Im Exil in Bordeaux lässt der inzwischen 82-jährige Maler Goya sein Leben Revue passieren.
Ein Leben, das vom Kampf um Anerkennung und steigender künstlerischer Auseinandersetzung, von der großen Liebe zur Herzogin von Alba, seiner Taubheit und der Angst um seine von Kriegswirren und Revolution überzogenen Heimat geprägt war.
Ein Künstler, sein Leben, sein Werk - und seine Obsessionen ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: In "Goya" erforscht und beschreibt der international gefeieerte Regisseur und Drehbuch-Autor Carlos Saura das Leben und die künstlerische Entwicklung des Mannes, der neben Veláquez als bedeutendster Maler Spaniens und vielleicht wichtigster Künstler der Moderne gilt. Mit sensiblem Gespür für die einzigartige sozio-politische Atmosphäre einer Ära des aufklärerischen Wandels und des Fortschritts, aber auch der Revolution und Machtkämpfe zeichnen Saura und sein mehrfach preisgekrönter Kameramann Vittorio Storara ein kraftvolles, emotions- und bildgewaltiges Porträt des großen Künstlers, in dem zahlreiche der berühmtesten Werke Goyas förmlich zu Leben erweckt werden.
Rhein-Zeitung 2000-10-25: Regisseur Carlos Saura und der Künstler Francisco de Goya stammen beide aus der Provinz Aragon, wie Luis Bunel, von Saura ebenso verehrt. Das opulente Porträt von Goya zeigt den genialen Künstler inmitten einer historischen Kulisse, die ein hohes Maß an Authentizität schafft. (...) Saura hat eine engagierte Hommage an den verehrten Künstler geschaffen.
film-dienst 2000-22: Das Porträt verdichtet sich zu einem faszinierenden Bilderbogen der spanischen Geschichte, die geprägt ist von Rückschrittlichkeit und Despotismus. Kein leichter konsumierbares Werk, das die Synthese von Film, Malerei und Theater wagt und durch eine meisterliche Fotografie visionäre Welten erschließt. Überzeugend auch als Künstlerbiografie unter dem Vorzeichen der Vergänglichkeit, die durch ihren Bildersog und ihre Dartellungskunst fasziniert.
Wolfgang Hübner (Rhein-Zeitung) 2000-10-28: Saura bietet die Elite der spanischen Schauspieler für diesen Film auf, allen voran der großartige Francisco Rabal in der Titelrolle. Für Liebhaber der Malerei oder spanischer Geschichte gewiss ein reizvoller, ansonsten aber recht anstrengender Kunstfilm.
Nürnberger Nachrichten: Sauras Bild-Ästhetik verführt die Sinne, beflügelt den Geist und fordert den Zuschauer heraus. Das Beste, was das Kino zu bieten hat.
Süddeutsche Zeitung: Eine bildgewaltige Erkundung der Träume und Halluzinationen, der Leidenschaften und Dämonen Francisco de Goyas.
Blickpunkt Film: Eine cineastische Köstlichkeit.
Münchner Merkur: Ausgefeilte Künstlerskizze.