Ausführlicher Inhalt zu Teuflisch

Szenenfoto Elliot Richards (Brendan Fraser) möchte es gerne allen recht machen - den verärgerten Kunden, die ihn an der Strippe haben, wenn sie die technische Support-Hotline seiner Software-Firma anrufen; den genervten Kollegen, die mit ihm das Grossraumbüro bevölkern; aber vor allem Alison Gardner (Frances O'Connor), in die er verliebt ist, die ihn jedoch in den vier Jahren ihrer Firmenzugehörigkeit noch nie richtig wahrgenommen hat.

Kein Wunder, denn Elliot hat sich noch nie getraut, sie anzusprechen. Ausser seiner Gefallsucht ist sein grösstes Problem die zwischenmenschliche Kommunikation: er stellt sich dabei so ungeschickt und dämlich an, dass alle immer schon Reissaus nehmen, wenn er bloss auf sie zusteuert. Sein erster Annäherungsversuch an Alison geht dementsprechend nach hinten los und in seiner Verzweiflung betet er: "Oh Gott, ich würde alles geben, um mit ihr zusammen zu sein."

Szenenfoto So etwas sollte man natürlich nie sagen, wenn man nicht weiss, wer gerade zuhört. In Elliots Fall ist das kein geringerer als - der Teufel, oder besser die Teufelin, denn was die meisten Menschen sich als Beelzebub vorstellen, ist in Wahrheit eine höchst verführerische Frau (Elizabeth Hurley). Sie schlägt ihm ein Geschäft vor: seine Seele gegen die Erfüllung von sieben Wünschen. Sein Misstrauen zerstreut sie, indem sie ihm einen Probewunsch - einen Big Mäc und Cola - sofort erfüllt.

Ein Zukunftstrailer, in dem er mit Alison an einem Traumstrand frohlockt, erledigt dann den Rest: Elliot unterschreibt das Vertragswerk, ohne natürlich das ungefähr 3000 Seiten dicke Kleingedruckte zu lesen. Zu guter letzt bekommt er einen Beeper in die Hand gedrückt, falls er die Teufelin mal dringend braucht, und schon geht es an die Erfüllung seines ersten Wunsches: Er will reich, einflussreich und mit Alison verheiratet sein.

Szenenfoto Das ist er denn auch. Leider hat die Sache mehrere Haken. Sein Reichtum beruht auf Drogengeschäften im kolumbianischen Dschungel, Alison treibt es mit ihrem Englischlehrer und sein Einfluss reicht nur soweit, wie der zungenfertige Geliebte seiner Frau es erlaubt. Als dieser mit Waffengewalt das Kommando in der Koksfabrik übernimmt, greift Elliot flugs zum Beeper ...

Damit er seinen nächsten Wunsch besser planen kann, nimmt ihn die Teufelin mit in Alisons Schlafzimmer, wo sie deren heimliche Wünsche im Tagebuch nachlesen. Alison sehnt sich nach einem sensiblen Mann - schon findet Elliot sich rothaarig, mit Sommersprossen und empfindlicher Haut, Gedichte rezitierend, an einem Strand wieder, neben sich Alison, die ihm hingebungsvoll lauscht. Als er aber gar nicht aufhören will, schluchzend selbstkomponierte Loblieder auf Delphine zu singen, zieht sie mit der ersten Biernase von dannen, die ihr verspricht, schnell zur Sache zu kommen. Und wieder tritt der Beeper in Aktion ...

Szenenfoto Nun weiss Elliot die Lösung. Nicht schwächlich und sensibel, sondern gross und sportlich will er sein. Und siehe da, er ist der zweieinhalb Meter grosse Star der NBA, der die gesamten Harlem Globetrotters in ihre Schranken verweist, kurz: die Antwort auf Dennis Rodman. Alison begegnet ihm als Sportreporterin, die vor allem an einem Interview unter vier Augen und seiner Bettdecke interessiert ist. Als sie jedoch sieht, dass seine geistige und unterleibliche Ausstattung in keinster Weise seiner Körpergrösse entspricht, verliert sie das Interesse. Der Beeper mußs her ...

Elliot entscheidet sich jetzt für die intellektuelle Variante. Er doziert als erfolgreicher Schriftsteller in Bandwurmsätzen über die Vor- und Nachteile verschiedener Körperteile. Als er aber mit Alison, einer begeisterten Leserin seiner Werke, endlich sein Schlafzimmer betritt, liegt dort bereits jemand und wartet auf ihn: Sein - männlicher - Lebenspartner. Wo ist der Beeper?

Szenenfoto All seiner Träume beraubt, will Elliot jetzt nur noch eins: etwas für andere Menschen tun und für seine guten Werke in Erinnerung bleiben - schon ist er Präsident Lincoln auf dem Weg ins Theater… Hilfe, der Beeper!!!!!!

Völlig verzweifelt läuft Elliot in die Kirche, wo er sich vom Gegenspieler der Teufelin Hilfe erhofft. Der dort anwesende Gottesdiener hält es aber erstmal für besser, Elliot von der Polizei in eine Ausnüchterungszelle stecken zu lassen. Sein Zellengenosse, scheinbar ein Penner, hält erstaunlich gute Ratschläge für ihn bereit. Man könne seine Seele gar nicht verkaufen, meint er, denn sie gehöre Gott. Elliot solle nur seine Herz und seinen Geist öffnen, und dann wird sich alles von alleine regeln.

Szenenfoto Entschlossen, seinen Vertrag zu kündigen, will die Teufelin Elliot mit allen Mitteln dazu bringen, seinen letzten Wunsch auszusprechen. Und Elliot gibt nach: Er wünscht Alison ein glückliches Leben. Die Teufelin bricht zusammen. Das ist ihr in ihrer 6000-jährigen Berufspraxis noch nicht untergekommen, dass jemand seinen letzten Wunsch für das Wohl eines anderen aufgibt. Damit ist der Vertrag null und nichtig und Elliots Chancen auf ein stinknormales aber glückliches Leben sind um einiges gestiegen.

Als er Alison das nächste Mal sieht, lädt er sie zum Kaffee ein. Leider ist sie schon mit ihrem Freund verabredet, vertröstet ihn jedoch freundlich auf ein anderes Mal. Aber da ist ja noch seine neue Nachbarin Nicole, die Alison irgendwie ganz sonderbar ähnlich sieht ...

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