Tropfen auf heisse Steine

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Filmplakat im Großformat

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Tropfen auf heisse Steine
Titel Frankreich: Gouttes d'eau sur pierres brûlantes
Genre: Drama
Farbe, Frankreich, 2000

Kino Deutschland: 2000-12-07
Laufzeit Kino: 90 Minuten
Kinoverleih D: Concorde Filmverleih



Szenenfoto Sie sitzen im Wohnzimmer und reden. Ihr Thema sind die erotischen Erfahrungen mit ihren Freundinnen. Leopold hat Franz auf der Straße getroffen. Auf einen Drink ist der mitgegangen. Gleich wird Franz wieder gehen. Seine Freundin wartet auf ihn. Aber dann leitet Leopold das Gespräch in eine andere Richtung, und führt Franz ins Innere seiner eigenen Träume. Franz wird bleiben, für immer.

Der ältere und der junge Mann leben jetzt zusammen. Franz macht den Haushalt und wartet darauf, dass Leopold heim kommt.. Sie spielen ihre Rollen gut, viel zu gut. Sie leben eine eheähnliche Beziehung, wie sie in Ehen kaum mehr zu finden ist.

Leopold beherrscht die Situation mit schlechter Laune und wohl dosierter, sexueller Belohnung mit Peitsche und Zuckerbrot. Dann betreten die ehemaligen Freundinnen der beiden den eng umgrenzten Lebensraum. Und alles könnte sich ändern ...


SzenenfotoDarsteller: Bernhard Giraudeau (Leopold), Malik Zidi (Franz), Ludvine Sagnier (Anna), Anna Thomson (Vera)

Regie: Francois Ozon

Stab: • Produzenten: Fidélité Production • Drehbuch: Francois Ozon • Vorlage: Rainer Werner FassbinderFilmmusik: - • Kamera: Jeanne Lapoirie • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Arnaud De Moléron • Schnitt: Laurence Bawedin • Kostüme: Pascaline Chavanne • Make Up: - • Ton: Eric Devulder • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Der Spiegel 2000-49: Ozon plündert sowohl Fassbinders Stück wie auch die strenge Ästhetik seiner frühen Filme, siedelt dieses im bühnenartigen Dekor eines Appartements aus den späten Sechzigern an - und verfremdet gerade durch die vorgebliche Epochentreue das Drama zur Groteske. Anders als im Stück gewinnt der Generationenkampf zwischen Fassbinder und Ozon eindeutig der Nachgeborene.

film-dienst 2000-25: Höchst artifizielle, hervorragend gespielte Adaption eines frühen Theaterstücks von Rainer Werner Fassbinder. Dessen stilisierte, teils grelle Künstlichkeit durchdringt der Film fern jeder Larmoyanz, um zur Trauer, Einsamkeit und Identitätslosigkeit der Menschen vorzudringen.

Der Tagesspiegel: Das Stück ist sehr dramatisch. Der Film ist auch sehr dramatisch. Und sagenhaft komisch. Der Film ist ein hochartistischer, präziser Zwitter: Die Tragödie in der Groteske. Die Groteske in der Tragödie.

SzenenfotoAbendzeitung: Ozon inszeniert das als konzentrietes Kammerspiel mit hinreißenden Slapstick-Einschübe, seine Schauspieler haben Weltklasse - und Fassbinders rüde Wahrheiten bleiben gültig.

K.-H. S. (TV Today) 2000-25: Kammerspielartige Verfilmung eines Rainer-Werner-Fassbinder-Dramas um einen älteren Mann und seine grotesk-perverse Liebe zu einem Jungen. Für Fans trashigen 70er-Jahre-Ambientes.

Cinema 2000-12: Ironisch, aber nicht ohne Respekt setzt Francois Ozon das Stück von R. W. Fassbinder über eine homosexuelle Liebe in den 70ern gekonnt in Szene.

SzenenfotoFilmecho/Filmwoche: Sein Film ist hochintelligent und doppelbödig, mitunter bitterböse und amüsant zugleich.

Berliner Morgenpost: Ozon will irritieren und provozieren. Das ist ihm gelungen.


SzenenfotoOscar®



SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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