Alles, was er wollte, war ein neuer Anfang und eine ruhige Weihnachtszeit. Aber wenn Rudy Duncan geahnt hätte, in welche Schwierigkeiten er geraten würde, hätte er sich nie auf die Affäre mit der hübschen Ashley eingelassen.
Ashley hatte vor den Toren des Knasts auf ihre Briefbekannschaft, Rudys Zellengenossen Nick, gewartet. Der war jedoch vor wenigen Tagen während einer Auseinandersetzung im Gefängnis getötet worden. Und Rudy konnte nicht widerstehen, sich beim Anblick der Schönen als Nick auszugegeben.
Doch schnell steckt Rudy in einer gefährlichen Klemme: Ashleys Bruder Gabriel hat seine eigenen Pläne mit dem Ex-Sträfling: Der skrupellose Kleingauner will mit seiner Gang ein Casino überfallen - das Casino, in dem Rudys Kumpel angestellt war.
Wohl oder übel mußs der falsche Nick sein Spiel weiterspielen. Denn als Rudy Duncan ist er für Gabriel wertlos. Und der psychopathische Gangster würde keine Sekunde zögern, Rudy eine Kugel in den Kopf zu jagen.
Verzweifelt versucht Rudy den Gangstern zu entkommen. Aber Gabriel und seine Kumpane sind fest entschlossen, den Überfall durchzuziehen - mit Rudys Hilfe und gegen seinen Willen. Rudy wird im winterlichen Michigan in einen wahren Strudel aus brutalen Machtspielen und tödlicher Gefahr gerissen. Und auch Ashley ist nicht die, die sie vorgibt zu sein.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Verbrechen. Versuchungen. Verwicklungen. Ben Affleck (Armageddon), Gary Sinise (Kopfgeld) und Charlize Theron (Gottes Werk Und Teufels Beitrag) gehen in "Wild Christmas", dem doppelbödigen Thriller von Genre-Veteran John Frankenheimer (Ronin), auf einen rasanten Trip durchs winterliche Michigan. Spannung, spektakuläre Action und grimmiger Humor sind die Zutaten, aus denen Frankenheimer einen explosiven Krimi-Cocktail gemixt hat.
Jörg Ebach (TV Movie) 2000-25: "Wild Christmas" ist ein enorm temporeicher Actionthriller voll überraschender Wendungen. Atemlose Spannung, bitterböser Witz und zwei hervorragende Hauptdarsteller sorgen dafür, dass der Film bis zum Ende fesselt. Die Story ist zwar bisweilen unnötig brutal und wirkt einigermaßen konstruiert. Das schmälert jedoch nicht den Unterhaltungswert. Keine Frage: Nie war Weinachten wilder!
Cinema 2000-12: Action à la Tarantino plus Düsternis à la Coen: Wenn John Frankenheimer Ben Affleck und Charlize Theron auf einen Raubzug wider Willen durch Michigan hetzt, geht die Rechnung auf. Rohes Fest!
film-dienst 2000-25: Hochgradig schematischer und mit billigen Effekten überfrachteter Actionfilm, der - außer in der Exposition - die persönliche Handschrift des Regisseurs völlig vermissen lässt.
Gernot Gricksch (TV Today) 2000-25: Ein kriminelles Verwirrspiel, bei dem aber auch Krawall-Fans durchaus auf ihre Kosten kommen.
TV Spielfilm 2000-25: Hier wird Spannungsaufbau mit Verwirrungstiften verwechselt.