Zug des Lebens

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher Inhalt • Interview mit Radu Mihaileanu • Filmplakat im Großformat: Deutschland • Gewinnspiel •

Titel Deutschland: Zug des Lebens
Titel Frankreich: Train de Vie
Titel USA: Train Of Life
Genre: Tragikomödie
Farbe, Frankreich, Rumänien, 1998

Kino Frankreich: -
Kino Deutschland: 23. März 2000
Laufzeit Kino: 103 Minuten, FSK 6

DVD Deutschland: 31. März 2004
Video Deutschland: 31. März 2004
Laufzeit DVD/Video: 99 Minuten

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Inhalt Ein kleines jüdisches Schtetl, irgendwo im Osten Europas, 1941. Schlomo, der Dorfnarr, überbringt schlimme Nachrichten: Die deutschen Truppen rücken vor, jüdische Dörfer werden eliminiert, ihre Bewohner getötet oder verschleppt. Nach am selben Abend ruft der Rabbi den Rat der Weisen ein, und ausgerechnet Schlomo hat die rettende Idee!

Um der drohenden Deportation durch die Nazi-Truppen zuvorzukommen, beschließen die Dorfbewohner, sich selbst zu deportieren und so vor den Deutschen über Russland bis nach Palästina zu fliehen. Stück für Stück wird ein maroder Güterzug zusammengekauft, Vorräte werden angelegt, einigen der Dorfbewohner wird eine Nazi-Uniform geschneidert und akzentfreies Deutsch beigebracht.

Eines Nachts beginnt der "Zug des Lebens" mit allen Dorfbewohnern seine Irrfahrt in das gelobte Land - Eretz Israel. Unter der allgegenwärtigen Angst, von den echten Deutschen entdeckt zu werden, beginnen die Fliehenden sich zunehmend in ihren Rollenspielen zu verlieren: Die falschen Uniformträger nehmen sich plötzlich sehr wichtig, in der neu gegründeten kommunistischen Gruppe an Bord regt sich heftiger Widerstand gegen diese "bourgeoisen Faschisten".

So rollt der Zug weiter, verfolgt nicht nur von den Deutschen, sondern auch von Partisanen, die ihn sprengen wollen. Mit Mut und Witz meistern die Zug-Insassen die heikelsten Situationen, bis sie sich schließlich der Frontlinie nähern. Besteht eine Aussicht, diese letzte Grenze zu passieren? Sitzen sie wirklich im "Zug des Lebens"?


Darsteller & Stab Darsteller: Lionel Abelanski (Schlomo), Rufus (Mordechai), Clément Harari (Rabbi), Michel Muller (Yossi), Bruno Abraham-Kremer (Yankele), Agathe de la Fontaine (Esther), Johan Leysen (Schmecht), Marie-José Nat (Sura), Gad Elmaleh (Manzatou), Serge Kribus (Schtroul), Rodica Sanda Tutuianu (Golda)

Stab:Regie: Radu Mihaileanu • Produzenten: Frédérique Dumas, Marc Baschet, Cédomir Kolar, Ludi Boeken, Eric Dussart für Tiberius Film • Drehbuch: Radu Mihaileanu • Vorlage: - • Filmmusik: Goran Bregovic • Kamera: Yorgos Arvanitis, Laurent Dailland • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Christi Niculescu • Schnitt: Monique Rysselinck • Kostüme: Viorica Petrovici • Make Up: Irène Ottavis • Ton: Pierre Excoffier • Ton(effekt)schnitt: Eric de Vos • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 2000-06: Eine bittere Komödie vor dem Hintergrund der Shoa, die das Tragische im Komischen spürbar werden lässt und dem typisch jiddischen Humor ein Denkmal setzt. Zwar hätten manche Charaktere der Vertiefung bedurft, insgesamt aber ist der Film eine überdenkenswerte Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, der trotz aller erzählerischen Leichtigkeit das Leben als Albtraum schildert.

Cinema 2000-03: Klar, diese Holocaust-Komödie startet lange nach Das Leben ist schön und Jakob der Lügner bei uns in den Kinos. Aber das Lachen gegen den Horror wirkte selten so befreiend wie hier.

Neues Deutschland: Zug des Lebens schöpft aus souveräner Geistesgegenwart, überlegenem Dialog-Witz. Eine Parabel auf den Wahnsinn der Geschichte einerseits und über Tod und Barbarei triumphierenden Witz andererseits.

Sächsische Zeitung: Regisseur Radu Mihaileanu gelingt schon wie Roberto Benigni das Unfassbare - eine Komödie über den Holocaust, die voller kultureller Vielfalt und Lebensmut steckt.

Abendzeitung München: Ein Plädoyer für jüdische Kultur und mehr Humanität. Der Zug des Lebens bricht für einen Moment die Hoffnungslosigkeit, feiert das Leben.

TV Today 2000-07: So witzig wie bewegend. Eine märchenhafte (und mehrfach preisgekrönte) Groteske über den Humor als Waffe gegen das Grauen.

Filmplakat
DVD-Cover
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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