Ausführlicher Inhalt zu Feindliche Übernahme - althan.com

Szenenfoto Sicherheitsstufe 1 beim Weltkonzern Althan AG. Das ganze Unternehmen befindet sich in höchster Aufregung. Mit Hubschraubern, Hightech und bestausgebildetem Sicherheitspersonal soll ein ebenso sensibles wie prestigeträchtiges Großprojekt vor unliebsamen Störungen geschützt werden. Der Weltkonzern plant, am nächsten Tag weltweit mit neuartigen, besonders effizienten und umweltfreundlichen Kraftwerken ans Netz zu gehen, mit denen er die Zukunft revolutionieren und Millionen von Menschen mit Strom versorgen will.

Verantwortlich dafür, dass alles reibungslos klappt, ist der Computer- und Sicherheitsspezialist Robert Fernau (Thomas Kretschmann), dem dabei sein Chef und väterlicher Freund Willi Konrad (Klaus Löwitsch) zur Seite steht.

Szenenfoto Beide stammen aus der ehemaligen DDR, in der Konrad gemeinsam mit Fernaus Vater einer Elitetruppe angehörte. In der Althan AG ahnt man nichts von der Vergangenheit des Sicherheitschefs und auch für Robert ist das längst kein Thema mehr. Zwischen ihm und Konrad herrscht bedingungsloses Vertrauen. Er kann nicht ahnen, dass Willi durch die alten Seilschaften mit dem erfolgreichen Börsenspekulanten Granitz in eine Sache hineingezogen wird, deren Ausmaß er erst erkennt, als es bereits zu spät ist.

Während die Vorbereitung für den erfolgreichen Start des Großprojektes auf Hochtouren läuft, kommt es vor dem Firmensitz der Althan AG zu unliebsamen Zwischenfällen. Die Gewerkschaften fürchten bei einem Großprojekt dieses Ausmaßes den weiteren Abbau von Arbeitsplätzen, einige rechtsradikale Demonstranten skandieren ihre Parolen gegen das internationale Engagement eines deutschen Konzerns.

Szenenfoto Die Lage wird von der Unternehmensführung kritisch diskutiert, da präsentiert die frisch gebackene PR-Chefin Laura Schumann (Désirée Nosbusch) dem sichtlich nervösen Robert Fernau eine "glänzende" Idee. Warum soll man nicht einige Vertreter der Demonstranten zur Pressekonferenz einladen, um damit die explosive Stimmung zu entschärfen? Der Vorstandsvorsitzende ist begeistert, der Sicherheitsexperte Robert Fernau stimmt schließlich widerstrebend zu.

Ein gravierender Fehler, wie sich wenig später herausstellt. Denn die Demonstranten haben auf unerklärliche Weise ein Loch in das perfekte Sicherheitssystem der Firma Althan AG gerissen. Während die PR-Chefin vor geladenen Gästen das Konzept erläutert, stürmt eine rechtsextreme Terrorgruppe den Hintereingang. Fernau ist fassungslos. Wie die Männer in den Hochsicherheitstrakt des Unternehmens gelangen konnten, ist ihm ein Rätsel. Zwar kann er durch seinen beherzten Einsatz verhindern, dass die Neonazis sich in den Zentralcomputer einhacken, indem er die scheinbar schwere Bewaffnung als Wasserpistolen enttarnt, Fernau selbst ist damit aber in eine unhaltbare Situation geraten.

Szenenfoto Seinen Job als Computer- und Sicherheitsexperte des internationalen Unternehmens ist er sofort los.

Und Robert Fernau erfährt bald, dass hinter dem Terroranschlag auf die Althan AG mehr steckt als nur eine fanatische Gruppe. Die jungen Rechtsradikalen sind nur Mittel zum Zweck, ein winziges Puzzleteil im großen Spiel des Börsenspekulanten Granitz. Er hält im Hintergrund die Fäden in der Hand, denn er plant die feindliche Übernahme der Firma Althan AG. Dafür braucht er allerdings Fernaus Hilfe, denn dessen Insiderwissen ist Gold wert.

Granitz versucht alles, um Fernau abzuwerben, der aber weigert sich entschieden, sich noch einmal mit den alten Seilschaften aus DDR-Zeiten einzulassen. Eine Entscheidung, die ihn kurz darauf in ungeahnte Schwierigkeiten bringt.

Szenenfoto Noch während ihn seine Kollegin Laura Schumann am Abend des verhängnisvollen Tages überraschend in seinem Loft aufsucht, ziehen Granitz' Hintermänner das Netz enger. Fernau traut seinen Ohren nicht, als Laura ihm eingesteht, dass die Idee, die Demonstranten ins Gebäude zu lassen, ursprünglich von seinem Ziehvater Willi Konrad stammte. Doch bevor Fernau weiter reagieren kann, stürmt ein Schlägertrupp seine Tür und bringt die beiden Althan-Mitarbeiter nach einer wilden Verfolgungsjagd in seine Gewalt.

Fernau und Schumann werden gefesselt und in ein dem Althan-Gebäude benachbartes Hochhaus gebracht. Sie treffen dort auf den gleichfalls gekidnappten Forschungsleiter des Unternehmens Dr. Heisig (Florian Martens).

