In den 20er und 30er Jahren gilt er nach Django Reinhardt als der "zweitbeste Gitarrist der Welt": Der Jazzmusiker Emmet Ray, der sich mit Engagements in Nachtclubs über Wasser hält und seine Gagen ab und zu als Teilzeit-Zuhälter aufbessert.
Neben der Musik interessieren ihn vor allem schnelle Autos, modische Kleidung und schöne Frauen. Als er die stumme Wäscherin Hattie kennen lernt, scheint sein unstetes Leben für eine Weile zur Ruhe zu kommen.
Doch Emmet ist viel zu sehr Egozentriker und selbstverliebter Künstler, als dass er sich ändern könnte ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Nach "Zelig" und "Broadway Danny Rose" beschäftigt sich Regiemeister Woody Allen in "Sweet And Lowdown" zum dritten Mal mit einer fiktiven Biografie. Und wie so oft spielt die Musik eine tragende Rolle. Mit swingendem Jazz auf höchstem Niveau, einer Story voll Haken schlagender Wendungen und einem grandiosen Hauptdarsteller inszeniert er leichthändig eine melancholische Komödie, die durch ihre fast dokumentarische Dichte und ein perfekt eingefangenes Zeitkolorit das Zeug zum Klassiker hat.
TV Movie 2000-07: Woody Allen erzählt das tragikomische Leben des von ihm frei erfundenen Musikers ganz im Rhythmus des Jazz - raffiniert verschachtelt und mit verblüffender Leichtigkeit. Übermütige Possen haben in der mit skurrilen Ideen gespickten Geschichte ebenso Platz wie bittersüße Melancholie. Im Zentrum des wundervoll nostalgisch ausgestatteten Films brilliert Sean Penn als anrührender und zugleich abstoßender Held.
film-dienst 2000-07: Sean Penn liefert die vorzügliche Darstellung eines selbstverliebten Rüpels und Frauenhelden, dessen emotionale Ausdrucksmöglichkeiten jenseits der Musik äußerst beschränkt bleiben, bis er am eigenen Leib Schmerz und Verlust erfährt. Ein ausgesprochenen vergnügliches Stück Kino.
TV Today 2000-07: Typisch Allen-Idee, fein verpackt und wunderbar gespielt. Allerdings durchzieht den Film eine melancholische Betulichkeit, die die Story immer wieder ziemlich bremst.
Cinema 2000-04: Ein Musikerporträt von Woody Allen mit reichlich Retro-Jazz. Leider trifft der Regisseur die falschen Noten, weshalb das Ganze weder komisch noch berührend ist.
TV Spielfilm 2000-07: Ein Genie, das es nicht gab: Allen setzt dem Jazz ein Denkmal.