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Produktionsnotizen 1999 bescherte uns Produzent Joel Silver den bahnbrechenden Blockbuster Matrix, der mehrere Oscar-Nominierungen einheimste. Jetzt bringt er einen neuen Action-Film in die Kinos, in dem das Trommelfeuer der Martial-Arts-Sequenzen von mitreißenden Spezialeffekten und dem heißesten Szene-Sound unterstützt werden. Hongkongs Superstar Jet Li hat seinen amerikanischen Einstand bereits in Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf gegeben. Zur Legende wurde er mit Meilensteinen des Eastern wie "Die schwarzen Tiger von Hongkong" und "Black Mask". Nach seiner Schurkenrolle in Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf spielt er jetzt erstmals in Hollywood eine Heldenrolle. An seiner Seite debütiert Plattenstar Aaliyah als Trish O'Day auf der Leinwand. Trish will mit dem Bandenkrieg ihres Vaters Isaak nichts zu tun haben und macht gemeinsame Sache mit Han (Jet Li), um den Krieg zu beenden. Neben ihrer Hauptrolle steuert Aaliyah auch vier Songs zum Soundtrack des Films bei, darunter ein Duett mit dem platinveredelten Hiphopper DMX, der ebenfalls im Film mitspielt. Der Produzent und Musiker Timbaland (der ebenfalls einen Titel mit Rapper Magoo beisteuert) übernimmt für Blackground Records die Produktion des Soundtracks, auf dem die Creme der Hiphop- und Rhythm-&- Blues-Stars zu hören ist, darunter Destiny's Child, Ginuwine, Mack 10, BG from Ca$h Money und Joe. Wer Jet Li nicht bereits aus dem Hongkong-Kino kennt, konnte ihn in Joel Silver Hit Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf als tödliche Bedrohung des Superduos Mel Gibson und Danny Glover erleben. In Romeo Must Die mußs Li nun erstmals englisch sprechen. "Jet Li gehört zu den asiatischen Spitzenstars mit gewaltiger Fangemeinde", weiß Joel Silver, dem sein revolutionärer Science-Fiction-Thriller Matrix kürzlich vier Oscar-Nominierungen einbrachte. "In Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf haben wir erlebt, dass ihm in Bezug auf Martial Arts niemand das Wasser reichen kann. Aber auch als Schauspieler hat er eine enorme Ausstrahlung." " Romeo Must Die ist genau der Stoff, den wir uns für Jet vorstellten", meint Dan Cracchiolo, der für die Gesamtleitung des Projekts verantwortlich zeichnet. "Das Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen ist ein interessanter Konflikt, vor allem, weil die Hauptfiguren die unsichtbaren Grenzen einfach überwinden: Trish und Han verstehen sich als Menschen hervorragend, Hautfarbe und Pass sind ihnen egal." "Im Grunde verfilmen wir natürlich "Romeo und Julia", sagt Jet Li. "Die verfeindeten Familien sind in diesem Fall schwarze und chinesische Amerikaner. Wir haben uns in meinen früheren Filmen immer zuallererst um eine gute, packende Geschichte bemüht, die den Kampfszenen einen überzeugenden Rahmen verleiht. Das ist auch jetzt der Fall: Auf dem soliden Boden der Story entwickeln sich die Action-Szenen ganz natürlich." Die temporeiche Martial-Arts-Action in Romeo Must Die entfaltet sich vor der schillernden Hiphop-Szene von Oakland an der Bucht von San Francisco. "Diese Stadt vibriert geradezu mit der Musik der Hiphop-Szene", sagt Silver. "Aber unsere Story bringt ja den Osten mit dem Westen zusammen, und wenn man Hiphop mit Kung Fu verrührt, gibt das eine völlig unkalkulierbare Mischung. Aaliyahs Songs sind sehr intelligent, tragen eine traumhafte