Die Stille nach dem Schuss

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Filmplakat im Großformat

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Die Stille nach dem Schuss
Titel USA: Die Stille nach dem Schuss
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2000

Kino Deutschland: 2000-09-14
Laufzeit Kino: 101 Minuten
Kinoverleih D: Arthaus

DVD-Cover
DVD-Cover DVD Deutschland: 2001-04-17
Laufzeit DVD: 98 Minuten
Anbieter: Arthaus Aktiv

Video Deutschland: 2001-04-17
Kaufkassette: 2001-06-05
Laufzeit Video: 98 Minuten
Anbieter: Arthaus Aktiv



Szenenfoto Deutschland in den 70er Jahren. Über die heitere Anarchie kommt Rita Vogt zum Terrorismus, verführt durch ihren Gerechtigkeitssinn und durch die Liebe zu Andi. Als sie das Scheitern der Bewegung erkennt, taucht sie in der DDR unter. Mit Hilfe der Staatsicherheit, personifiziert in Erwin Hull, beginnt für sie dort unter anderem Namen eine neue Existenz.

Rita führt sozusagen das normale Leben der Arbeiterklasse. Sie will ankommen, während ihre junge Kollegin Tatjana weg will, in den Westen. Zwischen beiden beginnt eine Freundschaft, der eine Fahndungsmeldung im Westfernsehen ein abruptes Ende setzt. Wieder mußs Rita untertauchen. Mit einem neuen Namen in einer neuen Stadt scheint sie mehr Glück zu haben.

Rita lernt im Urlaub den Studenten Jochen kennen. Er will sie mit nach Moskau nehmen. Doch dann wird Rita von ihrer Vergangenheit eingeholt, es ist das Jahr 1989 - die Mauer fällt, die DDR hört auf zu bestehen ...


SzenenfotoDarsteller: Bibiana Beglau (Rita Vogt), Martin Wuttke (Erwin Hull), Nadja Uhl (Tatjana), Harald Schrott (Andi), Alexander Beyer (Jochen), Jenny Schily (Friederike), Mario Irrek (Klatte), Thomas Arnold (Gerngross), Franca Kastein (Anna), Dietrich Körner (General), Alexander Hosfeld (Dr. Gruber), Rudolf Donath (Vater von Tatjana), Monika Pietsch (Mutter von Tatjana)

Regie: Volker Schlöndorff

Stab: • Produzenten: Dr. Arthur Hofer für Babelsberg Film / Emmo Lempert für Mitteldeutsches Filmkontor • Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Andreas Höfer • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Susanne Hopf • Schnitt: Peter Przygodda • Kostüme: Anne-Gret Oehme • Make Up: Jeanette-Nicole Latzelsberger, Karin Stephan • Ton: Detlev Fichtner • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Regisseur Volker Schlöndorff knüpft mit seiner direkten, knappen, klaren Erzählweise an die großen Erfolge seiner politisch engagierten Filme der 70er Jahre an ("Die verlorene Ehre der Katherina Blum"). Sein Film nach dem Skript des renommierten Drehbuchautors Wolfgang Kohlhaase ist eine Überraschung für jeden, der genau zu wissen glaubt, wie man heute über West-Terroristen und Ost-Alltagsleben urteilen müsste.

film-dienst 2000-19: Ein überzeugender Versuch deutsch-deutscher Geschichtsaufarbeitung. Durch die Zusammenarbeit des DDR-kundigen Autors mit dem auch filmisch der 68er-Generation verbundenen Regisseur entstand ein Film von einer im deutschen Nachkriegsfilm selten erlebter Authentizität. Pointiert in den Dialogen und atmosphärisch stimmig inszeniert, besticht vor allem auch das berührende Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen, das die Grenzen von Fiktion und Realität aufhebt.

SzenenfotoRhein-Zeitung 2000-09-13: Gleich zwei Preise konnte Regisseur Volker Schlöndorff mit seinem neuesten Film einheimsen, einer davon war der "Blaue Engel" für den besten europäischen Film bei den Berliner Filmfestspielen. (...) Volker Schlöndorff knüpft mit diesem Film an politische Filme wie seinen eigenen "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1975) und "Deutschland im Herbst" (1978) an.

H. G. Pflaum (Süddeutsche Zeitung): Es geht nicht um Aufklärung oder Abrechnung mit dem Terrorismus. Es geht um ein deutsches Leben, das in dieser Form nirgendwo sonst und zu keiner anderen Zeit möglich gewesen wäre.

SzenenfotoCinema 2000-09: Volker Schlöndorffs deutsch-deutsche Gesellschaftsstudie basiert lose auf der Biografie der westdeutschen Ex-Terroristin Inge Viett.

Rolf von der Reith (TV Today) 2000-19: Ein kluger, spannender Film. Deutsche Geschichte als Kinostoff? Geht doch!

TV Spielfilm 2000-19: Der Film verliert sich zwischen privatem und politischem Drama.

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