Filmkritiken
Filmkritik von Tino Hahn
Dirk Jasper FilmLexikon: In dem ebenso komischen wie dramatischen "Liberty Heights" geht es um die 50er Jahre, um Rassen, Klassen und religiöse Abgrenzung. Gesehen durch die Augen zweier Generationen einer jüdischen Familie erweist sich das Jahr 1954 als Prüfstein für ihr Selbstverständnis, für ihr ganzes Leben.
Cinema 2000-10: Aus Sicht des Teenagers Ben Kurtman im Baltimore der 50er erzählt Barry Levinson (Rain Man) Episoden einer jüdischen Familie: Ben verliebt sich in die schwarze Mitschülerin Sylvia und verlässt zum ersten Mal das jüdische Viertel. Ursprünglich als cineastischer Rachefeldzug gegen eine unkorrekte Kritikerin gedacht, drehte Levinson ein ergreifend-witziges Melodram.
Kultur Spiegel 2000-10: Liebe und erstes Leid im Baltimore der Fünfziger. (...). dass das auf Dauer nicht gut gehen kann, zeigt Regisseur Barry Levinson (Rain Man) in seinem hinreißenden Porträt einer Gesellschaft im Wandel. Eine Art "American Graffiti" für den gehobenen Mittelstand.
Stern 2000-41: Dabei beschwört der Regisseur seine eigene Jugend herauf und blättert in den Erinnerungen wie in einem Fotoalbum: hier ein Bild, das eine traurige Liebe wieder aufleben lässt, da ein Schnappschuss, über den man noch heute lachen kann. Oder Fotos, die einfach nur nostalgisch stimmen - und die man sich immer wieder anschauen möchte.
film-dienst 2000-20: Mit fast dokumantarischem Blick und ohne jede Effekthascherei inszeniert, wird der von tiefem Verständnis für die Figuren getragene Blick in die Vergangenheit auch zur kritischen Reflexion der Gegenwart.
Rhein-Zeitung 2000-10-04: Rassen- und Glaubensunterschiede beschreibt Levinson mit viel Humor und einer gesunden Portion Selbstironie.
Gernot Gricksch (TV Today) 2000-21: Wunderbar verschrobene Familiengeschichte, die von Herzen kommt.