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El Acordeón del
Diablo ist eine Reise an die kolumbianische Karibikküste,
in die Heimat des großen Sängers und Komponisten Pacho
Rada. Mit ihm taucht der Film ein in die Musik der Karibik, in das
Reich von Cumbia, Vallenato und Son.
Es ist eine Welt von Musikern wie Alfredo Gutierrez, der die Stierkampfmusik seiner Heimat in einen fiebrigen, pulsierenden Big-Band-Sound verwandelt. Oder Israel Romero, unbestrittener Star und König des Vallenato-Akkordeons, der sich mit seinem Neffen El Morré einen atemberaubenden Zweikampf unter Akkordeonvirtuosen liefert.
Francisco ?Pacho' Rada selbst ist heute 93 Jahre alt. Er lebt in einer Wellblechhütte am Stadtrand von Santa Marta, während seine Musik die Hitparaden stürmt. Seine Lebensgeschichte aber ist eine Legende. Sie inspirierte Gabriel Garcia Márquez zur Figur des Troubadours "Francisco El Hombre", die sich wie ein roter Faden durch seinen Roman "Hundert Jahre Einsamkeit" zieht.
In El Acordeón del
Diablo erzählt Pacho Rada seine Version der Geschichte.
Mit vier Jahren hält er zum ersten Mal ein Akkordeon in der
Hand und läßt es nie wieder los. Er zieht als junger Mann
von Dorf zu Dorf, von Fest zu Fest, spielt und singt für ein
paar Centavos, komponiert dabei unzählige Lieder. Und er
berichtet von jener Nacht, in der er den Teufel in einem
Akkordeonduell bezwang und seine Seele rettete.
Wie in den Romanen von
Márquez sind auch in den Erinnerungen von Pacho Rada die
Grenzen zwischen Fantasie und Realität aufgehoben. Für
ihn, der 422 Enkel und Urenkel hat, ist der tägliche
Überlebenskampf in Kolumbien so wirklich wie Fabeln und
Märchen über Hexen und Ungeheuer. Der Film folgt ihm auf
seiner Reise in beiden Welten: in ein Land, das von Armut und
Gewalt zerrissen wird, und in ein Reich fantastischer Legenden und
mitreissender Musik.
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| © Fotos: Ventura Film © 1994 - 2010 Dirk Jasper |
