Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Takeshi Kitano, Japans Multi-Talent der Unterhaltungswelt, zeigt sich hier von einer ganz neuen Seite: mal witzig-poetisch, mal zärtlich melancholisch. "Kikujiros Sommer" ist ein mit leichter Hand inszeniertes Road-Movie zum Lachen und Weinen. Obwohl die Geschichte nicht autobiografisch ist, gilt sie doch mit der Figur Kikujiro als eine eigensinnige Hommage an Kitanos Vater.
film-dienst 1999-23: Eine von Melancholie und Poesie, aber auch von unbändiger Lust an kindlichen Späßen getragene Hommage an den Slapstick-Stummfilm, die das Genre durch den surreal-absurden Humor Takeshi Kitanos "modernisiert". Durch das berührende Spiel der beiden Hauptdarsteller zugleich ein unaufdringliches Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit.
Der Spiegel 1999-46: Wer hätte gedacht, dass Takeshi Kitano sein Kino-Image als wortkarges Reubein ganz locker ins Komische wenden könnte? Mit diesem leichtfüßig improvisierten Sommerabenteuer gibt sich der sonst eher ungemütliche Querkopf Kitano (Buch, Regie, Schnitt, Hauptrolle) als weiser Narr zu erkennen.
TV Today 1999-24: Er kann's auch ohne Gangster: Kultfilmer Takeshi Kitano - hier als grober Antiheld, der einen achtjährigen zu dessen Mutter bringen soll. Ein Film wie ein Sushi-Röllchen: raffiniert-sparsamer Mix aus rohen Zutaten, der leicht bekommt und Appetit auf mehr macht.
Cinema 1999-11: Kein Blut, keine Gewalt - hier beweist Actionregisseur Takeshi Kitano, dass er auch poetische Geschichten wie diese Ballade einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählen kann.
Berliner Morgenpost: Ein surrealistisches Meisterwerk von magischer Kraft. (...) Ein märchenhaftes Road-Movie.
Elle: Ein gefühlvolles Roadmovie. (...) Ein schöner Film mit viel japanischer Landschaft und noch mehr japanischer Seele.