Im Juni 1946 lancierte Stalin eine groß angelegte Propaganda-Kampagne unter den nach der Oktober-Revolution in den Westen emigrierten Russen. Er bot ihnen Amnestie, einen russischen Pass und die Gelegenheit, am Wiederaufbau der UdSSR nach die Krieg teilnehmen zu können.
Alexei Golovine, der nach Frankreich ausgewandert war, ging mit vielen anderen auf diesen Appell ein und entschloss sich, mit seiner jungen französischen Frau und seinem Sohn Serioja zurückzukehren in das Land seinere Väter und Mütter, das ihm so sehr fehlte.
Aber bei ihrer Ankunft in Odessa finden sie sich einer schrecklichen Wirklichkeit gegenüber ...
Filmkritiken
TV Movie 2000-14: Tapfere Frauen in schwierigen Zeiten - eine Spezialität für Regis Wargnier ("Indochine", 1991). Doch diesmal hat sich der Filmemacher übernommen. Da wird vieles angerissen und wenig zu Ende geführt. Als Liebesdrama mag der Film noch funktionieren. Doch bei der Systemkritik verlässt er sich auf platte Klischees, die wenig Licht in den dunklen Alltag des Kommunismus bringen.
Wolfgang Hübner (Rhein-Zeitung) 2000-07-01/02: Der Film ruft ein fast unbekanntes Stück Historie ins Gedächtnis, verwoben mit dem Schicksal des russisch-französischen Paares im Zentrum. So etwas kann leicht in Kitsch abgleiten. Aber die Geschichte ist zu erschütternd, die Inszenierung zu spannend und die Schauspieler sind zu gut, um dieser Gefahr zu erliegen. Besonders Sandrine Bonnaire beeindruckt als Marie.
Der Spiegel 2000-26: Wie immer bei Wargnier wird das mit Aufwand und besten Zutaten aufgetischt, Sandrine Bonnaire ist eine Heroine ohne falschen Kitsch und erfährt noblen Beistand durch Oleg Menschikow und Cathérine Deneuve.
Cinema 2000-07: Das Oscar-nominierte Melodram von Regisseur Régis Wargnier erzählt die Geschichte einer Heimkehrerfamilie im Russland der Stalin-Ära.
TV Today 2000-14: Aufrüttelnde Geschichtsstunde als spannender Nervenkrieg.