Die neun Pforten

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen • Ausführlicher InhaltDie neun Pforten • Interview mit Roman Polanski •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Die neun Pforten
Titel USA: The Ninth Gate
Genre: Thriller
Farbe, Frankreich, Spanien, 1999

Kino Deutschland: 1999-12-16
Kino USA:
Laufzeit Kino: 132 Minuten
Kinoverleih D: 20th Century Fox

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 2000-06-15
Kaufkassette: 2000-10-05
Laufzeit Video: 116 Minuten
Anbieter: 20th Century Fox

DVD Deutschland: 2000-06-15
Laufzeit DVD: 127 Minuten
Anbieter: 20th Century Fox



Szenenfoto Dean Corso übt einen Beruf aus, der Fingerspitzengefühl, eine solide Allgemeinbildung, Nerven wie Drahtseile - und Skrupellosigkeit verlangt: Corso arbeitet als Bücherjäger, der nach bibliophilen Kostbarkeiten sucht, die sich Antiquare oder reiche Sammler viel Geld kosten lassen.

Sein ausgezeichneter Ruf bringt ihm regelmäßig lukrative Aufträge ein - auch von Boris Balkan, einem bekannten Buch-Liebhaber, der sich auf den Bereich der Dämonologie spezialisiert hat. Corso soll für ihn die beiden letzten Exemplare des legendären satanischen Handbuchs "Die neun Pforten ins Reich der Schatten" ausfindig machen und sie dann mit jenem - angeblich einzigartigen - Exemplar vergleichen, das sich in Balkans Besitz befindet.

Szenenfoto Um herauszufinden, welches der drei Bücher eine Fälschung ist, stellt Balkan Corso unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung. Dabei ist es ihm gleichgültig, wie Corso vorgeht, um die Authentizität der alten Bücher zu überprüfen - Hauptsache, seine Nachforschungen führen zum Erfolg. Corso nimmt die Herausforderung an und reist von New York nach Toledo, von Paris nach Cintra. Dabei dringt er immer tiefer in ein Labyrinth ein, das gespickt ist mit Fallen und Versuchungen, mit mysteriösen Begegnungen, Gewalt und Tod.

Verfolgt von einer mörderischen Furie, beschützt von einem engelsgleichen Wesen und geleitet von einer ihm unerklärlichen Kraft, gelingt es Corso, nicht nur die Rätsel des Buches nach und nach zu lösen. Bald erkennt er auch den wahren Grund für seine gefährliche Mission ...


SzenenfotoDarsteller: Johnny Depp (Dean Corso), Lena Olin (Liana Telfer), Frank Langella (Boris Balkan), James Russo (Bernie), Emmanuelle Seigner (Das Mädchen), Barbara Jefford (Baronin Kessler), Jack Taylor (Victor Vargas), Jose Lopes Rodero (Pablo Ceniza / Pedro Ceniza), Toni Amoni (Lindas Bodyguard), Willy Holt (Andrew Telfer)

Regie: Roman Polanski

Stab: • Produzenten: Artisan Entertainment • Drehbuch: Roman Polanski, Arturo Perez-Reverte • Vorlage: Roman Der Club Dumas von Arturo Perez-Reverte • Filmmusik: Wojciech Kilar • Kamera: Darius Khondji • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Dean Tavoularis • Schnitt: Hervé de Luze • Kostüme: Anthony Powell • Make Up: Paul le Marinel, Liliane Rametta • Ton: - • Toneffektschnitt: • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

TV Movie 1999-26: Das bevorstehende Millenium beschert uns eine Reihe von okkulten Thrillern wie End Of Days, Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt und Stigmata. Satan ist wieder hip! Auf die übliche Effektorgie verzichtet Polanski allerdings. Sein elegant fotografierter Thriller deutet das Unheimliche nur an - was im Laufe der Handlung aber mehr Verwirrung stiftet als Spannung erzeugt. Fazit: An die verstörende Intensität von Polanskis Frühwerken reicht "Neun Pforten" nicht heran.

Der Spiegel 1999-50: Zu Satan und seiner Brut pflegt wohl kein anderer Regisseur so intime Beziehungen wie Roman Polanski ("Rosemaries Baby"). Sein neuer Gruselfilm jedoch wirkt, als habe ihm Beelzebub höchstselbst ins Handwerk gepfuscht. Da antipuritanische Lederschwarten auf der Leinwand ungefähr so bedrohlich wirken wie altbackenes Schwarzbrot, putscht Polanski die einfältige Bücherdetektiv-Story mit den ältesten Tricks seines Gewerbes auf und veranstaltet gegen Ende einen so erbärmlichen Budenzauber, dass es den Zuschauer nicht nur vor dem Teufel graust.

SzenenfotoTV Today 1999-26: Bücherwurm Dean Corso (Johnny Depp) spürt im Auftrag eines Satanisten okkulten Schriften nach. Roman Polanskis Grusel-Mär hat Atmosphäre und ist spannend - aber die unerträgliche Emmanuelle Seigner trübt das Vergnügen.

Cinema 1999-12: Roman Polanski inszeniert die mörderische Suche nach einem satanischen Buch so subtil und spannend, dass sie Erinnerungen an seine Meisterwerke "Rosemaries Baby" und "Chinatown" weckt.


SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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