Ghost Dog - Der Weg des Samurai

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Ghost Dog - Der Weg des Samurai
Titel USA: Ghost Dog - The Way Of The Samurai
Genre: Road-Movie
Farbe, USA, 1999, FSK 16

Kino Deutschland: 2000-01-13
Laufzeit Kino: 116 Minuten
Kinoverleih D: Arthaus

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 2000-07-11
Kaufkassette: 2000-10-10
Laufzeit Video: 110 Minuten
Anbieter: Kinowelt

DVD Deutschland: 2000-07-11
Laufzeit DVD: 110 Minuten
Anbieter: Kinowelt



Szenenfoto Ghost Dog lebt über der Welt, neben einem Schwarm von Tauben, in einer selbst gebauten Hütte auf dem Dach eines verlassenen Gebäudes. Geleitet von den Jahrhunderte alte Schriften eines Samurai-Kriegers ist Ghost Dog ein Profikiller, dem es gelingt, in der Nacht zu verschwinden und sich unbemerkt durch die Stadt zu bewegen.

Als Ghost Dogs Ehrenkodex durch einen zerütteten Mafia-Clan, für den er von Zeit zu Zeit arbeitet, verletzt wird, reagiert er wie ein Samurai. In Ghost Dogs Worten: "Wir sind wie zwei uralte Stämme, beide fast ausgelöscht ... Und um uns herum scheint sich alles zu verändern."


SzenenfotoDarsteller: Forest Whitaker (Ghost Dog), John Tormey (Louie), Cliff Gorman (Sonny Valerio), Henry Silva (Vargo), Isaach de Bankolé (Raymond), Victor Argo (Vinny), Tricia Vessey (Louise Vargo), Gene Ruffini (Alter Consigliere), Richard Portnow (Schöner Frank), Camille Winbush (Pearline)

Regie: Jim Jarmusch

Stab: • Produzenten: Richard Guay, Jim Jarmusch für Plywood Produktion • Drehbuch: Jim Jarmusch • Vorlage: - • Filmmusik: The Rza • Kamera: Robby Müller • Spezialeffekte: Drew Jiritano (Koordination) • Ausstattung: Ted Berner, Mario Ventenilla • Schnitt: Jay Rabinowitz • Kostüme: John Dunn • Make Up: Judy Chin • Ton: Chic Ciccolini III • Toneffektschnitt: Drew Kunin • Stunts: Jeff Ward (Koordination) •


SzenenfotoFilmkritiken

Christiane Peitz (Die Zeit, 1999-05-27): Jim Jarmusch lieferte im schönsten Wettbewerbsfilm einen Vorgeschmack der transatlantischen Koalition. In "Ghost Dog" bewegt sich Forest Whitaker als melancholischer Killer durch einen grotesken Mafiakrieg. Wie im Comic pflastern Leichen seinen Weg, Brieftauben, Samurai-Weisheiten und HipHop-Klänge begleiten ihn dabei. Jarmusch bevorzugt die verrätselte Zeichensprache, das Ritual und das Wunderliche. Aber seine poetische Meditation kommt ganz unorthodox mit einem Augenzwinkern daher.

TV Movie 2000-02: Jim Jarmusch erzählt kleine Geschichten abseits des American way of life, von Träumern und Freaks. In "Ghost Dog" beweist er wieder besonderes Talent, verschiedenste Einflüsse und Extreme in einem ruhigen Erzählfluss zu bündeln: Knallharten Realismus, Witz und Wehmut, Trivialität und fernöstliche Philosophie. Das Ergebnis: ein intelligenter Gangsterfilm mit großartigem Rap-Soundtrack.

TV Today 2000-01: Ein Mörder, ein Eisverkäufer, einige Mafiosi - das sind die Figuren in Jim Jarmuschs Thriller über einen Killer (Forest Whitaker), der selbst auf die Abschussliste gerät. Absurder Witz verleiht dem banalen Stoff zeitweilig Charme, doch ein Meisterwerk ist der Film bei weitem nicht.

Szenenfotofilm-dienst 2000-01: Stellenweise atmosphärischer und nachdenklicher Genre-Film mit einem charismatischen Hauptdarsteller. Allzu oft gleitet die Geschichte ins Groteske ab und verspielt ihre guten gesellschaftskritischen Ansätze.

Cinema 2000-01: Die kurzfristig auf den 2000-01-06 vorgezogene Story (ein Killer wird gejagt) ist so dünn, wie Titeldarsteller Forest Whitaker dick ist. Was Jim Jarmusch aber daraus macht, ist Blues in Bildern.

kultur Spiegel 2000-01: Wie immer wirken Jarmuschs Charaktere wie aus der Welt gefallen. Trotzdem: Keiner seiner bisherigen Filme hat so viel Kraft.

SzenenfotoTV Spielfilm 2000-02: Gangsterfilm, Jarmusch-Style: lakonische Außenseiter-Ballade mit wunderbaren Typen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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