1957: Der britische Regisseur James Whale,
berühmt durch seine Frankenstein-Filme und
angefeindet von der feinen Gesellschaft wegen seiner offen
eingestandenen Homosexualität, lebt zurückgezogen in
einem komfortablen Haus in Hollywood.
Nach einem Gehirnschlag wird Whale mit der Tatsache konfrontiert, dass sich sein Zustand immer weiter verschlechtern wird. Der Horror-Virtuose beginnt daraufhin mit der Inszenierung seines Todes, bei der sein Gärtner Clayton Boone unwissentlich als Todesengel fungieren soll. Doch zwischen dem unbedarften
homophibischen Gärtner und dem raffinierten Regisseur entsteht
eine Freundschaft, die Whales Plan nur auf Umwegen gelingen
lässt ... Darsteller: Ian McKellen (James "Jimmy"
Whale), Brendan Fraser (Clayton Boone), Lynn Redgrave (Hanna),
Lolita Davidovich (Betty), David Dukes (David Lewis), Pamela Salem
(Sarah Whale), Amir Aboulela (junger Boris Karloff), Jack Betts
(alter Boris Karloff), Rosalind Ayres (Elsa Lanchester, Braut des
"Monsters"), Jack Plotnick (Edmund Kay, Journalist), Matt McKenzie
(Colin Clive, Darsteller des Henry Frankenstein), Martin Ferrero
(George Cukor), Brendan Kleyla (James Whale als Kind), Kent George
(James Whale als junger Mann)
Regie: Bill Condon Stab: • Produzenten: Clive Barker, Stephen P.
Jarchow, Beau Rogers, David Forrest für Regent Entertainment
• Drehbuch: Bill Condon • Vorlage: Roman "Father Of Frankenstein"
von Christopher Bram; Biografie "James Whale - A New World Of Gods
And Monsters" von James Curtis • Musik:
Carter Burwell • Kamera: Stephen M. Katz •
Spezialeffekte: - • Ausstattung: Richard Sherman •
Schnitt: Virginia Katz • Kostüme: - • Make Up: -
• Ton: Shawn Holden • Toneffektschnitt: - •
Stunts: - • Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Ein Oscar für Regisseur und Autor Bill Condon, Oscar-Nominiereungen für die Schauspieler Ian McKellen und Lynn Redgrave: "Gods And Monsters" ist die auf höchstem Niveau inszenierte Charakterstudie einer an der Gesellschaft gescheiterten Existenz. Mit eindringlicher Bilderfindung entführt der Film in das Jahr 1957 und erzählt von den letzten Tagen des vergessenen Kult-Regisseurs James Whale, der 1931 mit Frankenstein und 1935 mit "Frankensteins Braut" Klassiker des Horror-Genres schuf und Boris Karloff zum Star machte. Ausnahme-Schauspieler Ian McKellen verkörpert den homosexuellen Melancholiker mit anrührender Zerissenheit. Die Zuneigung, die sich zwischen dem sterbenden Regisseur und seinem jungen Gärtner (hervorragend gespielt von Jungstar Brendan Fraser) entwickelt, weckt Assoziationen an die Gefühle von "Der Tod in Venedig". Eine Kino-Sternstunde!
kulturnews 2000-05: Das große Vergnügen dieses Dramas: das Mit- und Gegeneinander von McKellens feingliedrigem, gealtertem Bonvivant und dem robusten Charme Brendan Frasers, der nach allzu vielen platten Komödien endlich einmal eine Charakterrolle spielen darf. Regisseur Condon macht daraus ein leichtes, fast komödiantisches Spiel, das erst sehr spät, während eines wahrhaft Frankenstein'schen Gewittersturms, dramatisch eskaliert. Das dicht inszenierte Psychodrama hat sehr zu Recht letztes Jahr den Oscar für das beste Drehbuch abbekommen: Die kalifornische Sonne taucht Whales letzte Tage durchweg in ein verstörend unpassendes Licht.
TV Movie 2000-10: Zwei Jahre wurde dem deutschen Publikum dieser US-Independent-Film vorenthalten. Schön, dass "Gods And Monsters" doch noch den Weg ins Kino gefunden hat. Mit viel Respekt inszeniert Bill Condon den Schwanengesang eines Künstlers. Stilsicher hält der Film die Balance zwischen Witz und Wehmut, Sarkasmus und Sentimentalität. Ein schöneres Denkmal hätte man James Whale nicht setzen können. Kultur Spiegel 2000-05: Bill Condons Film (...) ist eine überragende Charakterstudie - und zugleich eine Liebeserklärung an ein Genre. Wo die Fakten nicht reichen, hebt er alte Filmszenen und ein wenig Fiktion unter. Für das einfühlsame Außenseiterporträt erhielt Condon einen Drehbuch-Oscar. Cinema 2000-05: Die psychologisch stimmige Elegie über die letzten Tage des Frankenstein-Regisseurs James Whale brachte Filmemacher Bill Condon 1999 einen Drehbuch-Oscar ein. Cinema 2000-06: Die letzten Tage im Leben des "Frankenstein"-Regisseurs James Whalen dienen als Basis dieser tragikomischen Elegie über die Vergänglichkeit des Ruhms und die Brüchigkeit von Männerfreundschaften. TV Today 2000-11: Anrührendes tragikkomisches
Porträt mit zwei fabelhaften Darstellern. Oscar
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Oscar für 1998 für Bill Condon (Drehbuch-Adaption) Oscar-Nominierung für 1998 für Ian McKellen
(Hauptdarsteller)
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1957: Der britische Regisseur James Whale,
berühmt durch seine
Darsteller: Ian McKellen (James "Jimmy"
Whale), Brendan Fraser (Clayton Boone), Lynn Redgrave (Hanna),
Lolita Davidovich (Betty), David Dukes (David Lewis), Pamela Salem
(Sarah Whale), Amir Aboulela (junger Boris Karloff), Jack Betts
(alter Boris Karloff), Rosalind Ayres (Elsa Lanchester, Braut des
"Monsters"), Jack Plotnick (Edmund Kay, Journalist), Matt McKenzie
(Colin Clive, Darsteller des Henry Frankenstein), Martin Ferrero
(George Cukor), Brendan Kleyla (James Whale als Kind), Kent George
(James Whale als junger Mann)
Filmkritiken
Der Spiegel 2000-21: Die
(erfundene) Geschichte von Whales träumerischer letzter Liebe
zu seinem Gärtner nimmt der US-Autor und Regisseur Bill Condon
(der dafür 1999 einen Oscar gewann) als Rahmen, um einen
facettenreichen Lebensroman aufzublättern - von den
Schützengräben des Weltkriegs in die Glamourwelt von
Hollywood; und sein britischer Star Ian McKellen gibt der
Whale-Figur eine Fassade von schlagfertigem Witz und als Untergrund
abgründige Melancholie. Alles in allem eine elegante Variation
des Themas Eros und Thanatol: Porträt eines Künstlers,
dessen letzte Inszenierung der eigene Tod ist.
film-dienst 2000-11:
Eindringlich knüpft der Film ein stimmiges Netz von
Beziehungen zwischen dem Leben des homosexuellen Regisseurs und den
"Frankenstein"-Filmen, die ihn berühmt machten. Wie die
künstlich geschaffene Kreatur wird er zum leidenden
Außenseiter in einer intoleranten Gesellschaft. Eine komplexe,
ungemein vielschichtige Charakterstudie, feinsinnig und
beziehungsreich inszeniert, in der Hauptrolle herausragend
gespielt.
Oscar
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