Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Dirk Jasper FilmLexikon: Hexe? Anführerin? Wahnsinnige? Kriegerin? Heilige? Luc Besson erzählt in "Johanna von Orleans" in beeindruckenden Bildern die bewegende Geschichte einer Frau, die ihren eigenen Weg ging und den Lauf der Geschichte veränderte.
TV Today 2000-02: Mit kraftvollen Bildern beschwört Regisseur Luc Besson eine Ära voller Schmutz, Gewalt und Wunderglauben herauf. Neben Alt-Profis wie John Malkovich und Faye Dunaway überzeugt Milla Jovovich in ihrer bislang größten Rolle. Und das nicht nur als wilde Actionhelden, sondern gerade in der Szenen, in denen sie - gepeinigt von Dustin Hoffman als Verkörperung ihres Gewissens - zu zweifeln beginnt, wer oder was sie zu ihren Taten bewogen hat. Ein packendes Frauenporträt, das die Legende kritisch hinterfragt.
TV Movie 2000-02: Die mehrmals verfilmte Geschichte von der heiligen Jungfrau, die zum Krieg statt zum Kinde kam, wurde nie grandioser illustriert: Ob mystische Erscheinung oder blutiges Gemetzel - Bilder-Magier Luc Besson bietet stets Spektakuläres für das Auge. Die Story war indes nie seine Stärke, da macht "Johanna" keine Ausnahme.
film-dienst 2000-01: Ein rasant geschnittener Film in oft atemraubend schönen Bildern mit einer kraftvollen Hauptdarstellerin als moderner Identifikationsfigur. Der Konflikt zwischen Glauben und Gewissen wird mehr optisch als wortreich aufbereitet.
kultur Spiegel 2000-01: Luc Bessons Film braucht über zwei Stunden, bis der Scheiterhaufen endlich brennt - ausreichend Zeit, die Frisuren von Milla Jovovich im Wandel des Hundertjährigen Krieges zu studieren.
cinema 2000-01: Die Vita der kriegerischen Jungfrau, aufbereitet von Luc Besson, als Wechselbad zwischen Ikonenverehrung und Psycho-Deutung.
TV Spielfilm 2000-02: Bildgewaltiges Schlachtenepos mit toller Besetzung. Leider etwas ausufernd erzählt.