Hongkong 1962. Der Zeitungsredakteur Chow bezieht mit seiner Ehefrau eine neue Wohnung in einem Haus der Shanghai-Community. Dort trifft er bald auf Li-zehn, eine wunderschöne junge Frau, die ebenfalls mit ihrem Mann gerade erst eingezogen ist.
Während ihre Ehepartner fast nie zu Hause sind, begegnen Chow und Li-zehn sich von nun an fast täglich. Und da ihre Vermieter miteinander befreundet sind, treffen sie sich oft zum Mahjong-Spielen oder um über den allerneuesten Klatsch zu reden. Chow und Li-zehn werden Freunde, aber eines Tages sind sie gezwungen, den Tatsachen ins Auge zu sehen: ihre Ehepartner haben eine Affäre miteinander.
Zwischen ihnen entwickelt sich ein gefährliches und verwirrendes Spiel, das ebenso zwischen Imagination und Wahrheit schwebt wie zwischen Erotik, Liebe und Verzweiflung.
Filmkritiken
Filmmusikkritik von Tino Hahn
Dirk Jasper: (CyberKino) Der wegen seiner schnellen, hypermodernen Großstadtfilme seit Jahren als innovativster Filmkünstler seiner Generation gefeierte Hongkonger Regisseur Wong Kar-wai überrascht und überwältigt nun mit einer sanften, äußerst elegant in Szene gesetzten Liebesgeschichte. "In The Mood For Love" ist ein melancholisch-poetisches Meisterwerk. Mit diesem Film beweist Wong Kar-wai ein weiteres Mal, dass er über ein schier endloses Repertoire an künstlerischen Ausdrucksmitteln und Ideen verfügt.
film-dienst 2000-24: Dramaturgisch wie kameraästhetisch formvollendeter Film, der über die Unmöglichkeit einer Rückkehr in persönliche wie kollektive Erinnerungen an die frühen 60er-Jahre trauert und ein diferenziertes Bild seelischer Befindlichkeiten zeichnet.
Cinema 2000-12: Die Kamera schwebt durch ein Mietshaus in Hongkon und hält die großen Gefühle zwischen zwei einsamen Seelen fest, die in den kleinen Räumen darben. Wong Kar-wai malt bezaubernde Bilder der Liebe.
Olaf Schneekloth (TV Today) 2000-25: Stillleben in bewegten Bildern, das höchste Konzentration verlangt.