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Das Heulen eines Sturms klingt bei jeder Windstärke anders.
Windstärke 9 klingt wie Schreien. Stärke 10 ist ein Kreischen. Stärke 11 ein Stöhnen. Stärke 12 klingt wie eine Orgel, auf der ein Kind klimpert: Die wütenden Böen saugen Luft, Wasser, Erde an - und alles, was die Menschheit ihnen entgegenstellt. Wer das einmal gehört hat, wird es sein Leben lang nicht vergessen. So klang der Sturm in der Halloween-Nacht von 1991.Der Sturm erzählt eine wahre Geschichte über Männer und Frauen, die jeden Tag ihr Leben riskieren: Sie trotzen den Naturgewalten - ihre Fischerboote und Rettungskreuzer werden zu Spielbällen der entfesselten Elemente. Seit Jahrhunderten gehört Gloucester in Massachusetts zu den wichtigsten Fischereihäfen am Nordatlantik. Im Oktober 1991 ist dort ein auf Schwertfische spezialisierter Trawler namens "Andrea Gail" beheimatet. Der erfahrene Kapitän Billy Tyne (George Clooney) hat eine Serie enttäuschender Fangfahrten hinter sich. Sein Boot liegt neben der "Han-nah Boden", die unter Kapitän Linda Greenlaw (Mary Elizabeth Mastrantonio) in letzter Zeit sehr erfolgreich war. Bobby Shatford (MARK WAHLBERG) mußs seine Scheidung finanzieren - er will mit seiner Freundin Christina (Chris) Cotter (Diane Lane) ein neues Leben beginnen. Er kennt sich nur in einem Beruf aus, der ihm die nötigen Summen garantiert: Er ist Fischer. Obwohl Chris dagegen ist, heuert er also wieder bei Billy an - das letzte Mal in dieser Fangzeit. Vier weitere Männer sind mit an Bord: Dale "Murph" Murphy (John C. Reilly) ist ein altgedienter Seemann, der seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und sein Kind unterstützt; der Jamaikaner Alfred Pierre (Allen Payne) liebt das Leben und die Frauen; Bugsy (John Hawkes) stammt aus Gloucester, er wünscht sich sehnlichst eine Gefährtin, die zu Hause auf ihn wartet; und in letzter Minute kommt Sully (William Fichtner) hinzu, den Murph nicht leiden kann. Billy glaubt fest daran, dass er seine Pechsträhne beenden kann: Er will diesmal weiter hinaus, als die neuenglischen Fischerboote normalerweise fahren, bis zum Flemish Cap - weit abgelegen, aber bekannt für seine reichen Fischgründe. Nachdem die "Andrea Gail" ausgelaufen ist, hört Billy von dem Sturm, der sich über dem Atlantik zusammenbraut. Seine Kollegin Linda Greenlaw geht lieber auf Nummer Sicher und kehrt um. Billy ist jedoch überzeugt, dass er es noch vor dem Sturm zurück nach Gloucester schaffen kann - mit einem gewaltigen Fang in seinem Laderaum. Wenn er es nicht versucht, kehren er und seine Mannschaft mit leeren Händen zurück - und die Fangzeit ist vorüber. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass die Fischer ihr Leben aufs Spiel setzen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ungewöhnlich ist jedoch die bedrohliche meteorologische Situation, die sich entwickelt, nachdem die "Andrea Gail" ausgelaufen ist. Todd Gross, der Wetterredakteur des lokalen Fernsehsenders (Chris McDonald), berichtet über die Entstehung des Hurricane Grace, der mit Urgewalt über den Atlantik nach Norden vordringt. Grace, ein feuchtes Tiefdruckgebiet, wird mit zwei weiteren Wetterfronten kollidieren, die auf ihrem Weg über das Meer ebenfalls an Intensität zunehmen: Die eine ist ein kaltes Hochdruckgebiet, das von Norden her einströmt; das andere System nähert sich von den großen Seen her über den kontinentalen Jet-Stream. Wenn die drei Stürme aufeinander treffen, werden sie einen Orkan entfesseln, der jede Vorstellungskraft übersteigt, schrecklicher als alle Unwetter seit Menschengedenken - wahrlich ein Jahrhundertsturm, der mit Böen von über 190 Stundenkilometern die Wellen mehr als 30 Meter hoch peitscht. Er wird als "der Sturm ohne Namen" oder "der Halloween-Sturm" in die Geschichte eingehen, denn in dieser traditionell gruseligen Nacht bricht er los. Tatsächlich ballt er sich derart plötzlich zusammen, dass das Nationale Wetterbüro keine Zeit findet, ihm einen Namen zu geben. Es bleibt kaum Zeit, alle Schiffe auf See zu warnen. Die Mannschaft der "Andrea Gai"l erfährt nichts von dieser Sturmwarnung. Sie hat keine Ahnung, was ihr unmittelbar bevorsteht.
Während des Unwetters versuchen die "Andrea Gai"l und andere betroffene Schiffe, darunter ein riesiger Tanker, ein Frachter und ein 10 Meter langes Segelboot, auszuweichen und die nächste Küste anzulaufen. Gleichzeitig steuert eine andere Flotte direkt auf den Sturm zu: die Seenotrettungskreuzer, Flugzeuge und Helikopter der Air Force und Küstenwache mit ihren todesmutigen Besatzungen. Sie sind sich durchaus im Klaren darüber, was sie erwartet…
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