Office Killer

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Office Killer
Titel USA: Office Killer
Genre: Horror
Farbe, USA, 1999, FSK 18

Kino Deutschland: 2000-06-15
Laufzeit Kino: 83 Minuten
Kinoverleih D: Scotia Film

Videocover
Videocover Video Deutschland: 2001-01-30
Laufzeit Video: 81 Minuten
Anbieter: BMG


Szenenfoto Die unscheinbare, schüchterne Dorine arbeitet seit Jahren für das Verbraucher-Magazin Constant Consumer. Der stupide Büroalltag ist ihr Ein und Alles, da sie zu Hause ihre bettlägerige und despotische Mutter pflegen mußs. Ihre Welt bricht völlig zusammen, als sie von ihrer karriere-süchtigen Chefin zur Heimarbeit verdonnert wird. Als sie eines nachts im Büro aus Versehen einen Kollegen tötet, lässt sie die Leiche einfach verschwinden und deponiert diese im Keller ihres Hauses.

Schnell findet sie Geschmack daran, unliebsame Mitmenschen auf diese Weise loszuwerden. Die Objekte ihrer neu entfachten Leidenschaft versammelt sie in ihrem Wohnzimmer. Zwischen den verwesenden Leichen und Dorine entwickelt sich eine gesellige Idylle. Endlich hat sie die Familie, nach der sie sich immer gesehnt hat, in der ihr niemand Anweisungen gibt und keiner widerspricht. Mit Ausnahme der Redakteurin Kim hegt niemand einen Verdacht gegen die stille Dorine ...


SzenenfotoDarsteller: Carol Kane (Dorine Douglas), Molly Ringwald (Kim Poole), Jeanne Tripplehorn (Norah Reed), Barbara Sukowa (Virginia Wingate), Michael Imperioli (Daniel Birch), David Thornton (Gary Michaels), Mike Hodge (Mr. Landau), Alice Drummond (Carlotta Douglas)

Regie: Cindy Sherman

Stab: • Produzenten: Christine Vachon, Pamela Koffler für Good Fear Film • Drehbuch: Elise MacAdam, Tom Kalin • Vorlage: - • Filmmusik: Evan Lurie • Kamera: Russell Fine • Spezialeffekte: Rob Benevides (Special Make Up) • Ausstattung: Kevin Thompson • Schnitt: Merril Stern • Kostüme: Todd Thomas • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Der Spiegel 2000-24: Die gefeierte amerikanische Fotokünstlerin Cindy Sherman, 46, begann ihre Karriere mit einer Reihe von Aufnahmen, die sie "film stills" betitelte. Darum stieß Shermans Idee, tatsächlich einen Film zu drehen, zunächst auf Begeisterung. Doch als der feministisch-freudianische Kunstschocker 1997 fertig war, zeigten sich selbst hartnäckige Sherman-Fans von der Banalität ihres Bösen enttäuscht. (...) Das ist zwar eklig, aber nicht viel spannender als der Dia-Abend eines Wolpertinger-Enthusiasten.

TV Movie 2000-13: Cindy Shermans Vorliebe fürs Makabre findet auf der Leinwand ihre Fortsetzung: Dorines Keller, in dem die Ermordeten zuhauf verwesen, ist ein Kabinett des Schreckens. Horror kommt dennoch nicht auf, weil uns das Gekille völlig kalt lässt: Die unsympathische Büro-Maus mordet emotionslos ekelhafte Menschen. Das ist zu keiner Zeit spannend und erst recht nicht komisch. Sherman sollte daher besser beim Fotografieren bleiben.

Szenenfotofilm-dienst 2000-12: Ein Film weniger für Genrefans als für Kunstfreunde, der auch als Einführung in eine von der Hochkultur wenig erschlossene Filmgattung Interesse weckt.

TV Today 2000-13: Makabres B-Movie-Kammerspiel, das nicht zu Potte kommt.

Dirk Jasper FilmLexikon
© Fotos: 2000 Scotia Film © 1994 - 2010 Dirk Jasper