Die rechtsextreme Gruppe, unter denen Fernau einige der eingedrungenen Demonstranten erkennt, stellt dem jungen Sicherheitsmann ein Ultimatum.

Szenenfoto Sie verlangen, dass Fernau ihnen sein Althan-Insiderwissen zur Verfügung stellt, um mit Hilfe des Geheimcodes den Zentralcomputer zu sabotieren.

Die glanzvolle Eröffnung der ausländischen Werke soll für die Althan AG zum Debakel werden, mit dem Ziel, kapitalkräftige Investoren zum Rückzug zu bewegen.

Aber die jungen Rechtsradikalen haben nicht mit Fernaus Widerstand gerechnet. Fernau pokert hoch, er verweigert sich dieser riskanten Unternehmung, die ohne seine Mithilfe ihren Wert verliert. Nur er allein kennt den Code und das macht ihn sicher. Doch die Terroristen sind skrupellos. Beckmann (Martin Semmelrogge), ein rechter Überzeugungstäter, der den Anschlag und die Geiselnahme leitet, gibt den Befehl, Laura Schumann zu erschießen. In letzter Sekunde wirft sich Fernau dazwischen, kann aber nicht mehr verhindern, dass Laura bei diesem waghalsigen Manöver schwer verletzt wird. Das Spiel ist ausgereizt. Wenn Fernau das Leben seiner verletzten Kollegin retten will, mußs er auf die Bedingungen der Kidnapper eingehen.

Szenenfoto Es kommt zu einer dramatischen Aktion auf Leben und Tod. Um ihnen unbemerkten Zugang zum Hochsicherheitstrakt der Althan AG und damit zum Zentralcomputer zu verschaffen, verlangen die Neonazis, dass Robert Fernau gemeinsam mit zwei Männern aus der Gruppe der Schläger in das Althan-Gebäude einbricht. Eine schwierige, scheinbar unlösbare Aufgabe, denn die von Fernau selbst entwickelten Sicherheitsvorkehrungen riegeln das Gebäude nahezu perfekt ab. Einziger Schwachpunkt: Der 46. Stock, dort befindet sich ein ungesicherter Belüftungsschacht. Und genau darauf haben es die von Granitz beauftragten Männer abgesehen. Der Weg dorthin führt allerdings nur über die glatte, 150 Meter hohe Außenwand des Hightech-Towers. Fernau hat keine Wahl, er wird gezwungen an der Fassade hochzuklettern. Bei Nacht, Regen, Sturm und Schneefall - ein wahrhaft halsbrecherisches Unterfangen.

Willi Konrad - der von der dramatischen Entwicklung der Ereignisse bisher nichts mitbekommen hat - beginnt sich um Fernau Sorgen zu machen. Er sucht seinen ehemaligen Kriegskameraden, den jetzigen Börsenspekulanten Granitz, auf, dem er eine Gefälligkeit schuldete. Ohne die wahren Hintergründe zu kennen, hatte er der von Granitz geschickten rechten Terrorgruppe während der Pressekonferenz Zugang zum Althan-Gebäude verschafft, allerdings mit dem Versprechen, am folgenden Tag einen "Fehler" im Sicherheitssystem entdecken zu können, der den gefeuerten Robert Fernau entlasten sollte.

Szenenfoto Aber Granitz lässt ihn auflaufen. Er weiß, dass dieses Spiel für Konrad zu brisant geworden ist, und er ist nicht mehr bereit von seinem Plan, die Althan AG zum Zweck der feindlichen Übernahme in den Ruin zu treiben, abzurücken.

Der verzweifelte Willi Konrad beschließt daraufhin, selbst in das Geschehen einzugreifen. Er begibt sich in die Kommandozentrale der Terroristen, nicht wissend, dass Fernau längst an der Wand um jeden Meter kämpft. Jetzt wird Konrad selbst zur Geisel.

Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Bis zur feierlichen Inbetriebnahme der neuen Kraftwerke am nächsten Morgen um 8.00 Uhr bleiben nur wenige Stunden. Während zwischen der rechtsextremen Terrorgruppe und Fernau der Nervenkrieg um das Leben der Geiseln auf Hochtouren läuft, treten die wahren Hintermänner auf den Plan.

Sie überwältigen Geiselnehmer und Geiseln und schaffen die mörderischen Voraussetzungen für einen perfiden Plan. Mitten in der medienwirksam inszenierten Einweihung wird - so der Plan der Gangster - die "Bombe" platzen, das heißt, ein manipuliertes Computerprogramm soll die Kraftwerke zerstören und durch die Aufhebung aller Sicherungen in die Luft jagen. Ein unvorstellbarer Super-GAU ist möglich geworden. Als Robert im Computerterminal endlich begreift, was passiert, ist der Countdown nicht mehr zu stoppen. Während die ersten geladenen Gäste im Foyer eintreffen und der Sekundenzeiger unerbittlich voranrückt, steht Robert Fernau hilflos vor der manipulierten Software.

Von nun an zählt jede Sekunde. Nicht nur das Leben von Laura Schumann und Willi Konrad hängt an einem seidenen Faden, auch das Leben tausender ahnungsloser Menschen ist von einem flammenden Inferno bedroht.

Dirk Jasper FilmLexikon
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