Darsteller: Philippe Torreton (Daniel Lefebvre), Maria Pitarresi (Valéria), Nadia Kaci (Samia), Francoise Bette (Mme Delacourt), Christine Citty (Mme Baudoin), Emmanuelle Bercot (Mme Tievaux), Véronique Ataly (Mme Lienhard), Nathalie Becue (Cathy), Sylviane Goudal (Gloria), Christina Crevillen (Sophie), Bette Teboulle (Mme Henry), Gerald Cesbron (Monsieur Henry), Daniel Delabesse (Marc)
Regie: Bertrand Tavernier
Stab: • Produzenten: Alain Sarde, Frederic Bourboulon für Les Films Alain Sadre • Drehbuch: Dominique Sampiero, Tiffany Tavernier, Bertrand Tavernier • Vorlage: - • Filmmusik: Louise Sclavis • Kamera: Alain Choquart • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Thierry Francois, Paul Decaux • Schnitt: Sophie Brunet • Kostüme: Marpessa Djian • Make Up: Agnes Tassel • Ton: Michel Desrois, Gérard Lamps • Toneffektschnitt: Elisabeth Paquotte • Stunts: - •
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: "Es beginnt heute" ist eine Geschichte von Engstirnigkeit und Courage, Schmerz und Zärtlichkeit, die vor der Kulisse Nordfrankreichs spielt. Sie entwickelt sich, umgeben vom wechselhaften Licht der verschiedenen Jahreszeiten, geprägt von der Kargheit verlassener Industriegebiete, wolkenverhangener Himmel und hoffnungsvoller Dämmerungen. Arbeiterviertel und verlassene Industriegebiete, gezeichnet von wirtschaftlicher Rezession, stehen im krassen Gegensatz zur ländlichen Gegend mit ihrem weiten Horizont, in der Daniel mit Valeria lebt. Und über allem liegt der Horizont der Kinder, denn für sie, immer und überall, ist jeder Tag immer wieder neu.
Der Spiegel 1999-47: Mit leidenschaftlicher Wut schildert Regisseur Bertrand Tavernier, wie gerade die Schwächsten der Gesellschaft von der Politik im Stich gelassen werden. "Es beginnt heute" ist weniger ein klassischer Spielfilm als eine Bestandsaufnahme und ein Appell: das verzweifelte SOS eines Sisyphos, dem allmählich die Kräfte ausgehen.
TV Today 1999-24: Soziales Elend und die Sturheit von Behörden und Politikern machen einem couragierten Lehrer (fabelhaft: Philippe Torreton) in Nordfrankreich zu schaffen. Engagiert, lebensnah und messerscharf beobachtet von Bertrand Tavernier ("D'Artagnans Tochter").
film-dienst 1999-24: In der maßvoll idealisierten Hauptfigur ein durchaus realistisches Plädoyer für Verantwortung und Engagement des Einzelnen, das vor allem im Umgang mit den filmischen Perspektiven von einem durchdachten Konzept zeugt.
Cinema 1999-12: Wie packend kann ein Film über das beschwerliche Leben eines Provinzlers sein? Sehr sogar. Jedenfalls dann, wenn er so direkt und unpathetisch inszeniert wurde wie hier von Bertrand Tavernier.