Helle Aufregung herrscht am Hof des Königs von Navarra. Der König will sein Reich - so scheint es 1939 - in ein ideales "Oxbridge" verwandeln! Zu diesem Zweck überredet er seine Freunde Berowne, Dumaine und Longaville, vor aller Öffentlichkeit einen Eid abzulegen.
Drei Jahre lang wollen sie sich ganz auf ihre Studien konzentrieren, dabei einmal in der Woche fasten, niemals länger als drei Stunden schlafen und - was das Wichtigste ist - drei Jahre lang soll es keiner noch so charmanten Frau gestattet sein, sie in ihrem Streben nach Wissen zu irritieren.
Und das, wo sich die Prinzessin von Frankreich mit ihren Hofdamen dem Lande nähert! Es dauert nicht lange, und all' die guten Vorsätze sind vergessen. Auch wenn es keiner von ihnen zugeben darf!
Filmkritiken
kulturnews 2000-05: Branagh, der sonst so exzessiv Werktreue, entrümpelt die frühe Shakespeare-Komödie von schalen elisabethanischen Narreteien, verlegt die Handlung ins Jahr 1939, streut Wochenschau-Parodien ein und krönt das Ganze mit virtuosen Tanzeinlagen und den Songs von George Gershwin, Cole Porter und Irving Berlin. Natürlich kann Branagh das Rampen-Gefühl nie ganz abstellen und deklamiert seinen Text mit "Schaut her, ich bin ein Charakterdarsteller"-Mimik. Aber soll er doch: Er beherrscht den Sprachfluss des Barden wie kaum ein Zweiter. Das Musical macht mit seinen bonbonfarbenen Dekors und Kostümen mit voller Absicht Pause von der Realität - ein überaus gelungener Kunstgriff. Und doch ist der große Glücksfall des Films Alicia Silverstone. Sie erfüllt die eigentlich passive Rolle der Prinzessin mit Koketterie und Mädchengegiggel, aber auch mit tieferen Gefühlen.
Rhein-Zeitung 2000-05-27: Mit seiner modernen Leinwand-Adaption des Shakespeare-Stückes "Verlorene Liebesmüh'" ist dem britischen Schauspieler und Regisseur Kenneth Branagh ("Henry V.", "Hamlet") ein beschwingendes Musical mit stimmungsvoller Tanz- und Gesangseinlagen gelungen. Um den Original-Stoff im Stil eines Musicals der 30er und 40er für die Leinwand aufzubereiten, integrierte Branagh bekannte Songs von Cole Porter, Irving Berlin und George Gershwin in die Handlung.
film-dienst 2000-11: Verfilmung des gleichnamigen, wenig bekannten Theaterstücks von William Shakespeare, die auf die zeitgenössischen Anspielungen verzichtet und die Handlung um die Errichtung eines wissenschaftlichen Utopias in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts verlegt. Zugleich wird das Stück durch die Verwendung vieler Gesangs- und Tanznummern in den Rang eines elegenten Musicals erhoben, was die Zeitlosigkeit der Liebesgeschichte noch unterstreicht.
Der Spiegel 2000-21: Theaterliebhaber wissen aus schmerzlicher Erfahrung, dass Shakespeares gekünsteltes Frühwerk "Verlorene Liebesmüh'" in der Regel hält, was der Titel verspricht. Nun können sich auch unverdrossene Shakespeare-Filmfreunde dessen vergewissern. (...) Doch alle Kunst bleibt umsonst. Pomp auf Plattfüßen.
Cinema 2000-06: Wem Shakespeare sonst zu trocken ist, dem sei Kenneth Branaghs Champanger seliges Singspiel empfohlen, in dem Stars wie Alicia Silverstone im Cole-Porter-Takt swingen, während sie die Verse rezitieren.
TV Spielfilm 2000-11: Charmant, heiter, und hoffnungslos romantisch. Kenneth Branagh inszeniert Shakespeare als großes Showbusiness, mit wunderbar albernen Musical-Sequenzen.
TV Today 2000-11: Ermüdend naiv und unfreiwillig komisch wie ein Singspiel der 30er.