In den 30er Jahren entdeckt ein Ojibwa Indianer namens Archie Grey Owl, dass die unberührte Wildnis der kanadischen Wälder durch skrupellose Fallensteller gefährdet ist. Obwohl selbst ein Trapper, setzt er nie Gewehre und Dynamit ein, die unweigerlich zur Zerstörung des labilen Ökosystems und damit seiner eigenen Lebensgrundlage führten. Aber erst als er sich in die junge Mohawk Indianerin Pony verliebt, wechselt Archie ganz die Fronten.
Die naturverbundene Pony bestärkt ihn darin, in Vorträgen und Büchern die Umweltzerstörung anzuprangern und sich gegen die Vernichtung der ökologisch wichtigen Biber einzusetzen. Der "Edle Wilde" fasziniert das Publikum auf Vortragsreisen durch Nordamerika und England und verschafft seinen Stammesbrüdern und ihren naturverbundenen Traditionen ungeahnte Aufmerksamkeit.
Doch der Reporter Cyrus Finney ist einem Geheimnis auf der Spur, das Archies Leben überschattet und die Integrität seiner Botschaft in Frage stellt: Das angebliche Halbblut Grey Owl ist kein Kind der kanadischen Wildnis, sondern als Archibald Belaney in einer englischen Küstenstadt aufgewachsen.
Filmkritiken
film-dienst 2000-08: Altmodisch inszenierte Film-Biografie, die der Liebesgeschichte einen allzu breiten Raum einräumt und darüber die Umweltprobleme in den Hintergrund drängt. Da auch die teils überforderten Schauspieler dem Film kaum Spannung vermitteln können, verliert sich der eindrucksvoll fotografierte Film in gepflegter Langeweile.
Cinema 2000-04: Als Agent 007 ist er uns offen gestanden lieber: Pierce Brosnan tauschte den Bond-Smoking gegen Indianerzöpfe und agitiert als naturbewegter Lederstrumpf im Wilden Westen. Gähn!
TV Today 2000-08: Schöne Naturaufnahmen, banale Story.