Das Schicksal scheint es nicht gut zu meinen mit der 17jahrigen hochschwangeren Novalee Nation aus Tennessee: Sie hat keine Familie, keine Ausbildung, keine Job, und dann nutzt ausgerechnet ihr Freund und Vater des Babys, Möchtegern-Musiker Willy Jack, einen Kurzaufenthalt in einem Wal-Markt in Sequoyah, Oklahoma, um sich für immer aus dem Staub zu machen.
Nun völlig auf sich allein gestellt und mit nur 5,55 Dollar in der Tasche lässt sich der Obdachlose Teenager die nächsten Wochen jede Nacht unbemerkt in dem Supermarkt einschließen. Mit Hilfe des Warenangebotes macht sich Novalee ihren Aufenthalt so gemütlich wie möglich, bis die Wehen einsetzen und sie einer kleinen Tochter das Leben schenkt.
Der ungewöhnliche Geburtsort des Babys machen Mutter und Tochter Americus auf einen Schlag berühmt und Novalee beschließt, in Sequoyah zu bleiben. Zu ihrer Überraschung soll sie ausgerechnet unter den exzentrischen Bewohnern des verschlafenen Städtchens eine Ersatzfamilie und die Liebe ihre Lebens finden ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Mit großem Staraufgebot und starken Frauenrollen schuf Regisseur Matt Williams mit "Wo Dein Herz schlägt" einen wunderbaren Film über das Erwachsenwerden, die Liebe und über die moderne Familie. In einer Geschichte voller Humor und Gefühl stellen Natalie Portman, Ashley Judd, Joan Cusack und Stockard Channing einmal mehr ihre Vielseitigkeit unter Beweis.
Marianne Höhn (TV Movie) 2000-23: Schade! "Wo dein Herz schlägt" hätte ein wunderbares, bittersüßes, modernes Märchen werden können. Wäre man etwas sparsamer mit den Schicksalsschlägen umgegangen: Novalee wird von ihrem Freund verlassen, von ihrer Mutter beklaut, ein Tornado zerstört ihr Heim und tötet ihre Feundin. Zu viel des Schlechten! Sehenswert dafür die Figuren: Die sind schräg, aber durchaus wirklichkeitsnah.
film-dienst 2000-23: Trotz seiner Auflistung der Schattenseiten des "amerikanischen Traums" eine Lobpreisung des Konsumismus und Kapitalismus, dessen Sentimantalitäten verärgern. Ein Kinodebüt als Aneinandereihung von fehlgeleiteten Drehbuchentwürfen.
Gernot Gricksch (TV Today) 2000-23: Toll besetzter und gespielter "Frauenfilm", dessen Vielfalt für drei herkömmliche Streifen gereicht hätte.
Kultur Spiegel 2000-11: Regisseur Matt Williams inszeniert gewissermaßen tränenblind; alles da, nichts passt zusammen.
Treffpunkt Kino 2000-11: Lebensbejahende Ballade über Liebe, Mut, Enttäuschung und Hoffnung mit brillanten Jungstars.
Focus 2000-45: Der gut gelaunte Erstlingsfilm schlingert fröhlich zwischen Seifenoper und frechem Frauenreigen.