Der skrupellose Ryuichi, Sohn chinesischer Einwanderer, sucht Macht und Geld in der Unterwelt des Tokyoter Vergnügungsdistriktes Shibuya. Als Kopf einer kleinen, schlagkräftigen Gang, deren Morde und Raubüberfälle die alteingesessenen japanischen Yakuza und die chinesischen Triaden provozieren, steht er schnell im Mittelpunkt eines blutigen Bandenkrieges.
Der unterbezahlte Cop Jojima soll in diesem Chaos der Kriminalität für Ordnung sorgen. Auch in seinem Privatleben könnte es besser laufen: seine Frau ist ihm fremd geworden, vermutlich weil beider Tochter sterbenskrank ist. Nur noch eine teure Operation kann ihr helfen.
Auch Ryuchi hat eine schwache Seite: seinen aus den USA zurückgekehrten Bruder, der erst jetzt realisiert, wie sein Auslandsstudium finanziert wurde.
Der Kampf um Macht und Moral eskaliert, bis der Yakuza und der Cop sich am Ende gegenüberstehen, aber nicht mehr dieselben sind ...
Filmkritiken
film-dienst 2001-02: Ungewöhnlicher Gangsterfilm, der nach einem furiosen Start durch eine fragmentierte Dramaturgie versucht, die Zersplitterung einer Welt zu beschreiben, die keine Regeln mehr kennt. Dabei meidet die Regie alle reißerischen Effekte zugunsten einer statischen und distanzierten Erzählhaltung, die gleichwohl für ein hohes Maß an Spannung sorgt.
Cinema 2001-02: Ein Tokioter Cop gerät zwischen die Fronten von Gesetz und Verbrechen: ultrabrutaler, aber ästhetischer Yakuza-Thriller, dem der Balanceakt zwischen Comic-Trash und Filmkunst gelingt.
Hamburger Abendblatt: (...) eine furios in Szene gesetzte Yakuza-Story, die wie eine düstere Allegorie auf dem Zustand der Welt wirkt.