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Der persönlichste Film des Blockbuster-Regisseurs Cameron Crowe (Jerry Maguire - Spiel des Lebens). Eine 70-Millionen-Dollar-Produktion, die ihre Zuschauer in die goldene Ära des Rock, in die frühen 70er Jahre, entführt. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein 15jähriger Rockfan, der eine Band auf Tour hautnah erleben darf und überdies für eines der renommiertesten Musikmagazine schreiben soll. Damit hat der Film allergrößten autobiographischen Charakter, da Crowe selber seine Karriere als 15jähriger Journalist begann, der 1973 selbst zum Team des "Rolling Stone" stieß.
Crowe selbst relativiert das ein wenig: "Ich arbeitete daran, eine Geschichte zu erzählen, die die Menschen, die ich nie vergessen werde, und die Emotionen jener Zeit einfängt und verbindet. Ich traf mich damals mit Bands, machte Interviews, ging zu den Auftritten. Ich will auf gar keinen Fall eine dieser semiautobiographischen Geschichten erzählen, die den Autor glorifizieren. Ich hatte damals nie das Gefühl im Mittelpunkt zu stehen. Ich war nur ein Beobachter. Und das ist es auch, was William in meinem Film ist: ein Beobachter."
Cameron Crowe, 1957 in Palm Springs geboren und aufgewachsen in San Diego, trieb sich zwischen seinem 15. und 22. Lebensjahr als Journalist in der Musikszene rum und schrieb Profile und Artikel über Rockgrößen wie David Bowie, Bob Dylan, Neil Young, Eric Clapton, Led Zeppelin, Joni Mitchell und viele andere. Die Musik jener Ära bestimmt auch den ganzen Film.
Als Cameron Crowe an die Highschool zurückkehrte, um für ein Buch zu recherchieren, wurde sein daraus entstandener Debütroman ("Ich glaub' ich steh im Wald", 1981) schnell zum Bestseller. Noch vor der Veröffentlichung des Buches erhielt Crowe den Auftrag, selbst für die geplante Verfilmung das Drehbuch zu schreiben. Amy Eckerlin inszenierte den Film, der zu einem Kulterfolg avancierte und zum Karrierenanfang für Sean Penn, Jennifer Jason Leigh, Forrest Whitaker, Nicholas Cage und Eric Stoltz wurde.
Es sollten noch sieben Jahre vergehen, bis Crowe mit "Say Anything - Dream Lover" (aka "Teen Lover") sein Regie-Debüt gab. Es folgten "Singles - Gemeinsam einsam", "Jerry Maguire", Almost Famous - Fast berühmt und demnächst "Vanilla Sky" mit Tom Cruise, Penélope Cruz und Cameron Diaz.
Wie immer bei großartigen Geschichten kommt auch diesmal der Besetzung ganz entscheidende Bedeutung zu. Wichtig dabei war vor allem die Besetzung des jungen William Miller. Mit dem Debütanten Patrick Fugit, den Cameron Crowe auf einem Vorstellungsvideo entdeckte, haben der Regisseur und seine Produzenten einen echten Glücksgriff getan. Fugit, der zuvor nur eine Rolle in dem TV-Movie "Legion of Fire: Killer Ants" und Auftritte in Episoden der Serien "Touched by an Angel" und "Promised Land" vorweisen konnte, stammt aus Salt Lake City und hatte sich bereits im Alter von 11 Jahren für die Schauspielerei entschieden.
Kate Hudson, Goldie Hawns hinreißende und höchst talentierte Tochter (die für ihre darstellerische Leistung in Almost Famous - Fast berühmt mit einer Oscar- und American Comedy Award-Nominierung geehrt wurde) spielt die Rolle der Penny Lane. Nachdem sie 1998 mit "Desert Blue" und "Ricochet River" ihre ersten Filmauftritte feiern konnte, lieferte sie mit "200 Cigarettes - Eine Nacht in New York" einen ersten vielbeachteten und hochgelobten Auftritt. Seitdem war die kommende Kino-Queen u.a. in "Alles über Adam", "Dr. T. and the Women", "Gossip - Tödliche Gerüchte" oder "Four Feathers" zu sehen.
Oscar-Preisträgerin Frances McDormand ( Fargo, "Mississippi Burning - Die Wurzeln des Hasses", Die Wonder Boys, "Madeline", "Arizona Junior", "Lone Star", "Rangoon" u.v.a.) spielt Williams Mutter Elaine. Billy Crudup ("Jesus' Son", Sleepers, Hi-Lo Country, Alle sagen: I love you, "Waking The Dead"), ein vielseitiger junger Künstler mit Broadway-Erfolgen und Uni-Abschluss (Bachelor of Fine Arts, New York University), verkörpert den "Stillwater"-Star Russell Hammond. Als Sänger der Truppe und Russells Rivale Jeff ist Jason Lee zu erleben. Lee, einst professioneller Skateboarder, ausgezeichnet mit dem Independent Spirit Award, zählt "Chasing Amy", "Der Staatsfeind Nr. 1", "Dogma", "American Cuisine" und "Zwei Männer, eine Frau und eine Hochzeit" zu seinen großen Erfolgen.
Anna Paquin (jüngste Oscar-Gewinnerin aller Zeiten mit "Das Piano") spielt Polexia. Seit ihrem Debüt konnte sie zahllose Erfolge verzeichnen. So war sie in "Forrester - Gefunden" ebenso zu sehen, wie in "Amy und die Wildgänse", Steven Spielbergs "Amistad", dem fantastischen 2000er Sommerhit "X-Men" oder "Eine wie keine". Independent Spirit Award-Preisträgerin Fairuza Balk ("Waterboy", "American History X", "Der Hexenclub", "Das Leben nach dem Tod in Denver") ist ebenso mit von der Rock-Partie, wie Noah Taylor ("Shine - Der Weg ins Licht", "The Nostradamus Kid", "Flirting", "Simon Magus", "Lover Boy"), Zooey Deschanel ("Mumford", "Manic", "Human Nature", "Big Trouble"), die Tochter des berühmten Kameramanns und Regisseurs Caleb Deschanel, außerdem der großartige Philip Seymour Hoffman ("Der talentierte Mr. Ripley", "Magnolia", "State and Maine", "Boogie Nights"), einer der meistbeschäftigtsten jungen Charakterstars, hier in der Rolle des ebenso tragischen, wie legendären Rock-Journalisten Lester Bangs. Und wie in allen Cameron-Crowe-Filmen hat auch Eric Stoltz in "Almost Famous" eine kleine Rolle.
Da ein Film mit und über die hinreißende Musik der großen Zeiten des Rock nicht ohne große Musiker auskommen kann, sicherte sich Cameron Crowe die kreative Mitarbeit des großen Peter Frampton, dessen Live Album "Frampton Comes Alive" aus dem Jahre 1977 immer noch das bestverkaufte Live-Album aller Zeiten ist. Auch Frampton war ein Wunderkind seiner Profession und feierte bereits als 17jähriger seine ersten großen Erfolge.
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| © Fotos: Columbia Tristar © 1994 - 2009 Dirk Jasper |