Seit sie sich selber einer Teufelsaustreibung unterziehen mußste, hat sich Maya Larkin dem katholischen Gauben zugewandt. So unerschütterlich ist ihre Überzeugung, dass sie von Pater Lareaux sogar für einen Exorzismus an einem verurteilten Frauenmörder auserwählt wird. Doch die Prozedur schlägt fehl - und Maya erkennt, was sie schon lange vermutet hat: Der Teufel will auf die Erde zurückkehren.
Er hat sich den Körper eines Ungläubigen als Hülle ausgesucht, des charismatischen Schriftstellers Peter Kelson, der für Mayas Verschwörungstheorie nur ein abschätziges Lächeln übrig hat. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge, die Peters Unglauben mehr und mehr unterwandern und aushöhlen, bis er sich der grausamen Wahrheit nicht mehr verschließen kann.
Er sieht nur noch einen Ausweg: Um nicht vom Antichristen an seinem 33. Geburtstag besessen zu werden, mußs er sich Maya anvertrauen ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Mit "Lost Souls" gibt der Oscar-prämierte Kameramann Janusz Kaminski (Schindlers Liste, Saving Private Ryan) ein spannendes, visuell aufregendes Regiedebüt. Vor dem Hintergrund dämonischer Besessenheit, geheimer Satanskulte und lebensgefährlicher Teufelsaustreibungen erzählt der Film, bemüht um psychologischen Realismus und im beklemmenden Stil von Genreklassikern wie "Rosemary's Baby" oder Der Exorzist, vom ewigen Ringen zwischen Gut und Böse, Glauben und Zweifel. In den Hauptrollen spielen Winona Ryder (Durchgeknallt) und Ben Chaplin (Der schmale Grad) ein ungleiches Paar, das im Wettlauf mit der Zeit alles daran setzt, Satans Herrschaft auf der Erde zu unterbinden. In Nebenrollen werden sie unterstützt von Sarah Wynter (The 6th Day), Philip Baker Hall (Magnolia), Elias Koteas (Der schmale Grad) und John Hurt ("Midnight Express").
Cinema 2001-01: Im sehr katholischen Regiedebüt des gebürtigen Polen Janusz Kaminski (Kameramann von Schindlers Liste) wird Winona Ryder zur Exorzistin. Horror aus der PR-Abteilung des Vatikan.
Kultur Spiegel 2001-01: Übersinnliches Regiedebüt des Kameramannes Janusz Kaminski ("Schindlers Liste"), der eine sehr mechanistische Auffassung von Exorzismus vertritt. (...) Hier lehrt er Winona Ryder das Fürchten; eine filmische Nichtigkeit, die sehr schön aussieht.
film-dienst 2001-02: Psychologisch verbrämter Horrorfilm, der weitgehend auf Spezialeffekte verzichtet. Durch seine allzu unlogischen Handlungsführung bleibt er hinter den Klassikern des Genres deutlich zurück.
Karl-Heinz Schäfer (TV Today) 2001-02: Uninspiriertes Teufelswerk mit einer gelangweilten Hauptdarstellerin.
Kino News 2001-01: Nach diesem Film weiß man, was Angst ist!