Tee mit mußsolini

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen • Interviews mit Cher, Cher 2, Lily Tomlin, Judi Dench, Joan Plowright • Franco Zeffirelli •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Tee mit mußsolini
Titel USA: Tea With mußsolini
Genre: Melodram
Farbe, USA, Italien, 1999, FSK 6

Kino Deutschland: 2000-01-06
Kino USA: 1999-05-14
Laufzeit Kino: 117 Minuten
Kinoverleih D: UIP

Videocover
Videocover Video Deutschland: 2000-07-27
Kaufkassette: 2000-12-11
Laufzeit Video: 112 Minuten
Anbieter: Universal

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Szenenfoto Luca, der illegitime Sohn eines italienischen Schneiders und Geschäftmannes, reigt in den 30er Jahren in Florenz zum Mann heran. Prägend für sein Leben sind vor allem eine Handvoll äußerst resoluter englischer Ladies, die sich vom heraufziehenden Faschismus in keiner Weise einschüchtern lassen. Vielmehr halten sie äußerst lustvoll an ihren ebenso kultivierten wie leicht spleenigen Ritualen fest.

Lady Hester Random, die heimliche Anführerin der illustren Gruppe - in der sich auch das Ex-Ziegfeld-Showgirl Elsa Morgenthal befindet - lässt sich sogar beim Tee vom Il Duce höchstpersönlich versichern, dass ihnen allen von niemandem Gefahr drohe.

Szenenfoto Doch die Zustände verändern sich schon wenig später dramatisch. Die englischen Ladies werden als "feindliche Ausländer" in einen Nachbarort deportiert, und als herauskommt, dass die vermägende Elsa - selbst Jüdin - ihren italienischen Leidensgenossen die Flucht ins sichere Ausland ermöglicht, ist ihr eigenes Leben in höchster Gefahr.

Immer mehr droht alles im Sog der heraufziehenden Katastrophe unterzugehen. Doch mitten in diesen Kriegswirren erlebt Luca seine erste leidenschaftliche Liebesaffäre ...


SzenenfotoDarsteller: Cher (Elsa Morgenthal), Judi Dench (Arabella), Joan Plowright (Mary), Maggie Smith (Lady Hester Random), Lily Tomlin (Georgie), Baird Wallace (Luca), Charlie Lucas (Luca als Kind), Massimo Ghini (Paolo), Paolo Seganti (Vittorio), Paul Checquer (Wilfred / "Lucy"), Tessa Pritchard (Connie), Angela Lansbury (Gastauftritt)

Regie: Franco Zeffirelli

Stab: • Produzenten: Riccardo Tozzi, Giovanella Zannoni, Clive Parsons • Drehbuch: John Mortimer, Franco ZeffirelliVorlage: - • Musik: Alessio Vlad, Stefano Arnaldi • Kamera: David Watkin • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Carlo Centolavigna, Biagio Fersini, Carlo Centolavigna, Gioia F. Mariani • Schnitt: Tariq Anwar • Kostüme: Jenny Beavan, Alberto Spiazzi, Anna Anni • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Ein amüsanter Film über durch und durch britische und extrovertierte US-Lebensart in einer unsicheren Zeit. Allerdings wohl auch Franco Zeffirellis ergreifendster, wenn nicht gar sein persönlichster Film.

TV Movie 2000-01: Zwei Jahre mußste Zeffirelli die Dreharbeiten immer wieder verschieben, um die hochkarätige Besetzung unter einen Hut zu bringen. Ein Glück, dass er gewartet hat: Die grandiose Crew tröstet über so manche Drehbuchschwäche hinweg. Vor allem der Anfang gestaltet sich zäh. Belohnt wird der geduldige Zuschauer jedoch mit aberwitzigen Wortgefechten zwischen den schrillen Hauptdarstellern und hinreißenden Italien-Szenarien aus der Toskana und ihrer Medici-Metropole Florenz. Ein echter Augenschmaus.

SzenenfotoTV Today 2000-01: Der 76-jährige Regisseur Franco Zeffirellis ("Hamlet") pfiff bei der Besetzung seiner charmanten, tragikomischen Kindheitserinnerung auf den Jugendwahn: Neben Cher (53) und Lily Tomlin (60), Judi Dench (65) und Joan Plowright (70). Nettes Tee-und-Gebäck-Kino, das trotz beklemmender historischer Kulisse im Plauderton und mit Altherren-Charme daherkommt.

film-dienst 2000-01: Ein mit wunderbaren Darstellerinnen und schönen Bildern gestalteter Film, der jedoch ohne Gespür für die zeitgeschichtliche Problematik gestaltet wurde und eher einem Entschuldungsprozess als einer ernsthaften Auseinandersetzung gleichkommt.

SzenenfotoCinema 2000-01: Im sonnigen Florenz bietet ein anglo-amerikanisches Schabracken-Geschwader dem Faschismus die Stirn. Franco Zeffirellis nostalgische Kriegsposse funktioniert nach dem "Schmunzeln trotz Runzeln"-Prinzip.

TV Spielfilm 2000-01: Tee pünklich um vier! Nur Briten können so mit Diktatoren umgehen. Charmant - und mit Cher!

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