plus minus null

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Interview mit Eoin Moore • Filmplakat im Großformat

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: plus minus null
Genre: Lovestory
Farbe, Deutschland, 1998

Kino Deutschland: 2000-03-30
Laufzeit Kino: 82 Minuten
Kinoverleih D: Piffl Medien



Szenenfoto Mehr zu tun als unbedingt nötig, kommt für den Berliner Bauarbeiter Alex nicht in Frage. Obwohl es gerade gar nicht gut läuft. Frau und Kind haben ihn verlassen, das Geld reicht hinten und vorne nicht, und der Baucontainer ist nicht gerade eine Luxusherberge. Eines Nachts lernt Alex die bosnische Prostituierte Svetlana kennen, ein Energiebündel voller Pläne und Hoffnungen. In Kürze läuft ihre Aufenthaltsduldung aus. Könnte die Heirat mit Alex die drohende Abschiebung verhindern?

Mit Verpflichtungen allerdings hat Alex seine Schwierigkeiten. Gerade hat man ihm beim Werkzeugdiebstahl auf der Baustelle erwischt, seinen Job ist er los, und binnen einer Woche muß er tausend Mark für den Schaden auftreiben. Trost findet er in dieser Situation eher bei Svetlanas bodenständiger Kollegin Ruth, die vom kleinen Glück träumt, aber es meist beim Träumen beläßt. Derweil wird für Svetlana die Zeit immer knapper ...


SzenenfotoDarsteller: Andreas Schmidt (Alex), Tamara Simunovic (Svetlana), Kathleen Gallego Zapata (Ruth), Matthias Schmidt (Matze), Steffen Münster (Ingo), Regine Seidler (Frau von Alex), André Zimmermann (Werkzeugverkäufer), Charlie Lézin (Rudi), Eoin Moore (Irischer Bauarbeiter), Drago Garic (Musiker), Philippe Bober (Freier), Stefan Lochau (Jörg), Zoe Moore (Zoe), Claudia Bunzel (Dillgurke-Chefin), Annegret Priebe (Ladenverkäuferin)

Regie: Eoin Moore

Stab: • Produzenten: Christian Hohoff für DFFB • Drehbuch: Eoin Moore • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Bernd Löhr, Eoin Moore • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Gudrun Schröter • Schnitt: Dirk Grau, Eoin Moore • Kostüme: Viola Völk, Katrin Siegrist • Make Up: Ljiljana Müller • Ton: Andreas Köppen • Toneffektschnitt: Martin Steyer • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Getragen von herausragenden Darstellern und einer faszinierenden Kameraarbeit erzählt plus minus null mit rauher Zärtlichkeit von Menschen auf der Verliererseite der neuen Hauptstadt. Eine lakonische, komische, tragische, erfrischend unsentimentale Liebesgeschichte.

Berliner Zeitung: Alex ist der dürrste, zäheste und berlinerischste Held, den sich der deutsche Film seit langem erlaubt. Plus minus null wirft sich niemandem an die Brust. Er ist die definitive, brüske Verbesserung von Das Leben ist eine Baustelle.

Szenenfotofilm-dienst 2000-07: Der Film besticht durch seine einfache Geschichte, die ihre Personen in ihrem natürlichen Kontext belässt, und überzeugt vor allem durch seine Menschlichkeit, durch die ein alltägliches Umfeld in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Auch gestalterisch und darstellerisch überzeugend.

Tip: Das Leben ist eine Dillgurke ... Wenn Svetlana dem nervösen Alex endlich das zerkaute Streichholz aus dem Mundwinkel nimmt, dann ist das keine Drehbuchszene, sondern die pure Ungeduld vor dem ersten Kuß. Plus minus null ist Kino der wahren Blicke und Gesten.

Der Tagesspiegel: Eine zarte, bittere Liebesgeschichte, ein Film, der so hart ist wie das Pflaster an der Kurfürstenstraße und so warm wie die untergehende Sommersonne über den Dächern Berlins.

Cinema 2000-04: Einer dieser Filme, die spüren lassen, dass die Macher nicht an unser Geld wollen, sondern ein Anliegen haben: aus dem Leben eines Bauarbeiters zu erzählen, echt, nah und intensiv.


SzenenfotoBemerkungen

Eoin Moores mehrfach preisgekröntes Spielfilmdebüt wurde mit einem minimalen Budget von 60.000 DM in nur 11 Tagen gedreht.

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