Eine Familie in Deutschland in den 30er Jahren. Eberhard Hoffmann
(Vadim Glowna) ist Vater von vier Kindern und betreibt ein
Schuhgeschäft. Er ist ein mürrischer Mann, der oft an
seinen Kindern herumnörgelt, während die Mutter
(Elisabeth Trissenaar), ein eher ruhiger Charakter, die Familie
zusammenhält.
Ida, die schöne, älteste Tochter, ist ungewollt schwanger und mußs dem Vater möglichst bald den Fehltritt beichten. Ihre jüngere Schwester Charlotte (Fritzi Haberlandt) ist unsterblich in Hugo (August Diehl) verliebt, den Vater des Kindes. Ernst-Ludwig (Devid Striesow), der große Bruder, will Journalist werden und hält bei jeder Gelegenheit die Familienereignisse mit der Kamera fest. Später wird er sich für die Sache der Nazis stark machen. Das Nesthäkchen Albert (David Stoy) trägt, zum Entsetzen des Vaters, am liebsten Frauenkleider und singt mit Falsettstimme.
Am Tag der Hochzeit kommt es zur Katastrophe: Nachdem Ernst-August das obligatorische Familienfoto geschossen hat und alle beim Essen sitzen, erscheint Albert wie ein Mädchen gekleidet und singt seiner Schwester mit Sopran-Stimme das Ave Maria. Der Vater, außer sich über die Peinlichkeit, verstößt seinen Sohn. Albert, zutiefst gedemütigt und verletzt, erhängt sich noch während der Hochzeitsfeier auf dem Dachboden seines Elternhauses
Noch am Hochzeitstag stirbt der Vater. Die Frauen der Familie beschließen, das Schuhgeschäft weiter zu führen. Als der Krieg ausbricht, wird Bernhard eingezogen. Hugo versucht mehr schlecht als recht, sich als Buchhändler zu etablieren. Seine Ehe mit Ida ist nicht glücklich. Bevor auch Hugo an die Front mußs, sieht er Charlotte ein letztes Mal wieder. Beide können der immer noch bestehenden Anziehungskraft nur schwer widerstehen.
Nach Kriegsende steht eines Tages Hugo vor Charlottes Tür. Hugo hat Arbeit an der Rezeption eines kleinen Hotels gefunden und lebt von nun an bei Charlotte. Charlotte und Hugo gestehen sich endlich ihre Gefühle füreinander ein. Sie erleben eine kurze Zeit des vollkommenen, ungetrübten Glücks. Völlig unerwartet steht eines Abends der totgeglaubte Bernhard vor der Tür.
Wieder ist Charlotte auf sich allein gestellt. Sie lebt vom Verkauf der Schuhe, die sie im Keller ihres zerbombten Elternhauses gefunden hat. Von Hugo erwartet sie ihr drittes Kind. Ihr Stolz verbietet ihr jedoch, sich ihm mitzuteilen. Wie sie es immer getan hat, nimmt Charlotte ihr Leben selbst in die Hand. Eines Tages erhält Charlotte Besuch von Bernhards blindem Kriegskameraden Anton. Er ist der letzte, der Bernhard nach Kriegsende lebend gesehen hat. Charlotte nimmt ihn auf. Anton arbeitet als Masseur und kümmert sich liebevoll um die Familie. Doch sie begegnet auch Hugo wieder, und ihre Affäre ist leidenschaftlicher denn je ...
Voller nervöser Vorfreude
treffen die beiden aufeinander. Was haben sie sich am Ende ihres
Lebens zu sagen? Beide haben erkannt, dass es für jeden von
ihnen nur die eine große Liebe gab. Hugo wird endlich von der
Existenz seiner Tochter erfahren - und schließlich haben beide
im wahrsten Sinne des Wortes noch eine gemeinsame Leiche im Keller
...
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Eine Familie in Deutschland in den 30er Jahren. Eberhard Hoffmann
(Vadim Glowna) ist Vater von vier Kindern und betreibt ein
Schuhgeschäft. Er ist ein mürrischer Mann, der oft an
seinen Kindern herumnörgelt, während die Mutter
(Elisabeth Trissenaar), ein eher ruhiger Charakter, die Familie
zusammenhält.
Idas anstehende Hochzeit mit Hugo trifft Charlotte wie ein Schlag.
Auch Vater Hoffmann ist nicht begeistert. Er hält Hugo eher
für einen Träumer als für einen rechtschaffenen
Familienvater. Hugo hat keinen Beruf und kein Geld, lehnt aber das
Angebot seines Schwiegervaters in spe, ins Familiengeschäft
einzusteigen, ab. Er will Schriftsteller werden.
Charlotte, die immer zu ihrem kleinen Bruder gehalten hat, wird dem
Vater dieses Unglück nie verzeihen. Ihr jugendliches
Liebesdrama scheint beendet, als sie den zuverlässigen, aber
etwas langweiligen Lehrer Bernhard (André Hennicke)
kennenlernt und heiratet. Bei ihrer Hochzeit flirtet auch Hugo mit
ihr, der die glückliche Charlotte eifersüchtig
beobachtet.
Bernhard kommt auf Heimaturlaub, schwer gezeichnet von den
Erlebnissen des Krieges. Ernst-Ludwig, der in einen Hof
eingeheiratet hat, fällt schon in den ersten Kriegsmonaten.
Als das Leben in der Stadt immer schwieriger wird, ziehen Ida und
ihre Mutter aufs Land zu Ernst-Ludwigs Witwe. Charlotte hält
mit ihren Kindern in der Stadt die Stellung. Ihr Mann Bernhard gilt
als gefallen.
Charlotte ist geschockt und reagiert voller Panik, als Bernhard sie
bedrängt. Charlotte wehrt sich und es passiert ein
schrecklicher Unfall. Als Hugo nach Hause kommt, findet er
Bernhards Leiche im Wohnzimmer. Um sie zu entsorgen, greifen die
beiden zu einem pragmatischen Mittel: Bernhard wird kurzerhand im
Keller eingemauert. Dieser Vorfall belastet das Verhältnis der
beiden Liebenden. Als Ida schwer erkrankt, kehrt Hugo zu seiner
Familie aufs Land zurück.
Während eines heimlichen Treffens von Charlotte und Hugo kommt
Anton bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Charlotte, von
Selbstvorwürfen geplagt, sieht Hugo nicht wieder. Jahre
später lebt Charlotte noch immer alleine in der alten Villa.
Regine (Gisela Schneeberger) und deren Sohn Felix (Fabian Busch)
leben in ihrer Nähe. Ihr Enkel hilft beim nötigsten, doch
Charlotte (Gisela Trowe) ist eine rüstige alte Dame. Eines
Tages erhält sie einen Brief, der ihr Leben noch einmal
verändern soll: Hugo (Heinz Bennent) kündigt seinen
Besuch an ...