Russland 1885. Die Amerikanerin Jane Callahan und der Offiziersanwärter Andrej Tolstoi verlieben sich in Moskau leidenschaftlich ineinander. Jane ist von dem amerikanischen Erfinder McCracken engagiert worden, um ihm bei der Finanzierung seiner Erfindung, einer dampfbetriebenen Abholzungsmaschine, zu helfen. Dazu soll sie am Zarenhof ihren weiblichen Charme spielen lassen und den einflussreichen General Radlov umgarnen.
Zwischen Radlov und Tolstoi schwelt Eifersucht, die in einer Kurzschlusshandlung Tolstois kulminiert: Er greift den General an und wird daraufhin nach Sibirien verbannt.
Janes Versuche, Kontakt mit ihm aufzunehmen, scheitern. Erst zehn Jahre später gelingt es Jane, Andrej in einem sibirischen Dorf aufzusuchen.
Filmkritiken
Jens Golombek (TV Movie) 2000-26: Prunkvolle Kostüme, reizvolle Landschaften, perfekt choreografierte Massenszenen! Klotzen statt kleckern hieß hier die Devise. Der Grund: Hinter der aufwändigen Hülle verbirgt sich letzlich nur eine banale Liebesgeschichte. Die versucht Regisseur Nikita Mikhalkov mit viel nationalem Pathos aufzupeppen. So wirkt "Der Babier von Sibirien" stellenweise wie ein Propagandafilm aus dem zaristischen Russland. Nicht gerade zeitgemäß.
film-dienst 2000-26: Langatmiges Ausstattungsepos voller Klischees, in dem die Liebesgeschichte nicht richtig funktioniert, die Amerikaner als zwielichtige Gestalten hingestellt, die Figuren unglaubwürdig gestaltet und größtenteils unglücklich besetzt sind. Allein die Ausstattung sowie die faszinierenden Landschaftsaufnahmen fesseln.
Cinema 2001-01: "Das ist die Heimat, die ich mir gewünscht hätte." Regisseur Nikita Michalkow schreibt in seinem Historienepos Russlands Vergangenheit neu.
Alexander Remler (TV Today) 2000-26: Nostalgisch und sentimental - der teuerste russische Film aller Zeiten ist Leinwand-Balsam für die geschundene Großmachtseele.
Augsburger Allgemeine: "Farbenprächtiger Filmtraum aus der Zeit von Zar Alexander III."
Freie Presse: "Zeigt das alte Russland mit großen Gefühlen, Offiziersehre und viel russischer Seele."
Spiegel: Nostalgischer Filmtraum von nationaler Größe.
Westdeutsche Allgemeine:"Prallvoll mit Liebe und Verzweiflung."
Berliner Morgenpost: "Leidenschaftliches Liebesepos."
Filmecho Filmwoche; "Bildgewaltiges Epos."