Lebenskünstler Tom Ripley weiß genau, was er will: Ein luxuriöses Leben führen, ohne dafür arbeiten zu müssen. Prompt bekommt er die Gelegenheit dazu, denn der reiche Schiffskonstrukteur Mr. Greenleaf bittet Tom Ripley, nach Italien zu reisen, um seinen Sohn Dickie zur Heimkehr in die USA zu bewegen.
Tom trifft seinen alten Schulfreund in einem idyllischen Dorf südlich von Neapel. Er beneidet Dickie so sehr um sein Geld, seine reizende Verlobte Marge und sein sorgloses Leben, dass er ihn kurzerhand umbringt. Geschickt nimmt er dessen Identität an, die Täuschung ist perfekt.
Tom Ripley genießt das Leben am Abgrund. Und als er sogar die ahnungslose Marge für sich gewinnen kann, glaubt er das Spiel gewonnen zu haben ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Basierend auf Patricia Highsmiths gleichnamigen Bestseller inszenierte Oscar-Preisträger Anthony Minghella ("Der englische Patient") einen fesselnden Thriller mit großartiger Starbesetzung.
TV Movie 2000-04: Hut ab vor Regisseur und Oscar-Preisträger Anthony Mighella ("Der englische Patient", 1996) Seine Neuverfilmung hebt sich wohltuend von der Flut meist mittelmäßiger Hollywood-Remakes ab. Ja, sie kommt der düsteren Highsmith-Vorlage sogar näher als das Original "Nur die Sonne war Zeuge" (1960). Kompliment auch an Matt Damon. Als milchgesichtiger Mörder beweist der Jungstar eine Wandlungsfähigekeit, die ihm keiner zugetraut hätte.
Kultur Spiegel 2000-02: Regisseur Anthony Minghella ("Der englische Patient") hat Patricia Highsmiths amoralischem Killer Tom Ripley ein Facelifting verpasst - es menschelt homoerotisch, Matt Damon nervt mit krampfigem Getue. Was eine coole Symbiose aus Existenzialismus und Ekstase hätte werden können, entpuppt sich als psychologisch parfümierte Schwulenromanze - eingebettet in eine mediterrane Postkartenidylle der Fünfziger.
film-dienst 2000-04: Nach einem Roman von Patricia Highsmith sehr frei verfilmte Story, deren anfänglich lockere und fantasievolle Erzählweise zunehmend einer schwergewichtigen Psychologisierung weicht, der die zugrunde liegende Kriminalhandlung kaum standhält.
Cinema 2000-02: So heimtückisch, dass es schon wieder Spaß macht: Matt Damon in einer Patricia-Highsmith-Verfilmung, die der Unmoral der Vorlage erstaunlich gerecht wird.
TV Today 2000-04: Schön perfide, wie es der Regisseur schafft, dass man sich mit dem amoralischen, immer weiter in die Enge getriebenen Mörder identifiziert.