Produktionsnotizen zu Verrückt in Alabama

Szenenfoto Souverän und mit einem bewundernswerten Gespür für eine stimmige Atmosphäre und exzellenter Schauspielerführung absolviert Superstar Antonio Banderas (Der 13te Krieger, Knocked Out - Eine schlagkräftige Freundschaft, Die Maske des Zorro, Evita) sein Regiedebüt. Nach 51 Filmen als Schauspieler erfüllte er sich endlich seinen großen Wunsch einmal selbst zu inszenieren und hat sich dafür den bewegenden Roman des Südstaatlers Mark Childress vorgenommen. Natürlich spielt Banderas' Lebensgefährtin Melanie Griffith ("Cecil B. Demented", "Shadow of a Doubt - Schatten des Zweifels", Lolita, Taschengeld, Fegefeuer der Eitelkeiten, "Die Waffen der Frauen", Nach eigenen Regeln u.v.a.) die Hauptrolle in diesem unendlich komischen und dabei anrührenden und tragischen Film.

"Ich wollte endlich einmal meine Sicht auf die Welt zeigen", so Superstar und Frauenschwarm Banderas, der in Francos Spanien aufwuchs und schon immer eine ganz besondere Affinität zu allen Aspekten von Freiheit hatte. Verrückt in Alabama verarbeitet all diese Elemente auf sehr unterschiedlichen Ebenen. Dieser Film gab mir die Möglichkeit, jedes Element zu berücksichtigen. Dabei ist es unerheblich, wo die Geschichte sich abspielt - ob in den Südstaaten, Rußland, Spanien oder Südafrika. Freiheit hat überall die gleiche Bedeutung!"

Schön frühzeitig hatte sich Banderas für die Romanvorlage seines Film interessiert. Verrückt in Alabama war 1993 erschienen und hatte gleich eine sensationelle Aufnahme erfahren. Kritiker und Leser zeigten sich gleichermaßen begeistert. "Ein Triumph" schrieb die New York Times in ihrer Buchbesprechung. "Ein ins Herz treffender Roman" war im "People"-Magazin zu lesen. Der Autor Mark Childress, der auch das Drehbuch schrieb, sagt dazu: "Es ist eine Gratwanderung zwischen Komik und Tiefsinn. Die Leute fragen mich oft, warum ich beides in dem Buch kombiniert habe. Es ist die Tragödie, die während des Bürgerrechtskampfes stattfindet und der Aspekt der Komödie, die der Geschichte einen Kick und Tiefe verleiht!"

Ebenso begeistert wie Banderas zeigte sich auch die Produzentin Meir Teper ("Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa"): "Die Geschichte hat mich Lachen und Weinen gemacht. Ich wollte eine Verfilmung vom ersten Augenblick an unterstützen." Ursprünglich sollte Onkel Dove Bullis (das Alter Ego von Childress Onkel Joe) im Mittelpunkt des Buches stehen. "Es sollte ein Buch werden, in dem er mit der Bürgerrechtsbewegung sympathisiert", erinnert sich Childress. "Aber dann schmuggelte sich mit einmal Lucille in die Geschichte, und die Story lief völlig aus dem Ruder. Ich mußte erst einmal mit dem Schreiben aufhören und darüber nachdenken. Dann siegte meine Neugier: Was würde sich wohl jetzt aus meinem Plan entwickeln? Und ich erkannte, dass eine Gemeinsamkeit die Geschichten verband, weil sich alle Protagonisten nach Freiheit sehnen. Das ist der rote Faden, der sich durch meinen Roman zieht!"

Auch Melanie Griffith hatte bereits 1993 das Buch gelesen und sie wußte sofort, dass sie die Lucille spielen wollte. Sie verfolgte das Projekt bis zum Drehbuchstadium, und es brauchte nur wenig, um Antonio Banderas zu begeistern. Am 22. April 1998 begannen schließlich die Dreharbeiten zur ersten Regiearbeit des gefeierten Superstars.

Neben "Golden-Globe"-Preiträgerin Melanie Griffith spielen der in Alabama geborene Lucas Black (u.a. "Das Baumhaus" von Kevin Costner, Akte X: Der Film sowie Sling Blade und "All The Pretty Horses" von Oscar-Preisträger Billy Bob Thornton) als Peejo, David Morse (Contact, "Extrem Measures", Tödliche Weihnachten, Twelve Monkeys, "24 Stunden in seiner Gewalt") als Onkel Dove.

Außerdem: Die New Yorkerin Cathy Morarty (Forget Paris, "Casper", "Lieblingsfeinde - Eine Seifenoper", "Mambo Kings"), die ihre Karriere 18jährig in Martin Scorseses "Raging Bull - Wie ein wilder Stier" begann, und Rock-Heros Meat Loaf (Fight Club, Rocky Horror Picture Show, The Mighty - Gemeinsam sind wir stark, "Outside Ozona", "Wayne's World"), den es immer wieder mal vor die Kamera treibt und der auch hier wieder eine einprägsame Performance als Sherif Doggett bietet. Hollywood-Veteran Rod Steiger ("In der Hitze der Nacht", "Die Faust im Nacken", "Doktor Schiwago", End of Days) spielt den Richter Mead. Robert Wagner ( Wild Things, Austin Powers I & Austin PowersII, Prinz Eisenherz) ist als Hollywood-Produzent Harry Hall zu erleben.

Dirk Jasper FilmLexikon
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