Stimmung in sich. Daneben spielt DMX eine sehr dynamische Rolle. Und mit Jet haben wir die besten Voraussetzungen für unglaubliche Martial-Arts-Sequenzen in einem unverbrauchten Ambiente." Li spielt den Polizisten Han Sing, der in Hongkong im Gefängnis sitzt, weil er seinen Vater und Bruder nicht ans Messer liefern will. "Han hat seiner Mutter geschworen, dass er immer auf seinen kleinen Bruder aufpassen wird", sagt Li. "Als Po dann ermordet wird, gibt es für ihn kein Halten mehr: Er bricht aus, verleugnet seine Identität, nur um in die USA zu gelangen und Pos Tod aufzuklären." Die populäre Sängerin Aaliyah spielt als Trish ihre erste Filmrolle: die eigenwillige Tochter des schwarzen Paten Isaak O'Day. "Aaliyah erscheint in dieser Rolle wie ein Fleisch gewordener Traum", begeistert sich Silver. "Sie wirkt so natürlich, ist wunderschön und als Darstellerin höchst begabt. Sie verleiht der Story eine neue Dimension." Lorenzo Di Bonaventura ist bei Warner Bros. verantwortlich für die weltweite Filmproduktion. Er war derjenige, der Aaliyah vorschlug, es beim Film zu versuchen. "Um den Übergang von der Musik und den Videos zu schaffen, brauchte ich eine bestimmte Art Rolle, in der ich mich ausleben kann", sagt Aaliyah. "Daneben darf ich aber auch Songs zum Soundtrack beisteuern, und ich verspreche, die sind echt heiß!" In Aaliyahs Augen ist Trish eine junge Frau, "die praktisch die ganze Zeit auf Krawall gebürstet ist - was mir sehr gut gefällt. Sie nimmt das Leben in die eigene Hand. Sie will etwas aus sich machen, führt ihren eigenen Laden; sie gestaltet ihr eigenes Leben unabhängig von ihrer Familie. Sie kann es nicht ausstehen, bevormundet zu werden, und darin kann ich mich selbst wiederfinden". Trish und Han lernen sich kennen, als sie ihren von Vater Isaak verordneten Bodyguard Maurice (Anthony Anderson) abschütteln will und in das Taxi steigt, das Han sich "ausgeborgt" hat. "Maurice bleibt ihr auf den Fersen und passt auf jeden ihrer Schritte auf. Deswegen will sie untertauchen und verschwinden", sagt Aaliyah. "Also hopst sie zu Han ins Taxi und drängt: ,Gib Gas!' Die beiden verstehen sich auf Anhieb."-"Aaliyah ist sehr charmant", sagt Li. "Es ist sehr angenehm, mit ihr zu arbeiten." "Man spürt auf der Stelle, wie es zwischen Aaliyah und Jet funkt", sagt Cracchiolo. "Man kann ihnen an den Augen ablesen, wie sie füreinander empfinden. Dieser Film lebt von dreidimensionalen Figuren, denn wir haben die richtigen Schauspieler gefunden." Um die beiden Hauptrollen gruppieren sich zwei Familien, die sich in dem Bandenkrieg gegenüberstehen. Delroy Lindo und Henry O (in China unter dem Namen Xi Reng Jiang bekannt) spielen die jeweiligen Familienoberhäupter des schwarzen und des chinesischen Syndikats - niemand weiß genau, was sie im Schilde führen. Russell Wong spielt Kai, den Mann fürs Grobe in der Sing-Familie. Sein Verhältnis zu Han beruht auf gegenseitiger herzlicher Abneigung. "Kai ist es gewohnt, Befehle auszuführen, ohne sie auf die moralisch-ethischen Folgen hin abzuklopfen", sagt Russell Wong. "Ihn bringt nichts aus der Ruhe, nicht mal ein Mord. Er tritt gar nicht besonders tough oder brutal auf - es ist einfach sein Job, in dem er sich wohl fühlt. Meiner Meinung nach passt sich Kai dem American Way of Life erheblich mehr an als Han. Und als Han plötzlich auftaucht und mitmischen will, sieht Kai sein Territorium bedroht." Isaiah Washington stellt Mac