Helden wie wir

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Helden wie wir
Genre: Komödie
Farbe, Deutschland, 1999, FSK 6

Kino Deutschland: 1999-11-09
Laufzeit Kino: 98 Minuten
Kinoverleih D: Senator Film

Videocover
Videocover Video Deutschland: 2000-05-16
Kaufkassette: 2000-12-04
Laufzeit Video: 93 Minuten
Anbieter: BMG

DVD Deutschland: 2000-12-04
Laufzeit DVD: 93 Minuten
Anbieter: BMG



Szenenfoto Schon die Geburt von Klaus Uhltzscht in einem Dorfgasthaus im Vogtland ist von Historie umdröhnt: Panzer rollen gegen Prag - es ist der Abend des 20. August 1968. Die Politik begleitet auch den weiteren Lebensweg des eher unscheinbaren Klaus: Seine Kindheit verbringt er in einer Plattenbau-Wohnung an der Ostberliner Normannenstraße.

Das Haus steht direkt gegenüber der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit. Während der Schulzeit landet der brave Sohn einer Hygiene-Inspektorin und eines Mannes, dessen Beruf im Dunkeln liegt, als Jungpionier neben FDJ-Chef Egon Krenz auf dem Titelbild einer großen Illustrierten. Die Berufswahl führt den 18-jährigen in die Reihen der Stasi.

Szenenfoto Und seine Liebe gilt seit Kindertagen Yvonne, der Tochter eines Dissidenten. Und das ist ein Traum, der Klaus und Yvonne über all die Jahre begleitet, der Traum von einem riesigen Tulpenfeld bei Amsterdam.

In den wilden Tagen der Vor-Wende-Zeit wird Klaus Uhltzscht gar zum Lebensretter: Sein Blut hilft, das Leben Erich Honeckers zu verlängern. Für Klaus hat die medizinische Geheimatkion allerdings eine fatale Folge, mit der er den Weg in die Freiheit für Millionen freisprengt - in jener nun schon legendären Nacht des 9. November 1989 ...


SzenenfotoDarsteller: Daniel Borgwardt (Klaus, 20 Jahre), Adrian Heidenreich (Klaus, 10 Jahre), Xenia Snagowski (Yvonne, 20 Jahre), Luca Lenz (Yvonne, 10 Jahre), Kirsten Block (Mutter von Klaus), Udo Kroschwald (Vater von Klaus), Volkmar Kleinert (Wunderlich), Dietmar Huhn (Grabs), Ulrich Wenzke (Eulert), Joachim Lätsch (Gollasch), Renate Krößner (Frau Lorenz), Gojko Mitic

Regie: Sebastian Peterson

Stab: • Produzenten: Hann Huth für Senator Film • Drehbuch: Thomas Brussig, Sebastian Peterson, Markus Dittrich • Vorlage: Roman "Helden wie wir" von Thomas Brussig • Filmmusik: - • Kamera: Peter Przybylski • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: - • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Helden wie wir" erzählt die unglaubliche Wahrheit des Mauerfalls. Klaus Uhltzscht, der "Forrest Gump des Ostens", erzählt "seine" Geschichte vom Fall der Mauer, nämlich so, wie sie wirklich war. In liebenswert-naiver Art stolpert er zunächst als Mitläufer durchs Leben, bis er - fast schon aus Versehen - Geschichte schreibt. Die unglaubliche und unterhaltsame Geschichte von Klaus und Yvonne kommt auch in einer speziell entwickelten und ebenso aufwendigen wie aufregenden Form auf die Leinwand: Die DDR erzählt sich selbst. Und lässt so keine Fragen über ihr "Schicksal" offen.

SzenenfotoTV Today 1999-23: Den Vergleich mit Forrest Gump hört Regiedebütant Sebastian Peterson nicht gern, aber er stimmt: Auch dieser Satire (nach Thomas Brussigs Roman) wurden authentische Doku-Bilder in kühnster und handwerklich exzellenter Weise untergerührt. Ein weiterer Pluspunkt: Hauptdarsteller Daniel Borgwardt. Keine Konkurrenz für die leichtfüßige "Sonnenallee", sondern smarte, hintersinnige Ergänzung: bissiger Polit-Slapstick auf höchstem Niveau.

Cinema 1999-11: Filme starten hierzulande immer donnerstags, dieser jedoch ausnahmsweise an einem Dienstag: pünktlich zum 10. Jahrestag des Mauerfalls. Erzählt er doch, herrlich satirisch, die wahren Hintergründe des historischen Ereignisses.

Szenenfotofilm-dienst 1999-22: Glänzende Komödie, nach dem gleichnamigen Bestseller Thomas Brussigs, die es ervorragend versteht, sensibel und unterhaltsam die bizarre Charakteristik der ostdeutschen Alltagswelt zu rekonstruieren - und gleichzeitig zu demontieren.

TV Spielfilm 1999-23: Ein ostdeutscher Forrest Gump sprengt die Mauer - amüsante, faszinierende Historiencollage.


SzenenfotoBemerkungen

Seit mehreren Jahren starten Kinofilme in Deutschland immer Donnerstags. Dieser Film wurde aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums zum Fall der "Mauer" bereits am Dienstag, den 9. November 1999 gestartet.

Der Film wurde vom 3. März 1999 bis zum 24. April 1999 in Leipzig und Berlin gedreht.

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1999 Senator Film © 1994 - 2010 Dirk Jasper