Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Über den Zeitraum eines Wochenendes begleitet "Wonderland" drei Generationen einer nicht ganz normalen Londoner Familie und versucht, das Leben in einer Großstadt authentisch einzufangen. Dafür drehte Regisseur Michael Winterbottom (Herzen in Aufruhr, Welcome to Sarajevo, I Want You) ausschließlich mit Handkamera, vermied aufwendige zusätzliche Beleuchtung und verzichtete auf eine Nachbearbeitung der Sprachaufnahmen. Die Direktheit dieser Bilder und das authentische Spiel des Ensembles lassen eine Intimität entstehen, der man sich nur schwer entziehen kann.
TV Today 1999-24: Drei Schwestern, ihre Männer, ihre Eltern - und eine Menge Konfliktpotenzial. Mit hervorragenden Darsteller (darunter Gina McKee) und Handkamera beschreibt Michael Winterbottom (I Want You) liebevoll zwischenmenschliche Lust- und Frusterlebnisse.
Der Spiegel 1999-47: Was er anpackt, ist jedes Mal frisch und lebhaft: Das macht Michael Winterbottom zum Power-Mann unter den jüngeren britischen Regisseuren. Diesmal verfolgt er mit 16-mm-Handkamera und ungefiltertem O-Ton ein Wochenende lang die Mitglieder einer Londoner Kleinbürgerfamilie.
film-dienst 1999-24: Ein Großstadtporträt, das mit lakonischem Humor und beschwingtem Rhythmus ein pulsierendes Zeitbild entwirft, dabei aber auch existenzielle Untertöne der Figuren zum Klingen bringt und unterhaltsam den Zustand urbaner Familienverhältnisse beschreibt.
Cinema 1999-12: Drei Schwestern, ihr deprimierender Londoner Alltag und die Sehnsucht nach Liebe. Als wär's ein Stück von Tschechow, inszenierte Michael Winterbottom so bedrückend, dass man kaum hingucken mag.