dar, der den mächtigen Gang-Boss Isaak O'Day entthronen möchte. "Eigentlich ist er eine tragische Figur", sagt Washington. "All sein Ehrgeiz macht ihn extrem eifersüchtig, wenn es um die hierarchischen Strukturen geht - er kann sich niemandem unterordnen, weder seinem Vater noch sonst einem Vorgesetzten." Als Regisseur engagierten Silver und Cracchiolo den Kameramann von Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf, den Polen Andrzej Bartkowiak. "Im LW4-Team hatten wird mit Andrzej riesig Spaß", erinnert sich Silver. "Ich fand es sehr beeindruckend, wie intensiv er sich mit der Optik und dem Action-Genre auseinander setzt. Er hat eine Menge in den Film eingebracht. Mir war klar: In ihm steckt ein Regisseur, der herauswill. Gleich nach LW4 hat er sich dann in dieses Projekt gestürzt, und ich freue mich, dass ich ihm das Sprungbrett zu diesem neuen Abschnitt seiner Karriere verschaffen kann." Vor Beginn der Dreharbeiten probten Li und sein Martial-Arts-Team die Choreografie der wichtigsten und schwierigsten Kampfszenen drei Wochen lang bis ins letzte Detail. Das Resultat trägt die Handschrift von Jet Li und seinem Meisterchoreografen, dem altgedienten Eastern-Regisseur Corey Yuen. "Jets und Coreys Hongkong-Erfahrung verleihen unserem Film unglaubliche Energie und sportliche Dynamik", sagt Silver. "Bei ihrer Kampfchoreografie arbeiten sie mit unsichtbaren Drähten, an denen die Darsteller durch die Luft fliegen - westlichen Zuschauer gehen dabei die Augen über. Meine ersten Erfahrungen in dieser Richtung habe ich bereits bei Matrix gesammelt, und ich glaube, so etwas haben wir hier bei uns noch nie zu sehen bekommen. Es hat buchstäblich unsere Wahr-nehmung von Action-Filmen verändert." "In LW4 gab es vier Kämpfe", sagt Li. "In unserem neuen Film gibt es acht. Jedem verpassen wir eine eigenen, spezifischen Look, der durch Varianten in den Bewegungen und durch den Kampfstil der Gegner zustande kommt. Denn unterschiedliche Situationen erfordern unterschiedliche Martial Arts. Es hängt davon ab, ob man seinem Gegner wehtun, ihn ausschalten oder ihn umbringen will - der Kampfstil verändert sich von Fall zu Fall." Li und Yuen haben in Hongkong bereits sechs Filme zusammen gedreht. Für beide sind die Kampfchoreografien das Herz jeder Geschichte. "Normalerweise entwickle ich die Aktionen aus den Figuren", sagt Yuen. "Jeder handelnden Person ordne ich unterschiedliche Vorgehensweisen zu - sowohl in Bezug auf die Kampftechnik als auch in der Interaktion der Kampfszenen." "Wir müssen uns zunächst eingehend mit den Figuren und auch mit den Darstellern auseinandersetzen. Erst dann kann man die Kampfszene entwerfen", fügt Li hinzu. "Filme, die nur aus Gemetzeln bestehen, liegen mir überhaupt nicht. Da wird nur Technik demonstriert - das macht noch keinen Film aus. Das Wichtigste bei der Planung der Kampfsequenzen ist und bleibt die Story." "Unglaublich, was Corey an Fantasie entwickelt", sagt Russell Wong. "Man hat wirklich keine Ahnung, was er mit einer Idee anfangen wird. Auf seinem Gebiet ist er ein Genie. Er entwickelt phänomenale Choreografien, die mit nichts im amerkanischen Film zu vergleichen sind." Auch den Superstar Jet Li verehrt Wong sehr: "Ich finde alle seine Filme toll: ,Tai Chi' und die ,Once Upon a Time in China'-Serie. Er macht das schon von Kindesbeinen an - ein wahrer Michail Baryshnikov der Martial Arts." "Westliche Filmemacher bauen Action-Szenen