Ihr Körper ist eingeschlossen, aber ihre Phantasie ist frei: Das Mädchen Lara lebt in einer psychiatrischen Anstalt. Sie scheint nicht krank zu sein, aber sie lehnt sich auch nicht gegen ihre Gefangenschaft auf. In ihren Träumen findet sie ein Glück, dass ihr niemand nehmen kann: Sie taucht hinab in das Blau des Ozeans, ohne Luft holen zu müssen, eins mit dem Wasser. Sie schwimmt und spielt mit ihren Freunden, den Delphinen.
Das harte Weiß des Anstaltslebens, die kalten Farben der Psychiatrie kontrastieren mit Laras Traumwelt. Wenn sie nicht im Dämmerzustand der Beruhigungsmittel vor sich hinlebt, kämpft sie für kleine Freiräume und erlaubt sich Trotzreaktionen gegen das Anstaltspersonal. Nur zu dem Pfleger Jakob entwickelt sie eine besondere Beziehung. Er beginnt ihre Träume und Geheimnisse zu verstehen - zwischen den beiden entsteht eine unausgesprochene Zuneigung.
Jakob schenkt Lara ein Foto des Ozeans, das ihre Gedanken zu beflügeln scheint: Ihre Phantasie beginnt auch auf andere Patienten überzugreifen. Die Oberschwester sieht die Ordnung der Anstalt bedroht und greift zu Strafen und Zwangsmaßnahmen. Nach einer besonders heftigen Konfrontation wird Lara auf ihrem Bett gefesselt.
Aber der Drang nach Freiheit, einmal entfacht, lässt sich nicht wieder eindämmen. Selbst Jakobs Entlassung ist nur ein vorübergehender Sieg für die Kräfte der Unterdrückung. Während Lara, allein in ihrem Zimmer, ihre dunkelsten Momente durchlebt, findet sie draußen, in der Außenwelt, einen ungewöhnlichen Verbündeten, der gemeinsam mit Jakob eine phantastische Befreiungsaktion plant ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: "Dolphins" ist ein modernes Märchen. Ein einzigartiges, berauschendes Wagnis im Kino der Gegenwart, dass nur noch auf Sicherheit bedacht zu sein scheint.
Jens Golombek (TV Movie) 2000-18: "Dolphins" ist ein kleines Wunderwerk - trotz der wenig originellen Story. Die wunderschönen und einfallsreich eingefangenen Bilder gleichen das jedoch locker aus. Dazu kommt die romantische Filmmusik von Marcel Basotti. Und so möchte man nur noch eins: abtauchen - in die tintenblaue Tiefe friedlicher Fantasie.
TV Spielfilm 2000-18: Magisches Bilderballett mit Tiefenwirkung.
Bemerkungen
Da der Hauptfilm nur 45 Minuten lang ist, werden zwei Vorfilme dazu im Paket mit gezeigt:
1. "Verzaubert" von Carmen Stozek und Christian Ditter: Die Geschichte eines schüchternen Jungen und eines wundersamen Haarschnitts, der den Jungen nicht nur ein anatomisches Wunder, sondern auch die Eroberung seiner großen Liebe vollbringen lässt.
2. "Queen's Park Story" von Barney Cokeliss: Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die im Queen's Park in London spielt.