Luna Papa

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Interview mit Moritz Bleibtreu • Filmplakat im Großformat

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Luna Papa
Titel Russland: Luna Papa
Genre: Abenteuer
Farbe, Österreich, Deutschland, Russland, Schweiz, Frankreich, 1999

Kino Deutschland: 2000-07-27
Laufzeit Kino: 107 Minuten
Kinoverleih D: Arthaus

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 2001-02-13
Kaufkassette: 2001-04-03
Laufzeit Video: 105 Minuten
Anbieter: Arthaus Aktiv

DVD Deutschland: 2001-02-13
Laufzeit DVD: 105 Minuten
Anbieter: Arthaus Aktiv



Szenenfoto In einem kleinen Dorf unweit von Samarkand lebt die etwas exzentrische Familie Bekmouradova: die 17-jährige Mamlakat, ihr verwitweter Vater Safar und ihr Bruder Nasreddin, der geistig verwirrt aus dem Krieg in Afghanistan zurück gekehrt ist. In dieser verlassenen Ecke von Zentralasien wimmelt es von Gangstern, armseligen Schwindlern und einer Menge anderer düsterer Gestalten.

Die selten in Erscheinung tretende Polizei ist machtlos, und so werden Gesetz und Ordnung von einer Gruppe ehemaliger, in einem alten Tankwagen patroullierender Soldaten repräsentiert. Mamlakat träumt davon, Schauspielerin zu werden, und treibt sich, wann immer es geht, im Theater herum.

Szenenfoto Eines Nachts wird sie im Mondschein von einem mysteriösen Fremden verführt, der vorgibt, ein Freund von Tom Cruise zu sein. Bald darauf stellt Mamlakat fest, dass sie schwanger ist. Eine heimliche Abtreibung wird auf höchst skurrile Weise vom Schicksal verhindert, und so macht sich Safar, der wild entschlossen ist, die Ehre der Familie wieder herzustellen, mit Tochter und Sohn auf die Suche nach dem Verführer.

Die Reise in einem alten Lastwagen wird zum temporeichen Abenteuer-Trip, bevor Mamlakat endlich den Mann ihres Lebens findet. Doch es ist wie verhext: Die Hochzeitsfeier ist noch nicht zu Ende, als ein weiteres unglaubliches Ereignis das lang ersehnte Glück aus den Angeln hebt ...


SzenenfotoDarsteller: Chulpan Khamatova (Mamlakat), Moritz Bleibtreu (Nassreddin), Ato Mukhamedshanov (Safar), Polina Raykina (Stimme von Chabibullah), Merab Ninidze (Alek), Nikolai Fomenko (Yassir), Lola Mirzorakhimova (Sube), Sheraly Abdulkaisov (Akbar), Dinmukhammed Akhimov (Gynäkologe), Azalbek Nasriev (Alisher Khamraev)

Regie: Bakhtiar Khudojnazarov

Stab: • Produzenten: Karl Baumgartner, Heinz Stussak, Igor Tolstounov, Thomas Koerfer, Philippe Avril für Pandora Film /Prisma Film • Drehbuch: Irakli Kwirikadze • Vorlage: - • Filmmusik: Daler Nasarov • Kamera: Martin Gschlacht, Dusan Joksimovic, Rostislav Piromov, Rali Ralchev • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Negmat Dzhuraev • Schnitt: Kirk von Heflin, Evi Romen • Kostüme: Zebo Nassirova • Make Up: Jakob "John" Peier • Ton: Rustam Akhadov • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Bakhtiar Khodoinazarovs ungestüm fabulierendes, vor Energie berstendes Märchen entstand unter abenteuerlichen Umständen in Tadschikistan und begeisterte die Zuschauer beim Filmfest in Venedig 1999.

Tobias Kniebe (Süddeutsche Zeitung): Von diesem Regisseur wird man auf jeden Fall hören. Er schafft es immer wieder, mit Szenen von absurder Poesie zu überraschen, bei denen nicht nur Schäfern die Haare zu Berge stehen. Und genau solche Szenen sind es, die das Kino der Gegenwart wieder wach machen.

SzenenfotoTV Movie 2000-16: Begeisterte Besucher verglichen Moritz Bleibtreu mit dem Marx-Brother-Mitglied Harpo. Mindestens ebenso großartig verzaubert Khudojnazarovs skurriler und dabei märchenhafter Humor, seine leise Melancholie und schließlich die liebevolle Darstellung ländlicher Traditionen.

Cinema 2000-08: In diesem fantastischen wie tragikomischen Film versucht Moritz Bleibtreu als sympathischer Dorftrottel Nasreddin, den Verführer seiner schwangeren Schwester zu finden, um ihre Ehe zu retten.

Christiane Peitz (Die Zeit): "Luna Papa" trotzt der Wirrnis des Weltenlaufs eine wilde Poesie ab, ein anarchisches Chaos, in dem die Liebe eines jungen Mädchens den Tod übersteht.

SzenenfotoTV Today 2000-16: Eine wilde Reise durch Absurdistan, wirr konstruiert und bemüht poetisch.

TV Spielfilm 2000-16: Schräg, witzig, traurig - ein ungewöhnliches Märchen.

Der Tagesspiegel: Ein Geniestreich.

Dirk Jasper FilmLexikon
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