traditionell erst im Schneideraum zusammen", sagt Produzent Silver. "Die Stuntmen, die den echten Kampf austragen, werden aus allen möglichen Winkeln gefilmt, und später fügt man die Nahaufnahmen des Hauptdarstellers hinzu. Der Eastern hat das Action-Genre revolutioniert, denn wenn jemand wie Jet Li mitmacht, dann ist der Star gleichzeitig ein echter Kämpfer, der alle Szenen selbst spielt - ohne Schnitte und Stuntleute. Auf diese Weise ermöglicht uns Jet absolut authentische Action-Szenen in unserem Film - hier wird das Publikum nicht an der Nase herumgeführt. Alle Kämpfe, alle Stunts, alle Szenen an den Drähten zeigen Jet Li - 100 Prozent." So gesehen trifft es zu, wenn Silver Jet Li als den Gene Kelly des Action-Films bezeichnet: "Gene Kelly konnte man während der gesamten Tanznummer von Kopf bis Fuß zeigen - dadurch wirken die Musicals der 30er, 40er und 50er Jahre so unvergleichlich. Und Jet verleiht seinen Filmen eine durchaus vergleichbare Anmut und Authentizität. "Alle Kämpfe sind auf Lis überragende Kampftechniken zugeschnitten", sagt Regisseur Bartkowiak. "In ,Romeo' sehen wir von allem etwas, dazu einen Stunt, den noch niemand zuvor probiert hat: Er wehrt sich gegen fünf Gegner gleichzeitig, während er kopfüber mit einem Fuß an einem Seil hängt." Diese verblüffende Szene findet im "Prügelzimmer" eines schmuddeligen Gefängnisses in Hongkong statt - fünf Tage waren nötig, um sie zu drehen. "Das Prügelzimmer war wohl der härteste Kampf", gibt Li zu. "In keinem meiner 25 Filme habe ich so etwas jemals gemacht. Das war extrem kompliziert, aber wir sind davon überzeugt, dass es toll wirkt." Als Han mußs sich Jet Li mehrmals mit Trishs Bodyguards auseinandersetzen: zunächst auf den Stufen zu ihrer Wohnung, dann im Rahmen eines scheinbar freundschaftlichen Football-Spiels, als Mac und seine Leute Trish bei einem Rendezvous mit Han im Park erwischen. "Han ist ja gerade aus China angekommen", erklärt Anthony Anderson, der Trishs sprücheklopfenden Bodyguard Maurice spielt. "Er hat keine Ahnung von Football. Also machen wir ihn fertig." Das funktioniert so lange, bis Han auf dem Rasen seine eigenen, höchst unorthodoxen Spielmanöver einsetzt. Bei einem späteren Geplänkel vollführt Han in einem Lagerhaus eine Art Todestanz mit Maurice. Mitten im Kugelhagel dreht er einen Feuerwehrschlauch auf und benutzt ihn als wirkungsvolle Waffe, die Maurice und seine Mannen unter Wasser und außer Gefecht setzt. Im Finale tritt Han gegen Kai (Russell Wong) an - das tödliche Duell der Meister. Der nächtliche Schauplatz, ein Garten, wurde komplett mit Bäumen, Blumen, einer Gartenlaube und brennenden Feuerschalen im Studio nachgebaut. Fünf Tage lang loderten die Flammen, gespeist von Tankerladungen Propangas, und das mitten im Sommer. Erst dann war die Szene im Kasten - und beide Hauptdarsteller täglich physisch und psychisch völlig ausgelaugt. Aber das Resultat wirkt atemberaubend. Wie in der Handlung werden auch in den Action-Szenen westliche und östliche Stile kombiniert. Stunt-Coordinator und Regisseur des 2. Drehteams ist Conrad Palmisano - er bringt seine Erfahrung genauso ein wie der durch unzählige Hongkong-Filme versierte Corey Yuen. Im Film fügt sich beides nahtlos zusammen. Eine klassische Verfolgungsjagd per Wagen und Motorrad endet mit einem Crash, bei dem die Fahrerin aus dem Sattel fliegt und im Dreck landet - typisches Hollywood in Vollendung. Sekunden