Gripsholm

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizenFilmplakat im Großformat

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Gripsholm
Titel USA: Gripsholm
Genre: Lovestory
Farbe, Deutschland, Österreich, Schweiz, 2000

Kino Deutschland: 2000-11-16
Laufzeit Kino: 100 Minuten
Kinoverleih D: Kinowelt

DVD-Cover
DVD-Cover DVD Deutschland: 2001-06-26
Laufzeit DVD: 100 Minuten
Anbieter: Arthaus

Video Deutschland: 2001-06-26
Kaufkassette: 2001-09-18
Laufzeit Video: 100 Minuten
Anbieter: Arthaus



Szenenfoto In der vergnügungssüchtigen dekadenten Welt des Berliner Kabarett der dreißiger Jahre ist Schriftsteller und Journalist Kurt ein Star. Denn keiner schreibt so freche, ironisch überspitzte, frivole Chansontexte wie er. Und Angst vor der Obrigkeit hat der Mann mit der scharfen Zunge auch nicht.

Allerdings wünscht sich sein Verleger, dass Kurt einfach eine nette, leichte Sommerromanze schreibt. Etwas, womit sich Geld verdienen lässt. Als der Autor zu seinem Urlaubsidyll in das schwedische Schlösschen Gripsholm aufbricht, sehen die Bedingungen dafür auch ideal aus.

Szenenfoto Die Muse, die ihn küssen soll, hat der Autor in Person seiner hinreißenden Freundin Lydia gleich mitgebracht. Dazu schimmernde schwedische Seen, im Wind rauschende Wälder, endlose Felder, durchliebte Nächte und sonnendurchglühte Tage ...

Der Besuch von Kurts Freund, dem leidenschaftlichen Piloten Karlchen und Lydias Freundin, der lasziven Varieté-Sängerin Billie, sorgt für erotische Überraschungen ... aber die politischen Veränderungen in Deutschland werfen erste Schatten auf das sonnige Urlaubsglück.

Nach diesem Sommer in Gripsholm wird für Kurt und Lydia nichts mehr so sein wie zuvor.


SzenenfotoDarsteller: Ulrich Noethen (Kurt), Heike Makatsch (Lydia, "Prinzessin"), Jasmin Tabatabai (Billie), Marcus Thomas (Karlchen), Sara Föttinger (Ada), Anette Felber (Frau Adriani), Katharina Blaschke (Hagere Nichte), Leif Liljeroth (Baron Valberg), Inger Nilsson (Frau Andersson), Rudolf Wessely (Verleger), Horst Krause (Generalkonsul)

Regie: Xavier Koller

Stab: • Produzenten: Ulrich Limmer, Rainer Kölmel • Drehbuch: - • Vorlage: Motive von Kurt Tucholsky • Musik: Kol Simcha • Kamera: Pio Corradi • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Peter Manhardt • Schnitt: Patricia Rommel • Kostüme: Birgit Hutter • Make Up: Jakob Peier, Grit Kosse • Ton: Heinz Ebner • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Basierend auf Kurt Tucholskys Roman taucht "Gripsholm" in die vergnügungssüchtige dekadente Welt des Berliner Kabaretts zu Beginn der dreißiger Jahre ein, als die letzten Tabus gebrochen wurden. Regie führte Oscarpreisträger Xavier Koller ("Reise der Hoffnung"). "Gripsholm" ist dabei nicht nur das Porträt einer Welt vor einem dramatischen Umbruch und ist auch mehr als eine koloritgetreu inszenierte Hommage an das Berlin der dreißiger Jahre. "Gripsholm" ist ein lakonisches, zärtliches, melancholisches, aber immer leidenschaftliches Plädoyer für die Liebe.

film-dienst 2000-23: Eine melancholisch-schwere Romanze, frei nach Motiven aus Tucholskys Roman "Schloss Gripsholm". Filmhandwerklich exzellent gearbeitet, vermag der Film nicht, die Widersprüche zwischen historischer Romanze und poliitisch-biografischer Skizze aufzulösen. Große Wirkung erzielt er vor allem in einzelnen Szenen, in denen Kamera und Filmmusik eine symbiotische Verbindung eingehen.

SzenenfotoJens Golombek (TV Movie) 2000-24: Die bittersüße Liebesgeschichte wird von brillanten Nachtklub-Szenen, detailbesessener Ausstattung und rauer Landschaft eingerahmt. Das passende Ambiente für Heike Makatsch, die sich mit schlafwandlerischer Sicherheit und Sinnlichkeit durch diesen Film bewegt. Klasse!

Cinema 2000-11: Zwischen Naziterror und Exil: Ulrich Noethen spielt Kurt Tucholsky in seiner schwedischen Sommerresidenz. Die blasse Verfilmung wird nur durch den Charme seiner "Prinzessin" Heike Makatsch erhellt.

Kultur Spiegel 2000-11: Eine heitere Liebesgeschichte in finsteren Zeiten hat Kurt Tucholsky 1931 mit "Schloß Gripsholm" geschrieben. Im Film von Xavier Koller vermischen sich Fiktives und Biografisches.

Rolf von der Reiht (TV Today) 2000-24: Verkrampft und bemüht - aber mit einem strahlenden Lichtblick: Heike Makatsch als kokette, tatkräftige, verspielte Lydia.

Treffpunkt Kino 2000-11: Sinnliche Story über einen leidenschaftlichen Sommer auf dem Lande.

TV Spielfilm 2000-24: Gelungene Mixtur aus Biografie und Roman, großartig gespielt.


SzenenfotoBemerkungen


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