marisa Paredes. Almodóvars Meisterwerk: ein kluger, sehr emotionaler Film über weibliches Fühlen, Denken und Handeln.
TV Movie 1999-23: Aller guten Dinge sind dreizehn. Im neuen Almodóvar leuchten die Farben bonbonbunt wie nie zuvor. Die Dialoge sind ordinär bis pathetisch, die Handlungsstränge ins Absurde übersteigert. Ein zwischen Kitsch und Kunst schwankender Bilderrausch - so grell und grausam, lust- und leidvoll wie ein spanischer Stierkampf.
film-dienst 1999-22: Im Vergleich zu seinen früheren Werken ist der Film leiser und unspektakulär inszeniert; selbst der Humor wurde den ernsthaften Episoden um Krankheit und Tod, Liebe und Lebensziele geopfert.
Cinema 1999-11: Die Ernsthaftigkeit, mit der Pedro Almodóvar neuerdings dreht, macht aus der potenziellen Seifenoper ein Frauendrama erster Güte.
Berner Zeitung: Pedro Almodóvar dreizehnter Spielfilm ist eine Tragödie, eine Komödie, ein Drama. Alles, und alles wunderbar à la Almodóvar.
Blickpunkt: Film: Pedro Almodóvars bisher reifster Film, ein packend erzähltes Melodram, das Herz und Geist zugleich anspricht.
Movie News: ... provokativer, packender, aber auch schöner als alles, was das ehemalige Enfant terrible der spanischen Filmszene je hervorbrachte.
AZ: Eine Ode an die Frauen. Deftig im Witz, stark in Emotionen, und immer bestes Entertainment. Der Publikumshit von Cannes.
Prinz - München: Pedro Almodóvars erwachsenster und bester Film. Ein unwiderstehlicher Geniestreich.