später entspinnt sich eine typische Martial-Arts-Schlägerei mit ungewöhnlicher Variante, denn nicht nur die Bikerin und Jet Li sind involviert, sondern auch Aaliyah. Osten und Westen vermischen sich auf andere Weise, als Jon Kit Lee, der Hans Bruder Po Sing spielt, in einem Hiphop-Club in Oakland auftaucht. Inmitten wummernder Lautsprecherboxen und schwarzer Gäste provoziert er allein durch sein Aussehen. Als dann auch Kai (Wong) erscheint, kommt es zu einer handfesten Auseinandersetzung, in der sich übliche Faustkämpfe mit Kung Fu aufs Seltsamste verquicken. In Romeo Must Die mußs sogar Julia höchstpersönlich Hand anlegen. "Den meisten Spaß hat meine Kampfszene gebracht", sagt Aaliyah. "Die haut mich echt vom Hocker." Der Nachwuchsstar ließ sich von den Martial-Arts-Experten anlernen und rang den Profis Achtung ab, denn sie stellte sich sehr gelehrig an. Jahrelanges Tanztraining zahlte sich auch hier aus. Für diese Szene engagierte Silver einen weiteren Star aus Hongkong, Françoise Yip, die er in "Black Mask" als Gegnerin von Jet Li erlebt hatte. In Romeo Must Die gibt es zahlreiche atemberaubende Stunts, zum Beispiel stürzen zwei Akteure 90 Meter in die Tiefe. Die Stuntleute Melissa Stubbs und Ernie Jackson stellten dabei in der Filmstadt Vancouver einen neuen Rekord auf, als sie sich für diese Szene vom Dach eines Büroturms am Hafen stürzten. In derselben Nacht hechteten sie auch noch durch ein speziell präpariertes Fenster im sechsten Stock, um dann "bescheidene" 19 Meter tiefer in einem Stapel Kartons zu landen. "Beim Sprung durchs Fenster ist einem viel mulmiger als beim Sturz aus großer Höhe", behauptet Stubbs. "Am Fallseil bin ich nicht mehr als ein Sack Kartoffeln, der abgeladen wird. Aber beim freien Fall mußs man viel mehr Eventualitäten einkalkulieren." Auch Produktionsdesigner Michael Bolton konfrontierte die beiden Kulturen. In Trishs Boutique "Serpentine Fire" brachte er alles unter, was derzeit "in" und angesagt ist. Im Gegensatz dazu wirkt Ch'u Sings Arbeitszimmer wie klassische chinesische Architektur - die auserlesen beruhigende Kulisse für die heißblütige Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn. Diese Kontraste drücken Romeo Must Die einen unverwechselbaren Stempel auf, der ihn von allen Action-Filmen unterscheidet. Eine Reihe unterschiedlicher Schauplätze bildet den Hintergrund für die Story und die mitreißende Martial-Arts-Action - von pompösen Villen der 30er Jahre bis hin zu verfallenen Lagerhäusern am Hafen. Das spektakulärste Set bildet der Hiphop-Club, der die Umwelt der Figuren vorstellen soll, aber auch die schillernde Kulisse für die erste Auseinandersetzung der rivalisierenden Gangs abgibt. Pulsierende Lichter und heiße Rhythmen werden von dem bis an die Zähne bewaffneten Besitzer Silk (DMX) kontrolliert, der alles daran setzt, seine eigene Haut zu retten. "Farbe spielt auf dem Club-Set eine wichtige Rolle", sagt Produktionsdesigner Bolton. "Das Set ist ursprünglich ein altes Lagerhaus gewesen: Die gewaltigen Säulen und der aufgeplatzte Zement sind echt. Dem haben wir eine Menge Lichter und Farben hinzugefügt. Wir verwenden eine echte Lichtorgel für Nachtclubs, um den Raum auszuleuchten, dazu reichlich Neon und Glas vor allem im Bereich der Bar." Bei der Schlägerei am Anfang, zu der es im Tanzclub am Hafen kommt, dreht sich alles um ebendiese gläserne Bar. "Wir setzten Sollbruch-Scheiben ein, damit die