Crazy

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Crazy
Genre: Komödie
Farbe, Deutschland, 2000, FSK 12

Kino Deutschland: 2000-06-08
Laufzeit Kino: 97 Minuten
Kinoverleih D: Constantin Film

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 2000-12-19
Kaufkassette: 2001-04-05
Laufzeit Video: 93 Minuten
Anbieter: Constantin Film

DVD Deutschland: 2000-12-19
Laufzeit DVD: 93 Minuten
Anbieter: Constantin Film



Szenenfoto Der 16-jährige Benjamin wird von seinen Eltern ins Internat geschickt. Für ihn ist es bereits die fünfte Schule, hier soll er endlich die achte Klasse und möglichst auch das Abitur bestehen. Die wesentlichen Lektionen aber finden nach dem Unterricht statt: Zusammen mit seinen fünf Freunden ist Benjamin auf der Suche nach "dem Faden" des Lebens.

Bei ihren heimlichen Ausflügen ins Dorf, in ein Strip-Lokal oder bei einem nächtlichen Besuch im Mädchenzimmer beschäftigt sie fortwährend die Frage, worum es in dieser ganzen Veranstaltung namens Leben eigentlich geht. Benjamin, der von Geburt an halbseitig gelähmt ist, hat Angst davor erwachsen zu werden. Von seinen Eltern, die in ihr eigenes Ehedrama verwickelt sind, fühlt er sich allein gelassen. Nur Paula, seine ältere Schwester, kann ihm manchmal helfen.

Szenenfoto Mit Mädchen, die ihn meist seltsam finden, hat er immer nur Pech. Er träumt davon, sein erstes Mal zu erleben. In der Schule trifft er auf eine eingeschworene Gruppe von fünf Jungen, in die er sich recht schnell eingliedert: Der kleine Draufgänger Janosch ist sein Zimmergenosse und wird schnell sein bester Freund. Dann gibt es da noch den dicken Felix, genannt Kugli, der sich permanent mit Süßigkeiten vollstopft und von Ferraris und Mädchen träumt.

Der dünne Felix ist der Philosoph der Gruppe. Auch der erst 14-jährige Florian, alias 'Mädchen', wird unter die Fittiche von Janosch genommen, der sich schnell als Anführer der Gruppe herausstellt. Dann gibt es noch Troy, der schon lange im Internat ist und wenig spricht. Die Mädchen des Internats - Malen, Marie und Anna - werden schnell zur Projektionsfläche aller Sehnsüchte. Fast kommt es zum Konflikt zwischen den Freunden, da Benjamin und Janosch sich in die Traumfrau Malen verlieben ...


SzenenfotoDarsteller: Robert Stadlober (Benjamin), Tom Schilling (Janosch), Dagmar Manzel (Juliane), Burghart Klaussner (Klaus), Mira Bartuschek (Paula), Oona Devi Liebich (Malen), Christoph Ortmann (Kugli), Joseph Bolz (Dünner Felix), Can Taylanlar (Troy), Willy Rachow (Florian), Julia Hummer (Marie), Karoline Herfurth (Anna), Cornelia de Pablos (Laura), Alexandra Maria Lara (Melanie), Nic Romm (Richi), Jörg Gudzuhn (Herr Falkenstein), Katharina Müller-Elmau (Frau Westphalen), Irene Kugler (Frau Bachmann), Germain Wagner (Herr Richter), Andreas Schmidt (Ricardo), Franziska Schlattner (Isabelle), Maximilian von Pufendorf (Carsten), Jana Straulino (Mädchen im Zug), Simon Brusis (Schüler), Frederic Welter (Schüler), Jessica (Angelique)

Regie: Hans-Christian Schmid

Stab: • Produzenten: Jakob Claussen, Thomas Wöbke für Claussen + Wöbke Filmproduktion GmbH • Drehbuch: Hans-Christian Schmid, Michael Gutmann • Vorlage: Roman "Crazy" von Benjamin Lebert • Filmmusik: - • Kamera: Sonja Rom • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Ingrid Henn • Schnitt: Hansjörg Weissbrich • Kostüme: Anke Winckler • Make Up: Tatjana Krauskopf, Claudia Stolze • Ton: Marc Parisotto • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Crazy" ist eine Geschichte über gute Freunde und den ersten Sex, über Sehnsucht, Träume und die Einsamkeit der Jugend beim Erwachsenwerden.

film-dienst 2000-12: Der Film hält sich eng an die literarische Vorlage und wiederholt ihre Schwächen wie Stärken: einerseits lebendiges Sittenbild mit vielen plastischen Momenten, die über das bloße Protokoll des Heranwachsens hinausreichen, andererseits nicht frei von Beliebigkeit und Leerlauf. Trotz dieser Ambivalenz entwirft der Film eine außergewöhnliche Perspektive auf den gegenwärtigen emotionalen Zustand von 14- bis 16-Jährigen.

SzenenfotoTV Movie 2000-12: Wie das Buch beschreibt auch der Film nicht nur ein Einzelschicksal, sondern trifft das Lebensgefühl einer ganzen Generation - erfrischend direkt, bewegend, authentisch, ernsthaft und komisch zugleich. Regisseur Hans-Christian Schmid bleibt in seiner Inszenierung angenehm zurückhaltend, vertraut ganz auf die Faszination der Geschichte und die unbekümmert agierenden Jungschauspieler.

Kultur Spiegel 2000-06: Eine Internatsgeschichte, geschrieben von einem Schüler für Schüler: Das Romandebüt des damals 17-jährigen Benjamin Lebert war ein Überraschungserfolg. Und auch der Film ist eine Überraschung - weil er souverän mit der Vorlage umgeht, ohne sie zu verfälschen, weil er Bilder für Stimmungen findet und weil er sicher auf der Grenze wandelt, wo Ehrlichkeit zu Peinlichkeit wird - ohne jemals zu kippen.

SzenenfotoCinema 2000-06: Hans-Christian Schmid ist Deutschlands bester Jugend-Filmer: Nach dem Hacker-Drama 23 und dem Franka-Potente-Debüt Nach fünf im Urwald zeigt auch seine Bestseller-Verfilmung des Internatsromans von Benjamin Lebert, wie großartig Teenkino sein kann, wenn man die Kids ernst nimmt.

Claus Wecker (ap): Auf Einsamkeit und Verlassenheitsgefühle geht der Film kaum ein - da ist er zu cool. Doch mag es auch ein wenig ungerecht sein, von einer Verfilmung etwas zu verlangen, das in der Vorlage hauptsächlich zwischen den Zeilen steht. Wie dem auch ist, "Crazy" zählt sicherlich zu den wenigen sehenswerten deutschen Filmen.

SzenenfotoDer Spiegel 2000-23: "Crazy", die Verfilmung des Buchs von Benjamin Lebert, schildert mit schöner Gelassenheit das Drama des Erwachsenwerdens.

TV Spielfilm 2000-12: Das Leben 16-jähriger Internatsschüler - witzig und intelligent.

TV Today 2000-12: Großartiges Porträt der Lebensabschnittshölle, die man Pubertät nennt.

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