Süßes Gift

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Süßes Gift
Titel Frankreich: Merci pour le chocolat
Genre: Psychothriller
Farbe, Frankreich, 2000

Kino Deutschland: 2001-01-04
Laufzeit Kino: 99 Minuten
Kinoverleih D: Concorde



Szenenfoto Der weltberühmte Pianist André und die Geschäftsführerin von "Muller Schokolade", Mika, versuchen nach einigen Jahren ein zweites Mal ihr eheliches Glück miteinander.

Da findet die 18-jährige Jeanne zufällig heraus, dass sie bei der Geburt beinahe vertauscht worden wäre, und zwar mit Guillaume, Andrés Sohn aus der Ehe mit Lisbeth, die bei einem Autounfall ums Leben kam.

Kam der Tausch zustande - oder nicht? Hat Jeanne, die an einem internationalen Klavier-Wettbewerb teilnimmt, Andrés Talent geerbt? Und vor allem: War Lisbeths Unfall wirklich ein solcher?

Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit dringt Jeanne in eine Familie ein, die nicht die ihre ist. Ohne es zu wissen, durchkreuzt sie die Pläne der fast schon zu freundlichen Mika. Und die zeigt ihr schließlich nur allzu deutlich, dass das Gesicht des Guten oft nur die Kehrseite des Bösen ist ...


SzenenfotoDarsteller: Isabelle Huppert (Marie-Claire "Mika" Muller), Jacques Dutronc (André Polonski), Anna Mouglalis (Jeanne Pollet), Rodolphe Pauly (Guillaume Polonski), Michel Robin (Dufreigne), Brigitte Catillon (Louise Pollet), Mathieu Simonet (Axel), Isolde Barth (Pauline, Mutter von Axel)

Regie: Claude Chabrol

Stab: • Produzenten: Marin Karmitz • Drehbuch: Claude Chabrol, Caroline Eliacheff • Vorlage: Roman "The Chocolate Cobweb" von Charlotte Armstrong • Filmmusik: Matthieu Chabrol • Kamera: Renato Berta • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Yvan Niclass • Schnitt: Monique Fardoulis • Kostüme: Elisabeth Tavernier • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Stilvoll, amüsant, böse: Ein typischer Chabrol, ein klassischer Psychothriller in der Tradition von patricia Highsmith und Alfred Hitchcock.

Björn Ahrens (TV Movie) 2001-01: Dieses Psycho-Drama ist nach den Regeln eines klassischen Hitchcock-Thrillers gestrickt: Spöttisch und souverän spielt Chabrol mit den Erwartungen der Zuschauer. Unterstützt von brillanten Darstellern, die mit kleinen Gesten große Gefühle andeuten, gestattet uns Chabrol nach und nach faszinierende Einblicke in die rabenschwarze Seele seiner Hauptfigur. Keine leichte, aber ungemein gehaltvolle Kinokost.

Szenenfotofilm-dienst 2001-01: Subtiler, fast kammerspielartig inszenierter Psychothriller über kleine Geheimnisse, die zu großen Katastrophen führen, weil sich alle bemühen, nicht zu zeigen, was sie denken. Meisterhaft inszeniert und gespielt, schafft Claude Chabrol einen sozialen Mikrokosmos als "film noir" in Farbe.

Rolf von der Reith (TV Today) 2001-01: Wieder ein guter Chabrol: Isabelle Huppert ist großartig als Schokoladen-Fabrikantin, die zwanghaft versucht, jeden Menschen aus dem Weg zu räumen, der ihr die Liebe ihres Mannes streitig machen könnte.

Cinema 2001-01: Zusammen mit seiner Lieblings-Schauspielerin Isabelle Huppert seziert Claude Chabrol erneut die Perversionen des Bürgertums - bis die letzte Maske fällt. Bestechendes Psychogramm der Kunstelite.

Kultur Spiegel 2001-01: Die Geschichte um morbid-familiäre Verwicklungen in der Schweizer Pianisten- und Schokoszene ist mäßig erregend, dafür allerdings dekorativ am Genfer See angerichtet.

TV Spielfilm 2001-01: Merci, dass es dich gibt, Chabrol! Ein zartbitteres Psychodrama.


SzenenfotoBemerkungen


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