Als "Frau2" und "HappyEnd" chatten sie im Internet: die romantische Mai und der melancholische Radio-Moderator Gregor. Die beiden sind zwei typische ra(s)tlose Großstädter auf der Flucht vor sich selbst und ihren Gefühlen.
Mai liebt Nick, den Freund ihrer besten Freundin Anne, Gregor kann die Trennung von seiner Freundin, der gefeierten Sängerin Lea, nicht verwinden. Doch selbst in einer Millionenstadt lässt das Schicksal die richtigen Menschen einander über den Weg laufen.
Manchmal eben auch über Umwege - oder über das Internet ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Mit der urbanen Ballade "Frau2 sucht HappyEnd" wendet sich Regisseur Edward Berger dem Genre "Liebesfilm" zu: Mal anrührend melancholisch, mal vibrierend vor Lebenslust variiert er die Themen Liebe und Sehnsucht, Glück und Schicksal virtuos mit magischen Bildern und einem gefühlvollen Soundtrack. Und macht wie nebenbei einige längst überfällige Entdeckungen: eine verzaubernde Hauptdarstellerin Isabella Parkinson, Ben Becker als romantischer Held und Sabrina Setlur in ihrer ersten Filmrolle.
Cinema 2001-01: Ben Becker spielt in Edward Bergers wunderschöner Berlin-Ballade einen traurigen Radiomoderator, der sich nach der Trennung von seiner Freundin (Sabrine Setlur) in der Einsamkeit vergräbt. Mit Mai (Isabella Parkinson), die hoffnungslos in den Freund ihrer besten Freundin verliebt ist, verbindet ihn eine E-Mail-Freundschaft. Als "HappyEnd" und "Frau2" kommen sich die beiden langsam näher, ohne sich je gesehen zu haben. Dieser wunderbar melancholische Film erzählt vom Glauben an die große Liebe und von der Angst ihres Scheiterns. Durch den kongenialen Soundtrack und die betörend-düstere Schönheit Berlins (eingefangen von Kameramann Gero Steffen) wird die Sehnsucht perfekt.
film-dienst 2001-01: Zeitgenössischer Liebesfilm um Einsamkeit und Sehnsucht. Sowohl in der atmosphärischen Schilderungen solcher Seelenlagen als auch in der Ablichtung einer ebenso urbanen wie lebensfreundlichen Hauptstadt Berlin entwickelt der Film eine beeindruckende Präsenz, während die wenigen bezwingende Handlung über weite Strecken in den Hintergrund tritt.
Stern 2001-03: Nicht nur Boris Becker wird diesen Film mögen, denn der Regisseur Edward Berger und seine beiden Hauptfiguren zeigen, dass kein Mensch um die Eine oder den Einen weinen mußs - Zufall und Computer sorgen für das nächste Glück.
Maxi 2001-01: Der 29-jährige Regisseur Edward Berger zeigt zwei bekannte Gesichter mal von einer anderen Seite.
Olaf Schneekloth (TV Today) 2001-02: Bittersüßer Großstadtblues, dem leider schnell die Luft ausgeht.
TV Spielfilm 2001-02: Vergebliche Liebesmüh': Der Großstadtblues wärmt die Herzen nicht.
Kino News 2001-01: Romantik ohne Kitsch - atmosphärisch und eindringlich!