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Vor der KameraDie wunderbaren jungen Darsteller aus Katja und der Falke - die Dänin Fanny Bernth und ihre italienischen Mitspieler Loris Tocci, Raimondo Guida, Simone la Vecchia und Carlo Mirko Casaburo machten mit dem Film allesamt erste Schritte als Kinoschauspieler.Hilfreich für die kleinen Akteure war, dass ihre erwachsenen Kollegen auf große Kamera-Erfahrung zurückgreifen konnten und den Nachwuchsmimen nicht nur so manchen guten Tipp gaben, sondern ihnen auch das Lampenfieber nahmen! Kiik ist der WanderfalkeKeinen plüschigen Welpen, kein niedliches Kätzchen und kein großäugiges Pferdchen stellt der dänische Regisseur und Drehbuchautor Lars Hesselholdt seiner kleinen Heldin Katja zur Seite, sondern den Wanderfalken (Falco peregrinus) Kiik. Der bedient wohltuend in keiner Weise die Klischees vom tapsigen "tierischen Freund", sondern fasziniert vor allem durch seine stolze Ausstrahlung.Gerade diese fast spröde wirkende Unabhängigkeit des Tiere sorgt dafür, dass Kiik nicht ablenkt und der Fokus der Geschichte auf Katja und ihren Erlebnissen bleibt. Man kann natürlich davon ausgehen, dass Vogelkennerin Katja weiß, dass der Falke ein sagenumwobenes Fabeltier ist, ein vieldeutig interpretierbares Symbol durch Jahrhunderte und Kulturen. Laut Herders Lexikon der Symbole (1990) ist der Falke ein "sonnenhaftes, (...) himmlisches Symbol". In Ägypten galt er wegen "seiner Kraft, Schönheit und seines hohen Flugs" als göttliches Symboltier. Der Falke ist u.a. das heilige Tier des Sonnengottes Re, und der Gott Horus erscheint in der ägyptischen Mythologie oft in Gestalt eines Falken oder eines Menschen mit Falkenkopf. Ein bisschen von diesem überirdischen Funkeln hat Kiik vielleicht auch - immerhin löst er die ganze Geschichte aus: Hätte Katja ihn nicht gefunden, hätte sie ihn nicht vor dem Unwetter schützen wollen und und und. Dabei trägt Kiik selbst aktiv nur wenig zur Geschichte bei: Er ist kein "Beethoven", kein "Willy" und kein "Pauli". Er ist auf Katjas Hilfe angewiesen, denn Vögel dieser Rasse erweisen auf vielerlei Arten ihre Treue: treu ihrem Revier und treu ihrem Partner, den sie sich für ein Leben wählen. Kiik, das spürt Katja, mußs wieder nach Hause in sein Revier und zu seiner Familie. Ihre Suche nach Kiik führt sie zu sich selbst. Wie ein Wanderfalke auf der Suche nach einem geeigneten Territorium ist Katja auf der Suche nach Heimat in ihrem Leben. Und weil ein Umweg manchmal der direkteste Weg ist, mußs sie bis nach Italien fahren und durch vier italienische Jungs lernen, dass Freunde ruhig verschieden sein können. Der Falke Kiik, der als Jungtier so unerfahren und hilfsbedürftig ist, schwingt sich am Ende des Filmes bereits in große Höhen: ein freies, schönes und stets ein wenig geheimnisvolles Tier. Falken-KurzinfoDer Wanderfalke (Falco peregrinus) bewohnt in zahlreichen Rassen fast die ganze Erde. Bei einer Länge von 38 bis 48 Zentimetern werden Männchen taubengroß, Weibchen krähengroß. Sein Gefieder ist an der Oberseite schiefergrau bis dunkelbraun, mit schwärzlichem Scheitel; an der Unterseite lehmrötlich weiß, eng schwarz gebändert (Altvogel) bzw. herzförmig gefleckt (Jungvogel).Der Vogel ist durch einen breiten, lappenförmigen schwarzen Bartstreif gekennzeichnet, hat dunkelbraune Augen, eingerahmt von einem Ring nackter, gelber Haut, einen blaugrauen Schnabel mit schwarzer Spitze und - bei ausgewachsenen Tieren - leuchtend gelber Wachshaut sowie gelbe Füße. Der Wanderfalke nistet nicht nur auf Bäumen, sondern auch an Felswänden und auf Felsspitzen sowie in Steinbrüchen und Ruinen. Seine drei bis vier Eier legt das Weibchen im März und brütet sie im Wechsel mit dem Männchen in reichlich vier Wochen aus. (nach rororo Tierlexikon von Hans-Wilhelm Smolik; 1970) Alarmstufe ROT für die Könige der Lüfte
Nur noch zwei der dreizehn in Bayern vorkommenden Greifvogelarten stehen nicht auf der Roten Liste, sind also nicht gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Der Schutz unserer heimischen Greifvogelarten ist seit Jahrzehnten ein Schwerpunkt des LBV-Artenschutzes. Unzählige Projekte in ganz Bayern helfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Darüber hinaus führt der LBV langfristig und groß angelegte Schutzprogramme für besonders bedrohte Greifvogelarten durch. Denn hier hilft nur ein dauerhaftes und den normalen Rahmen sprengendes Engagement.
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