Stuntmänner hineinhechten konnten", sagt Bolton. "Das war eine Menge Arbeit, aber die Schlägerei sieht spitze aus." Um die Martial-Arts-Action in Romeo Must Die zusätzlich aufzupeppen, engagierte Silver dasselbe Effekte-Team, das auch für die für den Oscar nominierten visuellen Effekte in Silvers bahnbrechendem Film Matrix zuständig war. "Die Leute bei Manex zaubern Bilder, wie man sie noch nie gesehen hat", verspricht Silver. "Wenn die loslegen, dann ist das Publikum nicht mehr nur als Zuschauer beteiligt, dann befindet es sich plötzlich mittendrin in der Achterbahn-Dynamik einer Martial-Arts-Schlacht." Im Grunde haben Silver, seine Darsteller und sein Stab eine ganz neue Art Action-Film kreiert: Silvers sprichwörtliche Action-Elemente verschmelzen mit jenem Hongkong-Stil, der das Fundament für den internationalen Erfolg einzigartiger Talente wie Jet Li oder John Woo legte. "Das Hongkong-Kino hat mich immer schon fasziniert", sagt Silver. "All die Jahre habe ich John Woos, Tsui Harks und Ringo Lams Filme angesehen und wollte deren Brillanz irgendwie in unsere Filme integrieren. Ansatzweise konnte Jet in LW4 zeigen, was er kann. Aber mit den Martial-Arts-Experten und mithilfe des Effekte-Teams kann Jet jetzt in, Romeo Must Die' wirklich vom Leder ziehen." Der SoundtrackBarry Hankerson ist als Music Supervisor ein alter Hase und gleichzeitig Besitzer des Labels Blackground Records. Zusammen mit seinem Sohn Jomo Hankerson holte er die unterschiedlichsten Musiker zusammen, um dem Film den richtigen Rahmen zu geben. Nachdem Aaliyah als gefeierter Plattenstar und auch als Hauptdarstellerin unterschrieben hatte, konnte Hankerson als Nächstes den Grammy-Sieger und gefeierten Kontrabassisten Stanley Clarke für die Mitarbeit gewinnen. Dafür tat sich Clarke mit dem Hiphop-Star Timbaland zusammen, der den Soundtrack auch produziert. Das Resultat ist eine Musikmischung aus fetzigen Songs und hochkarätigen Stars, die sich nahtlos in die hochprozentige Action, aber auch in die stimmungsvolle Dramatik von Romeo Must Die einfügen. "Timbaland, Aaliyah und die übrigen Mitwirkenden sorgen für ein traumhaftes, spritzig-originelles Feeling", sagt Produzent Silver. "Wir wollten Bilder auf die Leinwand bringen, die noch niemand gesehen hat, und ich finde, dass der Soundtrack diesem Anspruch voll gerecht wird." "Romeo Must Die: The Album" ist am 21. März in den USA erschienen: 15 brandneue Titel, eingespielt von einem Stargespickten Ensemble der Hiphop- und R&B-Szene. Neben Aaliyah sind auch Destiny's Child, Ginuwine, Mack 10, Timbaland & Magoo, BG from Ca$h Money, Joe und andere zu hören. Aaliyah singt vier Titel, drei davon sind hier erstmals zu hören, darunter der mitreißende Song "Try Again", der auch als Single-Auskopplung zu haben ist und als Video von Regisseur Wayne Isham inszeniert wurde. Aaliyah singt außerdem den Titel "Are You Feelin' Me?", der eine Schlüsselszene zwischen Aaliyah und Jet Li untermalt, und "I Don't Wanna". Ihr Duett mit dem Hiphopper und Leinwandpartner DMX, "Come Back in One Piece", trägt viel zu einer der witzigsten Filmszenen bei, in der sich Maurice (Anthony Anderson) den Song im Plattenladen anhört und dabei voll mitgeht. Timbaland, der Produzent des
Soundtracks, steuert zusammen mit Rapper Magoo den Titel "We at It
Again" bei. Und Clarke schrieb den Song "Swung On", den Politix
interpretiert.
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