Pola X

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Pola X
Titel Frankreich: Pola X
Genre: Melodram
Farbe, Frankreich, Deutschland, 1999, FSK 18

Kino Deutschland: 1999-12-09
Laufzeit Kino: 134 Minuten
Kinoverleih D: Pandora Film

Videocover
Videocover Kaufkassette: 2000-06-13
Laufzeit Video: 128 Minuten
Anbieter: Arthaus


Szenenfoto Das Leben meint es gut mit dem Schriftsteller Pierre: Er ist jung, reich und lebt mit seiner Mutter Marie sorglos in einem Schloss in der Normandie. Nach seinem ersten Bestseller-Erfolg plant er nun, seine Verlobte Lucie zu heiraten.

Doch dann lernt er die mysteriöse Isabelle kennen, die behauptet, seine Schwester zu sein. Er verfällt der geheimnisvollen Fremden leidenschaftlich und bricht mit seinem bisherigen Leben. Er flieht mit Isabelle in die ärmliche Vorstadt von Paris und beschließt ein Buch über die Wahrheit zu schreiben.

Lucie kann Pierre nicht loslassen und folgt ihm nach Paris. Eine dramatische Dreiecks-Geschichte jenseits gesellschaftlicher Tabus und Konventionen entwickelt sich. Die Liebe und die Wahrheit sind zu groß für Pierre, dessen Leben unaufhaltsam dem Abgrund entgegen treibt.


SzenenfotoDarsteller: Guillaume Depardieu (Pierre), Katerina Golubeva (Isabelle), Catherine Deneuve (Marie), Delphine Chuillot (Lucie), Petruta Catana (Razerka), Mihaella Silaghi (Die Kleine), Laurent Lucas (Thibault), Samuel Dupuy (Fred), Patachou (Marguerite), Sharunas Bartas (Der Chef), Yeco (Augosto)

Regie: Leos Carax

Stab: • Produzenten: Bruno Pesery für Pandora Film Köln / Arena Film Paris • Drehbuch: Leos Carax, Lauren Sedofsky, Jean-Pol Fargeau • Vorlage: Roman "Pierre" von Herman Melville • Filmmusik: Scott Walker • Kamera: Eric Gautier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Laurent Allaire • Schnitt: Nelly Wuettier • Kostüme: Esther Walz • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

TV Movie 1999-25: Die Messlatte lag hoch: Seit dem Kult-Drama Die Liebenden von Pont Neuf (1991) hat Leos Carax keinen Kinofilm mehr gedreht. Groß war die Spannung. Groß ist jetzt die Enttäuschung. Denn was da über die Leinwand flimmert, verlangt vom Zuschauer viel Geduld und Durchhaltevermögen. Endlose Nachtfahrten auf einem knatternden Roller und eine fast pornographische Sexszene machen noch lange keinen Kultfilm.

film-dienst 1999-24: In seinem vierten Film erreicht Leos Carax nur selten die archaische Kraft seiner früheren Arbeiten. Dies liegt weniger an der Heterogenität seines Materials als am Unvermögen, Distanz zu beziehen. Da der Gestus des Wollens größer als seine Substanz erscheint, mußste der Film zwangsläufig scheitern.

SzenenfotoTV Today 1999-25: Im Pendant zu seiner Pennertragödie Die Liebenden von Pont Neuf erzählt Léos Carax von einem reichen Schnösel (Guillaume Depardieu), der durch die Liebe zu seiner mysteriösen Halbschwester vor die Hunde geht. Eine bierernste, umständliche und prätentiöse Sinnsuche.

Cinema 1999-12: So kryptisch wie der Filmtitel bleibt auch die Story eines reichen Schnösels, der zum Penner mutiert. Diesen Niedergang wälzte Regisseur Leos Carax auf epische Länge aus, obwohl er nichts zu sagen hat.

Süddeutsche Zeitung: Der Film ist ein Wunder (...) und als solches auch genauso verstörend. (...) (Dadurch entstehen) Bilder und Rhythmen, die im heutigen Kino ihresgleichen suchen.

SzenenfotoBlickpunkt Film: Leos Carax (Die Liebenden von Pont Neuf) meldet sich zurück mit einer radikalen Liebesgeschichte.

Kölner Stadt-Anzeiger: Leos Carax ist einer der großen Bilderschöpfer des europäischen Kinos.

Dirk Jasper FilmLexikon
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