The Crossing

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Filmplakat im Großformat • Interview mit Nora Hoppe • Die Filmmusik

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: The Crossing
Titel Niederlande: The Crossing
Genre: Drama
Farbe, Niederlande, 1999

Kino Deutschland: 2001-02-01
Laufzeit Kino: 90 Minuten
Kinoverleih D: Zephir Film



Szenenfoto Seit 20 Jahren lebt der afghanische Exilant Babak in einer kleinen schäbigen Pension in Brüssel. Zum Leben in der Stadt hat er wenig Bezug, und nun, da er seinen Job als Waggonreiniger bei der Eisenbahn aufgeben mußste, scheint die Zeit endgültig stillzustehen - bis eines frühen Morgens ein geheimnisvoller Fremder in die mürrische Stille von Babaks kleiner Küche tritt: Sarban, der auf der Suche nach einem lange verlorenen Verwandten in die Stadt gekommen ist.

Das Erscheinen Sarbans verwirrt Babak in höchstem Maße. Unruhig macht er sich auf den Weg in die Stadt, um seine Besorgungen zu erledigen. Sarban durchwandert derweil die Stadt als gelassener, launiger Reisender, mit müßigem Blick und aller Zeit der Welt. Am Vormittag treffen sich Babak und Sarban ein zweites Mal in der Küche. Sarban ergeht sich in Erinnerungen an seine Vergangenheit, die auf rätselhafte Weise mit Babak in Verbindung zu stehen scheint.

Aber von Vergangenheit will Babak nichts wissen. Unwirsch unterbricht er den Fremden und verläßt das Haus. Doch Sarbans Worte lassen ihn in nicht mehr los. Längst vergessene Geräusche und steigen in ihm auf und verwirren sich mit den Eindrücken der vertrauten fremden Stadt, in der die Orientierung immer mühseliger wird. Sarbans scheinbar ziellose Wanderungen indessen gewinnen an Festigkeit. Der zerstreute Blick des Flaneurs wird zum suchenden des Ermittlers.

Szenenfoto Als Babak mittags in seine Küche zurückkehrt, erwartet ihn Sarban mit einer Überraschung: Babaks Leibgericht, das dieser zuletzt, vor undenklichen Zeiten, in der Heimat gegessen hat. Das gemeinsame Essen schafft eine gewisse Vertrautheit zwischen den beiden Männern, doch die Unruhe Babaks steigert sich zur zermürbenden Spannung. Was verbirgt sich hinter dem undurchsichtigen Lächeln des Fremden? Woher wieß er so genau, was in Babak vor sich geht?

Wieder verläßt Babak das Haus in einem Gefühl höchster Beunruhigung. In seiner Stammkneipe spielt er Schach mit anderen Gästen, einsamen alten Männern wie er selbst. Nach einigen Drinks ergreift die Männer eine seltsame Müdigkeit, sie fallen in einen tiefen Schlaf. Sarban tritt in die Kneipentür und betrachtet die Schlafenden. Als Babak erwacht, ist Sarban wieder verschwunden, ebenso unbemerkt, wie er gekommen war.

Mit Einbruch der Nacht treffen sich die beiden Männer ein letztes Mal in der Küche. Die Andeutungen Sarbans werden nun immer deutlicher, seine Fragen an Babak immer schneidender. Ein dunkles Geheimnis um Babak zeichnet sich ab, das die beiden Männer auf schicksalhafte Weise miteinander verbindet. Die Zeit ist gekommen für die letzte, entscheidende Konfrontation.


SzenenfotoDarsteller: Behrouz Vossoughi, Johan Leysen

Regie: Nora Hoppe

Stab: • Produzenten: Els Vandevorst, Wilfried Depeweg • Drehbuch: Nora Hoppe • Vorlage: - • Filmmusik: Zaher Howaida • Kamera: Walther Vanden Ende • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Vincent de Pater, Floris Vos • Schnitt: Vessela Martschewski • Kostüme: Bernadette Corstens • Make Up: Sara Meermann • Ton: Piotr van Dijk • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 2001-03: Bemerkenswerter Erstlingsfilm, der sich eher am iranischen als am europäischen Kino orientiert. Das Drama des Exils dient als Folie für eine beharrliche Schule des Sehens. Ein Beitrag zum Kino der Langsamkeit, der von eindringlichen szenischen Augenblicken und der Leistung des Hauptdarstellers leben, durch seine Auflösung allerdings etwas enttäuscht.

Cinema 2001-02: Der afghanische Exilant Bâbak lebt seit 20 Jahren in Brüssel. Eines Tages taucht ein mysteriöser Fremder auf, mit dem er anscheinend ein dunkles Geheimnis teilt. Feinsinnige Story um Schuld und Sühne.


SzenenfotoOscar®


Dirk Jasper FilmLexikon
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