Filmkritiken
Der Spiegel 2000-09: Bei der Verfilmmung des Bestsellers von Frank McCourt hatten die Regenmacher den härtesten Job: Nieselregen, Dauerregen, Platzregen - eigentlich müssten am Kinoeingang Gummistiefel ausgeteilt werden. Der britische Regisseur Alan Parker hat McCourts Beschreibung seiner bitterarmen Kindheit im Irland der dreißiger und vierziger Jahre ernst, redlich und originalgetreu verfilmt.
TV Movie 2000-05: Über zwei Stunden Elend - kann man das ertragen? Man kann! So wie das Buch trifft auch der Film mitten ins Herz. Störend ist allenfalls, dass Limericks Slums auf der Leinwand stets ein wenig zu malerisch wirken. Autor Frank McCourt macht das nichts: "Ich liebe diesen Film. Er hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen." Und er muss es ja schließlich am besten wissen.
Kultur Spiegel 2000-03: Ein schönerer Titel wäre "Asche zu Asche" gewesen: Der Film enthält alle Nuancen von Grau, die dieser farblose Farbe zu bieten hat. (...) Leider reichen die Bilder, die Regisseur Alan Parker findet, nicht an jene heran, die der Roman von Frank McCourt im Kopf des Lesers in Gang setzt. Nur die Darsteller bringen ein bisschen Farbe ins Spiel.
film-dienst 2000-05: Ein in düsteren Farben gehaltener Film von der regennassen Kulisse der Stadt Limerick der um Authentizität ringt, das Sujet der Armut jedoch bestenfalls als Still-Leben ausstellt und sich dadurch um ein Großteil seiner Wirkung bringt.
Cinema 2000-03: Humor ist, wenn man trotzdem lacht - aber nicht hier. Stattdessen beeindruckt Alan Parkers Film über eine traurige Kindheit mit melancholischer Wucht.
TV Today 2000-05: Die anrührende Chronik einer kaputten Kindheit, mit großer Liebe und Sorgfalt erzählt. Gefühlskino par excellence.
TV Spielfilm 2000-05: Elegante und stilsichere Literaturverfilmung, zugleich nah genug dran und weit genug weg.