Felicia, mein Engel

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Felicia, mein Engel
Titel England: Felicia's Journey
Genre: Thriller
Farbe, Kanada, England, 1999, FSK 12

Kino Deutschland: 2000-02-03
Laufzeit Kino: 116 Minuten
Kinoverleih D: Arthaus

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 2000-08-29
Kaufkassette: 2000-11-07
Laufzeit Video: 116 Minuten
Anbieter: Kinowelt

DVD Deutschland: 2000-08-29
Laufzeit DVD: 116 Minuten
Anbieter: Kinowelt



Szenenfoto Auf der Suche nach dem britischen Soldaten, von dem sie schwanger ist, gerät das irische Mädchen Felicia in England an den scheinbar gütigen Kantinenwirt Hilditch.

Zu spät erkennt Felicia, dass ihr Helfer, dessen Fürsorge in Obsession mündet, eine Furcht erregende dunkle Seite besitzt, die sie immer tiefer in eine tödliche Welt ohne Ausgang zieht.


SzenenfotoDarsteller: Bob Hoskins (Hildtich), Elaine Cassidy (Felicia), Peter McDonald (Johnny Lysaght), Arsinée Khanjian (Gala), Sheila Reid (Iris), Gerard McScorley (Felicias Vater), Nizwar Karanj (Sidney), Maire Stafford (Felicias Urgroßmutter), Brid Brennan (Mrs. Lysaght), Claire Benedict (Miss Calligary)

Regie: Atom Egoyan

Stab: • Produzenten: Bruce Davey für Icon Entertainment • Drehbuch: Atom Egoyan • Vorlage: Roman "Felicia, mein Engel" von William Trevor • Filmmusik: Mychael Danna • Kamera: Paul Sarossy • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Jim Clay • Schnitt: Susan Shipton • Kostüme: Sandy Powell • Make Up: Morag Ross • Ton: - • Toneffektschnitt: Brian Simmons • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: In "Felicia, mein Engel" webt Regisseur Atom Egoyan ein komplexes Netz aus Suspense und Terror: Ein beängstigend düsteres Psychogramm, dessen assoziative Bilderfolgen mit klassischen Thriller-Motiven verschmelzen. Wie in Das süße Jenseits nimmt Egoyan den Zuschauer mit auf seine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele, in denen Banalität an Wahnsinn grenzt. Am Ende bleibt nur eine Frage: Wird Felicia überleben, um ihre Geschichte zu erzählen?

TV Today 2000-03: Schon bei Das süße Jenseits zog Atom Egoyan (Buch & Regie) seine Zuschauer tief in eine Tragödie hinein. Auch hier mutet er ihnen viel zu: Bob Hoskins erregt als einsamer Psychopath durchaus Mitleid. Und Elaine Cassidy gibt eine dermaßen traurige, arglose Felicia, dass man sie wahlweise in den Arm nehmen oder wachrütteln möchte. Hauptrolle Nummer drei: die triste Industrielandschaft Mittelenglands. Exzellente Mimen, viel Substanz - aber dieser lyrische Psychothriller drückt schwer aufs Gemüt.

SzenenfotoKultur Spiegel 2000-02: Rotkäppchen und der Wolf als Kammerspiel: Bei Atom Egoyan ist der Wolf in die Gestalt eines Kantinenwirts geschlüpft - Bob Hoskins spielt ihn als Pedanten, gejagt von den Geistern seiner Kindheit. Als ihn die keusche Felicia begegnet, beginnt ein Drama von Schuld und Erlösung. Fast ein Liebesfilm.

TV Movie 2000-03: Der neue Film des Kanadiers Atom Egoyan (Das süße Jenseits) ist kein konventioneller Krimi. Vielmehr handelt es sich um eine komplexe Charakterstudie zweier Menschen, die auf unterschiedliche Weise die Schatten der Vergangenheit bekämpfen. Für Spannung sorgt dabei vor allem Bob Hoskins' atemberaubende darstellerische Gratwanderung zwischen Gut und Böse.

film-dienst 2000-03: Subtiler Psychothriller, dessen verschachtelte Erzählstruktur die Abgründe der exzellent gespielten Charaktere deutlich macht. Suspense und Schrecken liegen in der geheimen Seelenverwandtschaft der unterschiedlichen Protagonisten, die nicht als Täter, sondern konsequent als Opfer familiärer Umstände betrachtet werden.

SzenenfotoCinema 2000-02: Bob Hoskins mimt einen Mörder mit Mutterkomplex. Atom Egoyan inszenierte seinen sanften Thriller einen Hauch zu bedächtig als "Psycho" in Ruhestellung.

TV Spielfilm 2000-03: Spannendes Psychogramm eines Serienkillers - ganz ohne Blut, ohne Gewalt und ohne Klischees.

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